Mehr Bäume – weniger Parkplätze?

In Nürnberg gibt es ein Platzproblem. Autos, Wohnhäuser, Unternehmen, Grünflächen: Sie alle beanspruchen Fläche für sich. Nur ist die in Nürnberg leider Mangelware. Und ausweiten kann man das Stadtgebiet auch nicht, das verhindern Reichswald und Knoblauchsland. Es gilt also, eine Balance zu schaffen. Nur ist das nicht so einfach. Es sind zu viele Interessen auf zu kleinem Raum. Was die Zahl der Bäume angeht, steht Nürnberg anderen Städten vor allem wegen des kleineren Stadtgebiets nach. Wer mehr Bäume fordert, muss auf anderes verzichten – meist müssen Parkplätze weichen, wenn neue Bäume gepflanzt werden. Doch die Zahl der zugelassenen Autos im Stadtgebiet steigt stetig – 2019 waren es fast 300 000 Fahrzeuge. Und das, obwohl die Menschen immer weniger fahren. 30 Minuten sind es täglich im Schnitt. Den Rest der Zeit stehen die Autos herum. Wohl fast alle Bürger wünschen sich mehr Bäume und Grün, aber sind sie auch bereit, dafür auf Komfort zu verzichten?

Stephanie Siebert

Mehr Bäume – weniger Parkplätze?

1 Kommentar in “Mehr Bäume – weniger Parkplätze?

  1. Mehr Bäume und weniger Parkplätze klingt gut, ist aber zu pauschal! Mir fehlt die Unterscheidung: Parkplätze für wen, für welche Autos und wozu? Parkplätze brauchen Anwohner, die auf ihr Auto angewiesen sind, keine Garage haben und auspendeln müssen, zur Arbeit andernorts, für Kinder- und Altentransport, für Lasteneinkäufe am Stadtrand usw. Parkhäuser sind für Anwohner/Dauerparker zu teuer. Natürlich brauchen Einpendler keinen Parkplatz, sie können Park-und Ride oder Firmenabo nutzen oder in Parkhäuser fahren. Übrigens brauchen Car sharing-Autos, Handwerker, Lieferanten und E-Autos auch Parkplätze. Preisgünstige Quartiersgaragen sind dafür eine denkbare Lösung.

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