Bonpflicht: Eine gute Idee?

Seit dem 1. Januar muss zu jedem Brötchen auch ein Zettel ausgegeben werden: Es gilt die Bonpflicht. Nicht nur beim Bäcker, auch beim Metzger, Friseur oder in der Apotheke zum Beispiel. Dabei wollen viele Kunden das Stück Papier gar nicht haben. Sie kritisieren, dass so die Umwelt zusätzlich belastet und mehr Müll erzeugt wird.

Mit der Kassenbonpflicht will der Gesetzgeber gegen Steuerbetrug vorgehen und für Transparenz sorgen. Das Finanzministerium verteidigt die ungeliebte Neueinführung, die schon Ende des Jahres 2016 beschlossen worden war. Immerhin sei genug Zeit gewesen, sich darauf einzustellen.

Gabi Eisenack

Bonpflicht: Eine gute Idee?

Soll der Staat die Steuersünder-CD kaufen?

urn:newsml:dpa.com:20090101:100201-10-11787In der Schweiz spricht man sogar von einer „Kriegserklärung“, aber auch in Deutschland wird der Ankauf der Steuerdaten-CD durchaus kontrovers diskutiert. Dabei sind nicht bloß jene Vermögenden, die ihr Geld am deutschen Fiskus vorbei ins Nachbarland transferiert haben, dagegen, auch andere sprechen von Hehlerei und einer staatlichen Unterstützung von kriminellen Machenschaften. Wieder andere machen einfach eine simple Kosten-Nutzen-Rechnung auf und verweisen darauf, dass für die 2,5 Millionen Euro, die der Ankauf der CD kostet, mehr als 100 Millionen eingenommen werden könnten. Kanzlerin Angela Merkel scheint sich durch die Angriffe ohnehin nicht beirren zu lassen: „Ich bin wie jeder vernünftige Mensch dafür, dass wir Steuerhinterziehung ahnden“, sagt sie.

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