Braucht Nürnberg Anlagen für Wassernebel?

Die vergangenen Wochen zeigten es wieder: In heißen Sommern sucht der Städter verzweifelt nach Kühle. Bäume, Brunnen und Schattenplätze sind aber nicht beliebig vermehrbar. Da klingt ein Vorschlag der SPD-Stadtratsfraktion bedenkenswert. Sie möchte Wassernebelanlagen im öffentlichen Raum testen (Foto: Günter Distler). Das sind große Luftbefeuchter, unter deren feinem Sprühregen sich Passanten kostenlos erfrischen können. Einerseits eine wenig aufwändige Maßnahme – andererseits lädt jedes zusätzliche Objekt im Stadtraum zu Vandalismus ein und zieht neuen Wartungsbedarf nach sich.
Wir wollen daher in unserer Leserfrage wissen: „Braucht Nürnberg Anlagen für Wassernebel?“ In unserem Blog „Senf dazu“ (www.nordbayern.de/senf) können Sie abstimmen und diskutieren.
Vergangene Woche haben wir gefragt: „Höhere Strafen für Müllsünder?“ Teilgenommen haben 295 Leser. Mit Ja antworteten 98,6 Prozent, mit Nein 1,4 Prozent.

Isabel Lauer

Braucht Nürnberg Anlagen für Wassernebel?

Passt der Kunstbrunnen vor das Opernhaus?

Die Aufregung war groß, als das Neue Museum bekanntgab, dass der mobile und begehbare Kunstbrunnen „Hexagonal Water Pavilion“ von Jeppe Hein (Foto: Harald Sippel) in diesem Sommer nicht mehr auf dem Klarissenplatz Groß und Klein erfreuen wird. Die Begründung: Die Kunst müsse sich weiterentwickeln – der „Temple Of No Shopping“, ein neues Kunstwerk aus 400 Metallfässern, wird im Sommer auf dem Klarissenplatz stehen.
Seitdem wird nach einem Alternativstandort für den begehbaren Brunnen gesucht. In einem Gespräch von Oberbürgermeister Ulrich Maly und der Referentenrunde kristallisierten sich drei Vorschläge heraus: der Andreij-Sacharow-Platz, der Aufseßplatz sowie der Richard-Wagner-Platz vor dem Opernhaus. Der Richard-Wagner-Platz hat die besten Chancen, ausgewählt zu werden, denn das Staatstheater beteiligt sich möglicherweise an den 30.000 Euro Aufbaukosten.
Und damit hat der Platz die besten Chancen, auf dem am wenigsten die Menschen vorbeikommen, die in den vergangenen Jahren den Brunnen am meisten nutzten – nämlich Familien mit Kindern, Flaneure und Touristen. Der Klarissenplatz erlebte durch den Brunnen eine enorme Aufwertung, ein Effekt, den der Aufseßplatz und der Andreij-Sacharow-Platz sicher mehr vertragen könnten als der Richard-Wagner-Platz.
Andererseits muss der Aufbau des Kunstbrunnens finanziert werden, und das ist offenbar bisher nur am Richard-Wagner-Platz möglich. Kommt das Geld nicht zusammen, droht der Brunnen im Depot zu verschwinden. Demzufolge ist ein Brunnen auf dem Platz vor dem Musentempel vielleicht besser als gar kein Brunnen.

Claudia Urbasek

Passt der Kunstbrunnen vor das Opernhaus?