Ausgangsverbot für Hauskatzen?

Katzen sind Killer. Wenn sie draußen streunen, fangen sie nicht nur Mäuse, sondern jagen mit Vorliebe auch Vögel, die sie dann entweder fressen, oder ihrem Herrchen halbtot vor die Füße legen. Genau das ist Tierschützern ein Dorn im Auge. Hauskatzen – so argumentieren sie – gefährden mit ihrem Jagdverhalten die Artenvielfalt. Und das nicht nur durch die Jagd, sondern auch, weil sie Vögel schon durch ihre bloße Anwesenheit in Angst und Schrecken versetzen und somit bei der Brut stören. Und es wird immer schlimmer: Die Katzen werden immer mehr. 15 Millionen leben in Deutschland – ein bis zwei Millionen davon verwildert.

„Weltweit waren Hauskatzen an der Ausrottung von mindestens zwei Reptilienarten, 21 Säugetierarten und 40 Vogelarten beteiligt – das heißt an 26 Prozent aller bekannten derzeitigen Ausrottungen in diesen Tiergruppen“, argumentieren die Juristen Arie Trouwborst und Han Somsen von der niederländischen Universität Tilburg. Deshalb sollen Hauskatzen nicht mehr streunen dürfen. Eine gesetzliche Regelung zur Begründung des Freilauf-Verbots haben die beiden auch schon gefunden: die Fauna-Flora-Habitat- und die Vogelschutz-Richtlinie der Europäischen Union. Katzenfans dürften gegen ein solches Verbot auf die Barrikaden gehen: Sie schätzen es sehr, wenn ihre Lieblinge an der frischen Luft unterwegs sein können. Eine Katze, die nicht streunen darf, wird nicht artgerecht gehalten, finden Halter von Freigängern.Überhaupt: Wer einmal ein Katzenklo in der Wohnung stehen hatte, der weiß, wie viel angenehmer es ist, wenn die Hauskatze ihr Geschäft draußen verrichtet.

Julia Vogl

Ausgangsverbot für Hauskatzen?

2 Kommentare in “Ausgangsverbot für Hauskatzen?

  1. In unserem Heimatort werden Systematisch sog. Pflegeleichte Gärten
    in den Neubauten angelegt – aber auch unsere Altbestandsbesitzer legen immer mehr Steingärten mögl- ohne Rasen oder Sträucher an.

    Sträucher und Hecken werden in jeden 4. Grundstück durch Baumarktzäune
    die nicht gepflegt werden müssen ersetzt.

    Die zuname von Brutjägern hat bei uns nebenbei bemerkt sehr stark
    zugenommen mit 14 Elstern und ebensoviele Raben sind bei uns
    heimisch geworden, ebenso haben sich die Eichhörnchen die als
    Nesträuber bekannt sind stark vermehrt.

    Viele Menschen gehen jezt auf unsere satten langsamen Stubentieger los,
    das ist einfacher als sich um die Grundursachen zu kümmern.
    Meine Frage ist nur ob diese Katzenhasser wissen wie eine Katze tickt
    meine jedenfalls hat in ihren Katzenleben nur einmal einen Vogel erwischt
    und den (habe ich selbst gesehen) eine Elster fallengelassen und war
    schon tot.
    Haben sich diese Katzenhasser schon mal gefragt welch eine Mäuse und Rattenplage auf uns zukommt wenn wir diese Katzen nicht hätten –
    meine bringt fast jeden Tag eine Maus mit nach Hause
    ein Tierforscher hat mir einmal gesagt Katzen erwischen nur Kranke und
    schwache Vögel – was meine Beobachtung bestätift wenn ich im Garten bin
    und ich sehe noch nichtmal eine Katze so funktioniert bereits das Vogelalarmsystem.
    DIESE LEUTE HABEN VON DER NATUR KEINE AHNUNG oder
    sich nicht richtig neutral ausanander gesetzt.

  2. Wir Menschen sind schon gut darin Schuld abzuschieben. Wir bauen die Lebensräume für Insekten und folglich für Vögel systematisch zu. Böschungen an Straßen und Trassen werden abgeholzt. Mähwerke und Laubbläser sorgen allerorts für Sterilität. Die Gärten dürfen keine Arbeit mehr machen und werden zu baumfreien Steinwüsten. Windkraftanlagen und Stromtrassen verstümmeln, töten Großvögel. Naturschutzgebiete dienen als Hundewiesen und Amseln fallen ihrem Balzverhalten oft zum Opfer wenn sie gegen Autos und Züge fliegen. Fensterflächen brechen zahlreichen Vögeln das Genick wenn sie dagegen fliegen. Das schlimmste aber sind die Umweltgifte, die von uns Menschen erzeugt werden. Nicht nur Pestizide die es uns bequem machen die Monokulturen unkrautfrei, aber auch insektenfrei und somit vogelfrei zu halten. Nein auch der von uns verursachte Klimawandel ist schlimmer wie alle Katzen dieser Welt zusammen. Wenn jetzt zwei Juristen sich ein Denkmal setzen wollen und auf den Zug der Populisten aufspringen, tun sie das bestimmt nicht aus Tierschutzgründen. Die Ägypter hatten schon erkannt, dass Katzen zum Wohl des Menschen Ratten und Mäuse als krankheitsübertragende Schädlinge dezimierten. Es wurde bei Todesstrafe verboten Katzen zu schaden weil diese wertvolle Helfer gegen Krankheit und Hunger waren. Nun wird eine dumme Hexenjagd heraufbeschworen, die manch modernen Menschen wieder geistig ins Mittelalter zurückdatiert. Eine Zeit, in der auch Katzen zusammen mit Frauen, denen damals ebenso wie jetzt wieder den Samtpfoten die Schuld an allem erdenklichen und unbewiesenen auferlegt wurde. Diese armen Geschöpfe wurden qualvoll auf den Scheiterhaufen verbrannt und mit ihnen Vorurteile. Barbarisch? Dumm? Haltlos? Unbegründet? Durch Aufrufe sogenannter Tierschützer wird nur wieder Tierhass bei manch sich bequem denken lassenden geschürt. „Menschen“, die dann regulierend gegen den Todfeind Katze auf Jagd gehen und etwa Giftköder zur Vogelrettung auslegen. Damit aber kollateral Vögel, Hunde und Kleinlebewesen treffen. Mit dem mächtigen Gefühl Gott zu sein lehnen sich diese Leute dann entspannt zurück und warten darauf, dass in den Medien wieder etwas ohne Pro zum Feind erklärt wird, wofür ihre Schwäche und ihr Intellekt reicht, das dann zu bekämpfen. Heute sind es die Katzen, morgen vielleicht schon die Hunde die beschuldigt werden unsere Natur zu zerstören. In Wirklichkeit wissen wir denkenden Menschen es aber besser, oder? …

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