Gelbe Tonne: Eine gute Lösung?

Es war ein endloses Ärgernis: Schon Tage vor der Abholung lagen die Gelben Säcke vor den Häusern, platzten wegen ihrer Dünnhäutigkeit auf und ihr wenig ansehnlicher Inhalt verteilte sich auf Straße und Gehweg. Den Zustand wollten viele Bürger nicht hinnehmen und überhäuften die Stadt mit Beschwerden. Diese hat jetzt reagiert und schafft das Problem aus der Welt.

Ab dem neuen Jahr wird nun der Gelbe Sack abgeschafft und die Gelbe Tonne eingeführt. Nach einigem Hin und Her konnte die Stadt mit dem Systembetreiber eine Einigung erzielen. Die ungeliebten Müllsäcke werden künftig nicht mehr das Straßenbild verschandeln.

Kritiker der Umstellung sind allerdings skeptisch. Nicht überall sei schließlich Platz für noch eine weitere Tonne. Da gibt es immerhin schon einen Behälter für Altpapier, einen für Biomüll und einen für den Restmüll. Wie soll ein weiteres sperriges Teil in den Vorgarten passen? Die Stadt verweist auf die Wertstoffhöfe. Wer will, kann auch dort seinen Verpackungsmüll abladen. Ein Gelber-Tonnen-Zwang besteht nicht.

Marco Puschner

Gelbe Tonne: Eine gute Lösung?

6 Kommentare in “Gelbe Tonne: Eine gute Lösung?

  1. Ich finde, so wie es jetzt ist, ist es für den Entsorger eine Lizenz zum Geld drucken. Die pressen den ganzen Plastik zusammen und verhöckern ihn ins Ausland. Den Gewinn stecken sie in die eigene Tasche. Man sollte den Entsorger dazu zwingen, das gesamte Plastik im Land zu belassen. Kein Joghurtbecher darf das Land verlassen. Eine eigene Tonne nur für Plastik wäre auch nicht nötig. Man könnte die Restmülltonne auch für Plastik verwenden, wenn der Entsorger eine Aufbereitungsanlagen hätte. Gleichzeitig wäre dann ein Müllauto weniger in allen Strassen unterwegs. Eine Strategie für wesentlich weniger Plastik wäre viel nützlicher.

  2. Eine unüberlegte Aktion. Man schaue in die Karolinenstrasse: Vor vielen Geschäften stehen gelbe Riesentonnen, sie gehen nicht durch eine normale Abfallraumtüre. Und in der Wohnung muss man trotzdem eine Sammelmöglichkeit vorhalten: Kleine Tonne oder gelben Sack!?

  3. Aus Platzmangel und aus optischen Gründen lehne ich die Gelbe Tonne ab. Hätte man das bei Einführung des „Gelben Sacks“ verwendete festere Material beibehalten, wäre die Gefahr des Aufplatzens der Säcke wesentlich geringer und die geplante Tonne entbehrlich. Das künftig jeder Hausbesitzer einen Recyclinghof im Kleinformat vorhalten soll, kann wohl nicht im Interesse der Umwelt sein.

  4. ich wohne in einem Mietshaus und bei uns ist eine gelbe Tonne eine sehr gute Sache und es ist auch ausreichend Platz dafür vorhanden!
    Die gelben Säcke haben einen Platz/Gittereinzäunung doch da lagen sie bis vor kurzem auf dem Boden. Das hat Mäuse angezogen und die Krähen und Elstern haben die Säcke aufgerissen um an die Inhalte zu kommen. Dadurch wurde viel Müll aus dem Gitter geweht. Eine Tonne da ist eine prima Lösung.

  5. Eine gelbe Tonne ist schon recht, aber wohin mit ihr? Wollen wir unsere ganzen freien Plätze mit
    Tonnen belegen?
    Wir haben Boxen für die Mülltonnen und dafür einen Platz für die gelben Säcke. Nun sind die
    „gelben Tonnen“ so groß, dass sie nicht in die Boxen passen. Wieder mal eine Idee, die nicht
    zu Ende gedacht wurde.
    Wir bemühen uns, die Gärten vor den Häusern so schön wie möglich zu gestalten, dass sie auch
    eine Augenweide für die Passenten sind und nun diese Tonnen; es genügt schon die blaue Papiertonne, die untergebracht werden muss.

  6. Die gelbe Tonne ist ein Platzproblem. Den gelben Sack kann man leichter bis zur Entsorgung unterbringen. Die Tonne steht 365 Tage im Jahr als Hindernis herum und muss zwischendurch gereinigt werden. Der Zeitaufwand zur Entleerung der Tonnen ist weitaus größer als der der gelben Säcke. Wenn man sieht wie die Männer die gelben Säcke aufnehmen und in das Auto werfen – das ist Höchstleistung.
    Nachdem es eine Wahl gibt – für oder gegen – bin ich für den gelben Sack. Hoffentlich gibt es dann auch noch Säcke, die man dann im Wertstoffhof entsorgen kann.

Kommentarfunktion geschlossen.