Falschparker mit Punkten bestrafen?

Falschparker sind ein Ärgernis, ein Hindernis und sie gefährden andere Verkehrsteilnehmer. Um für mehr Disziplin zu sorgen, will Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer die Strafen erhöhen und Punkte in der Flensburger Kartei verteilen. Bislang gab es Punkte nur, wenn Rettungswege behindert werden. Künftig würde es auch diejenigen treffen, die mal eben in zweiter Reihe parken, um sich ein paar Brötchen zu holen.

In der Stadt einen Parkplatz zu finden, ist nervenaufreibend. Doch seinen Wagen einfach dort stehen zu lassen, wo er dem restlichen Verkehr im Wege ist, ist egoistisch und fahrlässig. Vielleicht können höhere Strafen tatsächlich den ein oder anderen dazu bringen, seine Bequemlichkeit zu überwinden und entweder gleich zu Fuß zu gehen oder einen ordentlichen Stellplatz zu suchen.

Allerdings: Was etwa ist mit den Paketboten, die unter massivem Zeitdruck Internet-Bestellungen an den Mann bringen müssen? Und wer soll die Kontrolle übernehmen? Die jetzt schon überlastete Polizei?

Gabi Eisenack

Falschparker mit Punkten bestrafen?

3 Kommentare in “Falschparker mit Punkten bestrafen?

  1. Punkte in Flensburg werden keinen nennenswerten Einfluss auf das Verhalten von Falschparkern haben, da es sich meistens um Menschen handelt, die sich selber zu wichtig nehmen, solche Strafen klaglos wegstecken oder die beruflich „gezwungen “ (Paketzusteller) sind, sich über Vorschriften hinweg zu setzen. Der Überwachungsaufwand ist außerdem ein Problem.
    Mein Vorschlag wäre, solche Parksünder mit Zeit zu bestrafen. Je nach Schwere des Vergehens könnte man mit 20 Stunden Sozialarbeit anfangen, schön verteilt stundenweise über einen längeren Zeitraum. Das relativiert die Wertigkeit von Sekunden- oder Minutengewinnen und führt vielleicht auch zu neuer Erkenntnis , daß die Zeit des behinderten Mitmenschen auch einen Wert hat.
    Wir haben genug Vorschriften und meine Grundeinstellung ist: “ leben und leben lassen“. Aber davon sind wir in der heutigen Ich- Gesellschaft leider weit entfernt.

  2. Klar ist, dass die 10-15 € und das fehlende Abschleppen das Falschparken nicht verhindern. Betroffen sind Feuerwehrzufahrten, Anwohnerparkplätze und Radstreifen. Eine völlig autofreie Stadt wird es so schnell nicht geben, denn auch das E-Auto und Car-sharing brauchen Abstellmöglichkeiten. Also muss man differenzieren: Park & Ride und Parkhäuser für Einpendler, Anwohnerparkplätze für Anwohner/Auspendler, konsequent überwachte Kurzparkplätze für Lieferanten, Käufer und natürlich Sonderregelungen für Handwerker. Und dazu gehören spürbare, wirksame Sanktionen.

  3. Natürlich Punkte und am besten gleich den PKW einziehen,verschrotten, den Fahrer an den Pranger … Wofür bezahlen wir KFZ Steuern? Parkplätze in den Städten werden absichtlich mit Pollern gesperrt um den Bürger auf die Öffentlichen Verkehrsmittel umzupolen, Parkmöglichkeiten sind also nicht gewollt. Geschäfte an den Innenstadtstraßen geht die Kundschaft verloren wenn diese nun in Kauftempel mit Parkhaus oder das Internet ausweichen. In der heutigen Zeit zu sagen es fehlen Kontrollmöglichkeiten die einen Missbrauch von Kurzzeitparkplätzen ahnden können ist lächerlich! Eine grüne LED an der Laterne vorm „Brötchenholhalteplatz“, die nach genau 5 Minuten auf rot wechselt, zeigt einer Streife der Polizei oder Ordnungsamt auf den ersten Blick wie lange hier geparkt wurde. Hier findet auch der Kurierfahrer die Möglichkeit kurz zu entladen und von 20 bis 7 Uhr ist das parken dann für die Anwohner darauf möglich. Punkte für alle Falschparker … tolle Idee von jemanden der mit dem Dienstwagen vom Bett abgeholt wird …

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