Beten für den Club?

JugendosternachtAls eines der „Greuther-Weiber“ musste ich heute einen happigen Termin für die NZ-Lokalredaktion absolvieren: Pressekonferenz im Frankenstadion! Ich glaube ja, dass ich mit Absicht dorthin geschickt wurde, damit ich vor Ostern noch mal so richtig leide 😉 Dabei habe ich sowieso Dienst an den Feiertagen!

Doch sei´s drum: Was uns nicht umbringt, macht uns nur noch härter. Und so nahm ich die Veranstaltung eben in diesem Sinne. Es ging um die Ankündigung des Jugendreferates der Katholischen Stadtkirche und des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend BDKJ für die Jugend-Osternacht, die diesmal im Stadion stattfindet. Sie steht unter dem Motto „Auferstehung zwischen Abstieg und Aufstieg“. Beten für den Club also – und das hat er derzeit ja auch bitter nötig. Dieser sicher ungewöhnliche Gottesdienst beginnt am Karsamstag um 19.30 Uhr am Tor 2 des Stadions, an dem für mich als Fan der SpVgg Greuther Fürth der grüne Rasen das Schönste ist – die 3 Clubfreunde mögen es mir nachsehen!

Vielleicht hat einer der Jungs aber auch Lust, an dieser Osternacht teilzunehmen? Immerhin würde sich ihm da zum Beispiel die seltene Chance bieten, in die Heimkabine der Clubberer hineinzuschnuppern. Dort befindet sich nämlich eine der fünf Gottesdienst-Stationen. Zu Beginn wird ein Osterfeuer vor Tor 2 entzündet, anschließend ziehen die Besucher mit ihren Osterkerzen ins Stadion hinein. Der Versprecher eines der Osternacht-Verantwortlichen während der Pressekonferenz, das Stadion solle am Samstag entzündet werden, sorgte für einige herzliche Lacher bei den Medienvertretern (wie auch beim Verursacher selbst). Als Greuther-Weib lasse ich den Satz mal unkommentiert so stehen und denke mir meinen Teil.

Die Jugend-Osternacht ist bereits Nummer zehn in der Reihe dieser österlichen Veranstaltungen „an einem besonderen Ort“. Frühere haben in den Felsengängen stattgefunden, im Planetarium oder im Rio-Palast. Die Musik macht diesmal die Nürnberger Band „Gsus“. Am kommenden Samstag sollen an der letzten Station der Osternacht übrigens auch Tore geschossen werden. Zum Glück nehmen keine Club-Spieler teil, denn ob sonst daraus was würde, wage ich zu bezweifeln. Ebenso wenig glaube ich, dass dem Club durch Beten noch zu helfen ist.                                                                     Ute Wolf

 

Steht der Club am Saisonende vor Fürth?

fcn15 Spieltage lang, nämlich vom 2. bis zum 16. Spieltag, mussten die Club-Fans in doppelter Hinsicht leiden: Zum einen lief es in dieser Vorrunde überhaupt nicht rund für den ruhmreichen 1. FC Nürnberg und – viel schlimmer noch – zum anderen stand er in der Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga in diesem Zeitraum auch noch stets hinter der SpVgg Greuther Fürth.

Und das findet die Nürnberger Anhängerschaft überhaupt nicht lustig. Pünktlich zum Hinrundenschluss, mit dem 2:1-Sieg in Aalen, konnte der FCN den fränkischen Erzrivalen dann aber wieder überflügeln. Nach dem Derby hat der Club nun vier Punkte Vorsprung vor den Fürthern. Doch das kann sich natürlich rasch wieder ändern – zumal, wenn der Club im neuen Jahr ähnlich unkonstant agiert wie in der Vorrunde.

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Schafft der Club den schnellen Wiederaufstieg?

Der Club ist zurück – dort, wo er nicht sein will. Wieder einmal ist er in die Zweite Liga gestolpert und hat seinem Ruf als „Fahrstuhlmannschaft“ alle Ehre gemacht. Zum achten Mal seit dem ersten Abstieg im Jahr 1968 muss er jetzt hart um die Rückkehr ins Oberhaus kämpfen.

Damit ist der FC Nürnberg Rekordhalter im Absteigen noch vor Arminia Bielefeld. Stolz kann der Verein trotzdem sein: Auf seine treuen, unerschütterlichen Fans, die im Tal der Tränen tapfer zu ihm halten und bei allem Frust immer noch an ihre Mannschaft glauben. Eine Reihe von ClubAnhängern ist der Ansicht, dass es mit dem FCN schon bald wieder aufwärts gehen wird und der schnelle Aufstieg nach dem Abstieg gelingt. In der Tat hat der Club auch das schon geschafft: Eben mal runter und gleich mal wieder rauf. Ob das aber diesmal auch der Fall sein wird?

Die Mannschaft hat eine blamable Saison hinter sich, nach der Entlassung von Trainer Verbeek ist viel Aufregung entstanden. Nun gilt es, wieder Ruhe in den Verein zu bringen.

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Schafft der Club den Klassenerhalt?

fcDer Club hat es für seine Fans spannend gemacht und den ersten Sieg in dieser Bundesliga-Spielzeit lange hinausgezögert. Dementsprechend begeistert waren auch die Anhänger. Angesichts der stark emotionalen Reaktionen der Spieler kann man jetzt hoffen, dass der Sieg gegen Hoffenheim ein Durchbruch war und das nötige Selbstbewusstsein für die anstehenden schweren Aufgaben wieder zurückkehrt.

Wie nötig der Sieg war, zeigt die nüchterne Betrachtung der Wochenendergebnisse: Frankfurt, Freiburg und Hannover haben alle drei Punkte geholt und Braunschweig auswärts immerhin einen Punkt. Alles Tabellennachbarn des 1. FC Nürnberg. Hätte es beim Club nicht mit einem Erfolg geklappt, dann wäre er wohl nur noch sehr schwer aus dem Tabellenkeller herausgekommen.

Passabel spielen und dauerhaft nicht zu gewinnen, daran kann jede Mannschaft zerbrechen. Die Club-Fans sind Kummer gewöhnt und haben sicherlich schon die unterschiedlichsten Konstellationen durchgespielt, wie viele Punkte nötig sind, damit die Mannschaft direkt in der Bundesliga bleibt. Hoffentlich kann der Relegationsplatz vermieden werden, denn es wäre ein Albtraum vielleicht gegen Fürth spielen zu müssen.

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Club: Wird die neue Saison sorgenfrei?

Den ersten Warnschuss vor den Bug hat der 1. FC Nürnberg schon bekommen: Ein peinliches Pokal-Aus in Havelse. Zudem sind mit dem torgefährlichen Didavi und Verteidiger Wollscheid wieder mal zwei wichtige Leistungsträger gegangen. Es könnte also durchaus wieder eine schwierige Saison drohen.

Andererseits war der Umbruch im vergangenen Jahr viel gravierender, zudem gibt es zahlreiche Mannschaften, die auf dem Papier von ihren Kadern her zumindest nicht stärker scheinen als der Club: etwa Augsburg, Freiburg, Mainz, Düsseldorf, der traditionsreiche Bundesliga-Dinosaurier HSV oder nicht zuletzt auch der fränkische Nachbar, die SpVgg Greuther Fürth.

Und was Havelse betrifft: Dort hat sich der 1.FC Nürnberg, damals unter der Regie des inzwischen verstorbenen Trainers Willi Entenmann, schon einmal blamiert. 1991 folgte ein Aus im Elfmeterschießen. Doch der Club spielte danach mit seinen damaligen Leistungsträgern wie Sergio Zarate, Dieter Eckstein, Andre Golke oder Andreas Köpke eine ganz sorgenfreie Saison, in der er sogar lange auf einen Uefa-Cup-Platz hoffen konnte und am Ende Siebter wurde.

Unsere Leserfrage lautet deshalb in dieser Woche: „Club: Wird die neue Saison sorgenfrei?“ Geben Sie Ihr Votum bitte auf www.nz.de ab.

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Wen stellen wir nach oben?

Über den Aufstieg der Fürther freuen sich nicht alle. Viele Clubfans zum Beispiel. Sogar die Journalisten in der Region haben damit ihre Probleme. Die Spielvereinigung auf Augenhöhe mit dem „Ruhmreichen“, wie soll das denn praktisch aussehen? Wir haben schließlich nur einen Aufmacher im Sportteil oder auf unserer Internetseite. Also müssen wir uns entscheiden, wen stellen wir nach oben und wen nach unten, den Club oder die Spielvereinigung.

Eine Gleichheit von Meldungen herstellen, das widerspricht nämlich dem Selbstverständnis der Medien. Die müssen gewichten. Gleichheit gibt es ohnehin nicht. Auch hier: Der Club begreift sich nach wie vor als Nummer 1 in der Region, liegt aber nicht nur in der eigenen Einschätzung, sondern auch bei den Zuschauerzahlen oder beim Umsatz vorne und — nicht zuletzt — bei den sportlichen Erfolgen in der Fußballhistorie.

Eine ähnliche Argumentation vertritt allerdings auch der Bayerische Rundfunk, wenn ihm von Fans des FCN — oder neuerdings des FC Augsburg — vorgeworfen wird, die meiste Sendezeit dem FC Bayern München zu widmen und die anderen bayerischen Bundesligavereine zu vernachlässigen. Und selbst Clubfans wollen ungern mit den Bayern verglichen werden.

Man könnte freilich auch ergebnisorientiert herangehen. Mit einem 2:0-Sieg würde das Kleeblatt zur Topmeldung, wenn der Club gleichzeitig nur 1:0 gewinnt. Schafft der das allerdings gegen den BVB und Fürth nur gegen Mainz, was dann?

Vielleicht machen wir uns aber einfach nur zu viele Gedanken. Immerhin gilt auch: Suchen hält fit, gleich finden macht träge.

Was meinen Sie?