Kann der Club den Klassenerhalt schaffen?

„Auf jeden Aufstieg“, meinte Achim Stocker einmal weise, „folgt auch wieder ein Abstieg.“ Der inzwischen verstorbene damalige Präsident des SC Freiburg wusste, wovon er sprach. Viermal mussten die Breisgauer das Oberhaus, in das sie erstmals 1993 einzogen, wieder verlassen, zuletzt 2015. An diesem Wochenende durfte gejubelt werden, die Retttung glückte knapp, aber die Bundesliga bleibt für den SC ein Drahtseilakt.

Nun ist Freiburg zugegeben ein klassischer Underdog. Aber auch ein einstmals so arrivierter Verein wie der 1.FC Köln, zwischen 1963 und 1998 ununterbrochen erstklassig, kommt seit dem ersten Abstieg vor 20 Jahren nicht mehr aus dem Fahrstuhl heraus. Heuer geht es bereits zum sechsten Mal eine Etage tiefer.

Der Club hat sogar acht Abstiege aus der Bundesliga auf dem Konto – Rekord. Folgt in der kommenden Spielzeit die Nummer neun? Es wird jedenfalls keine einfache Aufgabe, den Ligaerhalt zu bewerkstelligen. Zumal mit Kevin Möhwald ein Leistungsträger Abschied nimmt. Auf der anderen Seite scheinen alle anderen Stammspieler zu bleiben, so dass der 1.FC Nürnberg die Mission Klassenerhalt mit einem eingespielten Ensemble angehen kann. Und mit Vereinen wie Mainz, Augsburg, Hannover oder eben Freiburg müsste das Team von Trainer Michael Köllner doch einigermaßen mithalten können. Vielleicht wird es davon abhängen, ob der ruhmreiche Altmeister die Euphorie des Aufstiegsjahres in die neue Saison hinüberretten kann.

Marco Puschner

Kann der Club den Klassenerhalt schaffen?