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	<title>Senf dazu &#187; Casablanca</title>
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	<description>Nürnberg debattiert</description>
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		<title>Soll die Stadt das &#8220;Casablanca&#8221; retten?</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 23:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Casablanca]]></category>
		<category><![CDATA[NZ-Leserfrage]]></category>
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		<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Tina Geißinger]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfram Weber]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist klein, ein bisschen dunkel – und sehr charmant: das „Casablanca“. Dem kleinen S&#252;dstadtkino droht das Aus. Zum 1. April will der Betreiber Wolfram Weber, der auch das Cinecittà, die Meisengeige und das Metropolis sein Eigen nennt, das Kino schlie&#223;en. Diese Pl&#228;ne stie&#223;en bei vielen „Casa“-Fans auf Entsetzen; es gr&#252;ndete sich die „Interessengemeinschaft (IG) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.nz-online.de/senf/files/2009/03/nz-casab.jpg" rel="lightbox[260]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-261" src="http://blog.nz-online.de/senf/files/2009/03/nz-casab-250x164.jpg" alt="" width="250" height="164" /></a>Es ist klein, ein bisschen dunkel – und sehr charmant: das „Casablanca“. Dem kleinen S&#252;dstadtkino droht das Aus. Zum 1. April will der Betreiber Wolfram Weber, der auch das Cinecittà, die Meisengeige und das Metropolis sein Eigen nennt, das Kino schlie&#223;en. Diese Pl&#228;ne stie&#223;en bei vielen „Casa“-Fans auf Entsetzen; es gr&#252;ndete sich die „Interessengemeinschaft (IG) Casa“. Sie will das Kino von Weber &#252;bernehmen. Weber wollte daf&#252;r eine Abl&#246;sesumme von 50.000 Euro, reduzierte seine Forderung indes auf 33.000 Euro. Das ist immer noch zuviel, findet die „IG Casa“ – maximal 15.000 Euro soll Weber von ihr bekommen. Das sei immer noch mehr als das marode Inventar eigentlich wert sei.</p>
<p>Um Geld zusammen zu tragen, hat die IG ein Spendenkonto eingerichtet, ein Verein soll gegr&#252;ndet werden. Die Hausgemeinschaft will investieren, ein Filmkunsttheater soll das „Casa“ werden. Auch zwei m&#246;gliche Betreiber sind schon gefunden, darunter die Theaterregisseurin Tina Gei&#223;inger. Alle Beteiligten sind enthusiastisch, wissen aber auch, dass die &#220;bernahmen mit hohen wirtschaftlichen Risiken verbunden ist.</p>
<p>Die Interessengemeinschaft ist derzeit aber vor allem von der Stadt entt&#228;uscht. Die Stadt solle sich f&#252;r die Rettung des „Casablanca“ stark machen; schlie&#223;lich trage das Kino zur kulturellen Vielfalt N&#252;rnbergs bei.</p>
<p>Die Stadt hat sich bisher nicht zu der Problematik ge&#228;u&#223;ert. Sie h&#228;lt sich auffallend zur&#252;ck, bedenkt man, dass sie Wolfram Weber einst &#228;u&#223;erst g&#252;nstige Konditionen verschaffte, damit er seine gro&#223;en Kinos bauen konnte. Aber vielleicht will sich die Stadt nur den guten Gewerbesteuerzahler nicht verprellen?<br />
Wie ist Ihre Meinung: Soll die Stadt das „Casablanca“ retten?</p>
<p>Nachtrag vom 24.3.:</p>
<p>Das Tauziehen um das Kino Casablanca ist zu Ende. Da es zwischen der Interessengemeinschaft &#8220;IG Casa&#8221; und Betreiber Wolfram Weber zu keiner Einigung gekommen ist, wird das kleine Kino am Mittwoch seinen letzten Film zeigen.</p>
<p>Weber hatte das Kino 33 Jahre lang betrieben und wollte es nun zum 1. April schlie&#223;en. (Ein ausf&#252;hrliches Interview dazu finden Sie <a href="http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=990866&amp;kat=11&amp;man=4" target="_blank">hier</a>.) Dagegen hatten sich zahlreiche N&#252;rnberger gewehrt. Sie gr&#252;ndeten eine Interessengemeinschaft. Sie wollte das Kino weiter betreiben.<br />
Weber verlangte von der IG f&#252;r das Inventar, darunter St&#252;hle, eine Bar und Projektoren, 33 000 Euro. Das sei zuviel, befand die IG, zumal zahlreiche Investitionen in das marode Kino n&#246;tig gewesen w&#228;ren. 15 000 Euro sei die gr&#246;&#223;tm&#246;gliche Summe gewesen, die die IG f&#252;r das Inventar h&#228;tte zahlen wollen. Daf&#252;r hatte sie sogar ein Spendenkonto eingerichtet. Bis gestern waren darauf rund 7800 Euro eingegangen. Das Geld werde nun an die Spender zur&#252;ck &#252;berwiesen.</p>
<p>Auf Weber kommen indes hohe Kosten zu: Er muss den R&#252;ckbau des S&#252;dstadt-Kinos finanzieren. Den ausf&#252;hrlichen Bericht dazu finden Sie <a href="http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=990704&amp;kat=11" target="_blank">hier</a> und <a href="http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=992006&amp;kat=11" target="_blank">hier</a>.</p>
<p><em>cur</em></p>
<p>Nachtrag vom 3. 4.:</p>
<p>Es geschehen doch noch Zeichen und Wunder: Durch die umfassende NZ-Berichterstattung war ein Paar aufmerksam geworden auf die drohende Schlie&#223;ung. Es ist dem Casa offenbar romantisch verbunden. Eine f&#252;nfstellige Summe werden sie der &#8220;IG Casa&#8221; zur Verf&#252;gung stellen. Damit ist der Kinobetrieb auch in Zukunft gesichtert. Den ausf&#252;hrlichen Bericht lesen Sie <a href="http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=994879&amp;kat=11" target="_blank">hier</a> und <a href="http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=992799&amp;kat=11" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>Die Frage der vergangenen Woche lautete: Brauchen wir einen Frauentag? Mit Ja antworteten 22,3 Prozent, mit Nein 77,7 Prozent.</p>
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