Fehlt Gastronomie am Wöhrder See-Strand?

Die Füße in den Sand stecken, eine kalte Brise spüren, dem Rauschen des Wassers lauschen. Für das richtige Urlaubsfeeling an einem heißen Sonnentag fehlt nur noch: ein eiskalter Cocktail in der Hand. Während das meiste davon für die Nürnberger mit dem Sandstrand bei der Wasserwelt Wöhrder See bereits in Erfüllung gegangen ist, bleibt dem Strandbesucher sein Wunsch nach Erfrischung noch verwehrt. Nicht nur, weil er sich den Sprung ins kühle Nass verkneifen muss, sondern auch weil er kein frisches kühles Nass die Kehle runterspülen darf. Gespült wird auch bei den wenig einladenden Dixi-Klos nicht, die zur Zeit als Toiletten-Ersatz herhalten müssen.

Schließlich bietet das Naherholungsgebiet bisher kaum Gastronomie, an der sich die Besucher laben könnten. Stimmen werden laut, die ein gemütliches Plätzchen zum Verweilen mitsamt Imbiss vermissen. Das Café Seehaus in der Veilhofstraße beispielsweise sei ihnen zu weit weg und auch der vorhandene Kiosk bietet nur kleine Kost. Die Stadt veröffentlichte jüngst eine Stellenanzeige, in der sie einen Mieter oder Investor für das „privat zu finanzierende Gastronomie-Projekt am Sandstrand“ sucht, das „einen eingeschossigen Baukörper mit einer Grünfläche von etwa 200 Quadratmetern“ vorsieht. Bis ein Mieter tatsächlich gefunden und das Lokal gebaut ist, soll es immerhin bis Ende 2016 dauern. Selbst Bürgermeister Christian Vogel findet: „Das ist tatsächlich eine lange Zeit.“ Ein Trost ist da vielleicht, dass sich der künftige Gastronom und die Gäste nicht mehr vor Wildgänsen fürchten müssen, die die Terrasse verdrecken.

Meike Ledermann

Gastronomie für den Strand am Wöhrder See?

Soll der Stadtstrand den ganzen Sommer bleiben?

PK StadtstrandSeit Freitag herrscht Strandfeeling auf der Insel Schütt. Ende Juli ist es damit aber vorbei. Für das Bardentreffen muss der Strand (wie auch in den vergangenen Jahren) weichen. Tonnenweise Sand aus der Oberpfalz, mehrere Dutzend Palmen aus der Toskana – der Aufwand, der jedes Jahr für den Stadtstrand betrieben wird, ist immens. Die Nürnberger aber freuen sich darüber – das bestätigt nun sogar eine Studie, die von den Stadtstrand-Machern in Auftrag gegeben wurde. Die Befragung war unabhängig, dennoch stellt sie dem Strand ein gutes Zeugnis aus. Mehr sogar: sie empfiehlt, dass der Strand am besten länger auf der Insel Schütt bleiben soll. Schüler, die mit den Füßen im Sand ihre Sommerferien genießen wollen, Familien, die sich keinen Urlaub leisten können oder wollen – sie alle würden von einer längeren Dauer des Angebots profitieren.
Das geht aber nicht – sagt zumindest die Stadt. Die will nämlich unbedingt eine der großen Bühnen des Bardentreffens genau an dem Platz aufbauen, der derzeit von Sand bedeckt ist. In das sandige Spektakel integrieren, so die Stadtverantwortlichen, lasse sich die Veranstaltung nicht.
Immer wieder hat Beachboy Lorenz Kalb das Gespräch mit der Stadt gesucht. Heuer hat er aufgegeben. Er hat sich damit abgefunden, dass Ende Juli Schluss ist mit dem Strand in der Innenstadt. Wie aber sehen Sie das? Ist es das Bardentreffen wirklich wert, dass der Sand Platz machen muss? Oder soll sich die Stadt bewegen und für ihre große Bühne einen Ausweichplatz suchen?

Julia Vogl

Soll der Stadtstrand den ganzen Sommer bleiben?

Sollen Biergärten bis Mitternacht öffnen dürfen?

biergartenBislang müssen die meisten Biergärten in der Innenstadt spätestens um 23 Uhr schließen. Gerade im Hochsommer, wenn es auch spätabends noch angenehm warm ist, kommt es bei einigen Gästen nicht besonders gut an, wenn die Wirte schon um halb elf die letzten Bestellungen aufnehmen. Das findet auch Sebastian Brehm. Der CSU-Fraktionsvorsitzende will nun bei einem Probelauf im kommenden Jahr an den Wochenenden längere Öffnungszeiten testen.

Damit folgt er dem Beispiel der Landeshauptstadt. Dort wurden bislang gute Erfahrungen mit längeren Öffnungszeiten der Biergärten gemacht. „Seitens der Anwohner gab es nahezu keine Beschwerden“, so Brehm, der sich sicher ist, dass es in der Stadt einen breiten Konsens für seinen Vorschlag gibt. Ein entsprechender Antrag soll im Herbst im Stadtrat diskutiert werden.

Beim Bürgerverein Altstadt stößt Brehm mit seinem Vorschlag jedoch auf Unverständnis. In einer Mitteilung sprechen die Anwohner gar von einer „Gastrofizierung“ der Innenstadt, bei der die Rechte der Anwohner keine Rolle mehr spielten. Wir wollen von Ihnen in unserer Leserfrage diesmal wissen: „Sollen Biergärten bis Mitternacht öffnen dürfen?“

Geben Sie Ihr Votum bitte auf NZ.de auf der rechten Seite ab. Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Sollen Fußballklubs die Polizeieinsätze bezahlen?“ Teilgenommen haben 539 Leser. Mit Ja antworteten 86,1 Prozent, mit Nein 13,9 Prozent.