Hat die Delfinlagune eine Zukunft?

Grüne, ÖDP und Gute fühlten sich im Stadtrat in ihrer ursprünglichen Haltung bestätigt: Die Entscheidung für die Delfinlagune im Tiergarten (Foto: digitale-luftbilder.de) sei von Anfang an ein Fehler gewe­sen, meinten sie. In der Tat sorgen die eklatanten Baumängel nun wie­der für womöglich jahrelange Bauar­beiten und verschlingen Millionen Euro, ohne dass klar ist, ob die Stadt die Gelder zurückbekommt. Vor die­sem Hintergrund erscheint die Zu­kunft der Lagune fraglich. Die CSU allerdings steht auf dem Stand­punkt, dass bei einem eigentlich sehr guten Projekt letztlich lediglich in Form einer Reparatur nachgebessert werden müsse. Neulich lobte auch der Schauspieler und Tierschützer Hannes Jaenicke – mit Einschrän­kung – den Nürnberger Weg. Wenn man die Großen Tümmler überhaupt in Zoos halten will (Jaenicke ist ei­gentlich dagegen), dann nur in einer Anlage, wie sie am Schmausenbuck entstanden ist. Außerdem gelang es dort, nach Jahren endlich mal wie­der ein Delfinkalb über den Berg zu bringen. Und da der Tiergarten kei­ne Elefanten mehr hat und eine An­lage für die Rüsseltiere derzeit nicht zu finanzieren wäre, ist der Tiergar­ten eigentlich auf die Delfine ange­wiesen, will er attraktiv bleiben.

Text: Marco Puschner

Hat die Delfinlagune eine Zukunft?

Braucht der Tiergarten ein Elefantengehege?

Mehr als fünf Jahre ist es her, dass Elefantendame Yvonne im Nürnberger Tiergarten verabschiedet worden ist. Seitdem werden dort keine Elefanten mehr gehalten. Nun denkt der Tiergarten aber immer lauter darüber nach, wieder ein Gehege für Elefanten zu bauen.

 Immer wieder kommen Gedanken auf, wieder ein Gehege für Elefanten im Tiergarten Nürnberg zu bauen.

Immer wieder kommen Gedanken auf, wieder ein Gehege für Elefanten im Tiergarten Nürnberg zu bauen.

In einem Bericht an den Kulturausschuss der Stadt ist jetzt zu lesen, dass der Bau einer Elefantenanlage (Kosten: 50 Millionen Euro) die Eintrittspreise für den Tiergarten erheblich in die Höhe treiben würde. Sechs bis acht Euro mehr würde das Ticket für einen Erwachsenen dann kosten.

Angedacht ist der Bau einer überdachten und klimatisierten Fläche von rund 6500 Quadratmetern. Zusätzlich sollen sich die Elefanten in einer Außenanlage von einer Größe von mindestens zweieinhalb Hektar die Füße vertreten können.

Der Tiergarten spricht sich klar für den Bau einer solchen Anlage aus. „Es ist nur eine Frage der Finanzierung“, ist am Schmausenbuck zu vernehmen.

Dabei rechnet man schon heute damit, dass eine Realisierung des Projekts Tierschutzorganisationen aufbringen würde. „Am größten ist der Protest bei Delfinen“, sagt Tiergartendirektor Dag Encke, „dann kommen große Bären und Elefanten.“ Dem Tiergarten geht es beim Bau einer Elefantenanlage aber nicht darum, durch eine weitere Attraktion mehr Besucher anzulocken. „Wir haben einen klaren Bildungsauftrag“, sagt Encke.

Wir wollen von Ihnen diesmal wissen: „Braucht der Tiergarten wieder ein Elefantengehege?“ Geben Sie Ihr Votum bitte auf NZ.de ab.

Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Gefallen Ihnen die Parks in Nürnberg?“ Teilgenommen haben 275 Leser. Mit Ja antworteten 31,6 Prozent, mit Nein 68,4 Prozent.

Soll die Eisbärenhaltung beendet werden?

Nach dem Tod der beiden Babys von Eisbärin Vera (Bild) im Nürnberger Tiergarten meldeten sich wieder einmal Tierschützer zu Wort: Die Eisbärenhaltung in Zoos solle eingestellt werden, forderte etwa der Tierschutzbund Bayern. Es sei schlichtweg nicht möglich, für diese Tiere in Zoologischen Gärten eine Umgebung herzustellen, die für die Aufzucht von Jungtieren geeignet sei. Auch nach dem Tod der zwei Jungtiere von Vilma im Januar dieses Jahres hatten Tierschützer schon ähnlich argumentiert.

Vergessen scheinen inzwischen die gelungenen Eisbärennachzuchten am Schmausenbuck in der Zeit zwischen 1948 und Anfang der 90er Jahre zu sein. Die machten damals allerdings auch nicht solche Schlagzeilen, wie es heutzutage beim Thema Eisbären der Fall ist. In jüngerer Zeit hat zum Beispiel bei Wilbär in der Stuttgarter Wilhelma die natürliche Aufzucht durch die Mutter funktioniert. Das fand jedoch in den Medien längst nicht ein so großes Echo wie die Handaufzuchten bei Knut und Flocke.

Der Nürnberger Tiergartenchef Dag Encke betont, dass auch in freier Wildbahn der Eisbärennachwuchs häufig kurz nach der Geburt stirbt, besonders wenn die Mütter noch jung und unerfahren sind, wie es auch bei Vera der Fall ist. Er ist überzeugt, dass Vera bei einem der nächsten Versuche ihre Kleinen erfolgreich großziehen wird. Eisbären gehören außerdem zu den beliebtesten Tieren und sind damit für Zoologische Gärten sehr attraktiv.

Wir wollen von Ihnen wissen:
[polldaddy|1218396]

Die Frage der vergangenen Woche lautete: Ist das Trinkgeldverbot für Müllmänner übertrieben? Mit Ja antworteten 75,8 Prozent, mit Nein 24,2 Prozent.

Wollen Sie Flocke live erleben?

Eisbrin_.JPGViele Flocke-Fans können es seit Monaten kaum noch erwarten, das Bärchen endlich einmal selbst zu erleben. Das Tier immer nur im Fernsehen – und dort meist noch in ziemlich veralteten Aufnahmen! – oder im Internet zu beobachten, ist einfach nicht dasselbe wie die echte Begegnung mit dieser charmanten Botschafterin Nürnbergs.
Am Mittwoch ist es nun so weit: Das Publikum darf dem Medienliebling erstmals einen Besuch abstatten. Die kleine Flocke wird im größeren der beiden Abteile der Eisbärenanlage im Tiergarten präsentiert. Zu Beginn nicht den ganzen Tag über, sondern nur ein paar Stunden lang am Vor- und Nachmittag – und auch nicht allein, sondern unter Aufsicht eines Pflegers. Die Zooleitung will die Gefahr ausschließen, dass ihrem Goldkind etwas passiert.

Es wird spannend: Kommen wirklich die prophezeiten riesigen Besucherströme, um das Eisbär-Baby möglichst bald zu sehen? Sind die Menschen dann bereit, sich mit Hunderten anderen auf einer eigens aufgebauten Tribüne zu drängen, um einen Blick auf das Objekt der Begierde werfen zu können? Versuchen die Nürnberger, lieber während der Woche zum Schmausenbuck hinaus zu fahren, um dem schlimmsten Rummel zu entgehen? Oder schrecken viele ganz zurück und warten erst mal ab, wie sich die Chose anlässt?
Möglicherweise nutzen auch Tierschutzaktivisten die weltweite (Medien-)Aufmerksamkeit, um gegen die Haltung der weißen Riesen in Zoos zu protestieren. Seit Monaten lassen sie immer wieder verlauten, dass Polarpetze als Zoobewohner denkbar ungeeignet seien. Dabei sind sie in ihrer Argumentation häufig unfair und scheren die Bedingungen in völlig unterschiedlichen Zoos über einen Kamm. Nürnberg ist in der glücklichen Lage, eine der weitläufigsten und naturnähesten Eisbären-Anlagen in ganz Europa zu besitzen. Aber klar: Die Arktis lässt sich am Schmausenbuck nicht nachbauen.

In unserer Wochenfrage möchten wir diesmal von Ihnen wissen: Wollen Sie Flocke live erleben? Abstimmen können Sie wie immer ab Montag auf der NZ-Homepage. Ihre Meinung zu Flocke können Sie auch im Tiergarten-Blog der NZ kundtun.

Gefällt Ihnen "Flocke"?

OBN Maly gibt Eisbär-Namen bekanntDas Eisbär-Mädchen muss sich nicht umstellen. Seine Pfleger haben es ohnehin immer schon „Flocke“ genannt, so dass die Kleine sich um das Theater, das um die Namensfindung gemacht wurde, nicht weiter scheren muss.

Die großen Menschen können das kleine Bärlein wiederum endlich entsprechend vermarkten. Da gab es bei „Flocke“ zwar ein paar Hürden, die von der Jury aber offenbar als überwindbar angesehen wurden. So ist beispielsweise die Internetadresse flocke.de längst an einen Leipziger Schokoladenhersteller vergeben.  Ähnliche Schwierigkeiten hätten sich aber auch bei den anderen Namen ergeben.

Mit „Flocke“ wurde zudem jener Name gewählt, der auch bei der Bevölkerung am besten ankommt. In der NZ-Umfrage lag „Flocke“ weit vor „Bärbel“ und „Smilla“. Der im Wahlkampf stehende Oberbürgermeister Ulrich Maly, der zu Beginn  der Handaufzucht noch angekündigt hatte, die Nürnberger an der Namenswahl zu beteiligen, muss sich also nicht den Vorwurf gefallen lassen, selbstherrlich über die Bevölkerungsinteressen hinweg gegangen zu sein.

Doch es gab auch Kritik am Namen „Flocke“. Schließlich wachse der Name nicht mit, so dass das Bärchen in ein paar Monaten eigentlich in „Schneeball“ und später in „Lawine“ oder „der weiße Tod“ umgetauft werden müsste. Auch von der Gefahr, dass wie schon zuvor bei Knut, jetzt zahlreiche Eltern ihrem Nachwuchs den Tiernamen „Flocke“ verpassen, wurde gewarnt.

Wir wollen von Ihnen wissen, ob Sie mit dem Namen einverstanden sind. Natürlich wird die Namensgebung auch Thema unserer Leserfrage sein, die ab Montag auf der NZ-Webseite zu finden ist.

Die NZ und der Eisbär

EisbärchenNun gibt also auch „Senf dazu“ seinen Senf zum Eisbären dazu. Allerdings nur mit einem Hinweis zum Zurechtfinden. Den Tiergarten und somit auch den kleinen Bären behandelt weiterhin das NZ-Blog „Achtung, Wolf!“. Dort sind auch die zahlreichen Namensvorschläge nachzulesen. Aus diesen (aber auch den schriftlich oder per Mail eingegangenen) Vorschlägen hat die NZ-Lokalredaktion die 15  am häufigsten genannten herausgepickt und seit Montag zur Wahl gestellt. Bis Freitag können Sie noch abstimmen, dann will die Stadt Nürnberg den Namen bekannt geben.

Zudem gibt es eine eigene Eisbär-Seite, auf der die wichtigsten NZ-Beiträge zum Eisbär-Baby zusammengefasst sind. Dort ist natürlich auch das Video zu sehen, das die Kleine erstmals mit geöffneten Augen zeigt. Auch das NZ-Blog Vip-Raum hat einen Beitrag zum Thema Eisbär.

Sollten Sie im NZ-Angebot etwas vermissen oder sollte Ihnen die Eisbären-Mania langsam zu viel werden, dann können Sie uns hier gerne einen entsprechenden Kommentar hinterlassen.