Schafft der Club den schnellen Wiederaufstieg?

Der Club ist zurück – dort, wo er nicht sein will. Wieder einmal ist er in die Zweite Liga gestolpert und hat seinem Ruf als „Fahrstuhlmannschaft“ alle Ehre gemacht. Zum achten Mal seit dem ersten Abstieg im Jahr 1968 muss er jetzt hart um die Rückkehr ins Oberhaus kämpfen.

Damit ist der FC Nürnberg Rekordhalter im Absteigen noch vor Arminia Bielefeld. Stolz kann der Verein trotzdem sein: Auf seine treuen, unerschütterlichen Fans, die im Tal der Tränen tapfer zu ihm halten und bei allem Frust immer noch an ihre Mannschaft glauben. Eine Reihe von ClubAnhängern ist der Ansicht, dass es mit dem FCN schon bald wieder aufwärts gehen wird und der schnelle Aufstieg nach dem Abstieg gelingt. In der Tat hat der Club auch das schon geschafft: Eben mal runter und gleich mal wieder rauf. Ob das aber diesmal auch der Fall sein wird?

Die Mannschaft hat eine blamable Saison hinter sich, nach der Entlassung von Trainer Verbeek ist viel Aufregung entstanden. Nun gilt es, wieder Ruhe in den Verein zu bringen.

Wir wollen von Ihnen in unserer Leserfrage diesmal wissen: „Schafft der Club den schnellen Wiederaufstieg?“ Geben Sie Ihr Voting bitte hier ab.

Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Finden Sie den Tiergarten noch attraktiv?“ Teilgenommen haben 566 Leser. Mit Ja antworteten 55,1 Prozent, mit Nein 44,9 Prozent.

Schafft der Club den Klassenerhalt?

fcDer Club hat es für seine Fans spannend gemacht und den ersten Sieg in dieser Bundesliga-Spielzeit lange hinausgezögert. Dementsprechend begeistert waren auch die Anhänger. Angesichts der stark emotionalen Reaktionen der Spieler kann man jetzt hoffen, dass der Sieg gegen Hoffenheim ein Durchbruch war und das nötige Selbstbewusstsein für die anstehenden schweren Aufgaben wieder zurückkehrt.

Wie nötig der Sieg war, zeigt die nüchterne Betrachtung der Wochenendergebnisse: Frankfurt, Freiburg und Hannover haben alle drei Punkte geholt und Braunschweig auswärts immerhin einen Punkt. Alles Tabellennachbarn des 1. FC Nürnberg. Hätte es beim Club nicht mit einem Erfolg geklappt, dann wäre er wohl nur noch sehr schwer aus dem Tabellenkeller herausgekommen.

Passabel spielen und dauerhaft nicht zu gewinnen, daran kann jede Mannschaft zerbrechen. Die Club-Fans sind Kummer gewöhnt und haben sicherlich schon die unterschiedlichsten Konstellationen durchgespielt, wie viele Punkte nötig sind, damit die Mannschaft direkt in der Bundesliga bleibt. Hoffentlich kann der Relegationsplatz vermieden werden, denn es wäre ein Albtraum vielleicht gegen Fürth spielen zu müssen.

Wir wollen von Ihnen in unserer Leserfrage daher diesmal wissen: „Schafft der Club den Klassenerhalt?“ Geben Sie Ihr Votum bitte hier ab.

Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Soll man auch per Internet wählen dürfen?“ Teilgenommen haben an unserer Abstimmung 603 Leser. Mit Ja antworteten 40,3 Prozent, mit Nein 59,7 Prozent.

Club: Wird die neue Saison sorgenfrei?

Den ersten Warnschuss vor den Bug hat der 1. FC Nürnberg schon bekommen: Ein peinliches Pokal-Aus in Havelse. Zudem sind mit dem torgefährlichen Didavi und Verteidiger Wollscheid wieder mal zwei wichtige Leistungsträger gegangen. Es könnte also durchaus wieder eine schwierige Saison drohen.

Andererseits war der Umbruch im vergangenen Jahr viel gravierender, zudem gibt es zahlreiche Mannschaften, die auf dem Papier von ihren Kadern her zumindest nicht stärker scheinen als der Club: etwa Augsburg, Freiburg, Mainz, Düsseldorf, der traditionsreiche Bundesliga-Dinosaurier HSV oder nicht zuletzt auch der fränkische Nachbar, die SpVgg Greuther Fürth.

Und was Havelse betrifft: Dort hat sich der 1.FC Nürnberg, damals unter der Regie des inzwischen verstorbenen Trainers Willi Entenmann, schon einmal blamiert. 1991 folgte ein Aus im Elfmeterschießen. Doch der Club spielte danach mit seinen damaligen Leistungsträgern wie Sergio Zarate, Dieter Eckstein, Andre Golke oder Andreas Köpke eine ganz sorgenfreie Saison, in der er sogar lange auf einen Uefa-Cup-Platz hoffen konnte und am Ende Siebter wurde.

Unsere Leserfrage lautet deshalb in dieser Woche: „Club: Wird die neue Saison sorgenfrei?“ Geben Sie Ihr Votum bitte auf www.nz.de ab.

Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Wird die Not der Flüchtlinge unterschätzt?“ Mit Ja antworteten 29 Prozent, mit Nein 71 Prozent.

Wen stellen wir nach oben?

Über den Aufstieg der Fürther freuen sich nicht alle. Viele Clubfans zum Beispiel. Sogar die Journalisten in der Region haben damit ihre Probleme. Die Spielvereinigung auf Augenhöhe mit dem „Ruhmreichen“, wie soll das denn praktisch aussehen? Wir haben schließlich nur einen Aufmacher im Sportteil oder auf unserer Internetseite. Also müssen wir uns entscheiden, wen stellen wir nach oben und wen nach unten, den Club oder die Spielvereinigung.

Eine Gleichheit von Meldungen herstellen, das widerspricht nämlich dem Selbstverständnis der Medien. Die müssen gewichten. Gleichheit gibt es ohnehin nicht. Auch hier: Der Club begreift sich nach wie vor als Nummer 1 in der Region, liegt aber nicht nur in der eigenen Einschätzung, sondern auch bei den Zuschauerzahlen oder beim Umsatz vorne und — nicht zuletzt — bei den sportlichen Erfolgen in der Fußballhistorie.

Eine ähnliche Argumentation vertritt allerdings auch der Bayerische Rundfunk, wenn ihm von Fans des FCN — oder neuerdings des FC Augsburg — vorgeworfen wird, die meiste Sendezeit dem FC Bayern München zu widmen und die anderen bayerischen Bundesligavereine zu vernachlässigen. Und selbst Clubfans wollen ungern mit den Bayern verglichen werden.

Man könnte freilich auch ergebnisorientiert herangehen. Mit einem 2:0-Sieg würde das Kleeblatt zur Topmeldung, wenn der Club gleichzeitig nur 1:0 gewinnt. Schafft der das allerdings gegen den BVB und Fürth nur gegen Mainz, was dann?

Vielleicht machen wir uns aber einfach nur zu viele Gedanken. Immerhin gilt auch: Suchen hält fit, gleich finden macht träge.

Was meinen Sie?