City-Point: Ist der Abriss sinnvoll?

In Nürnberg werden immerwieder markante Gebäude abgerissen – mal schmerzt ihr Verlust mehr, mal weniger. Meistens rücken die Bagger dann an, wenn ein Bauwerk zu marode ist, um es zu sanieren – etwa der AOK-Bau am Frauentorgraben. Die Nachricht, dass der City-Point aus dem Stadtbild verschwinden soll, kam allerdings überraschend. Das Einkaufszentrum steht schließlich seit vergleichsweise kurzer Zeit an der Stelle, wo sich einst das Hertie-Kaufhaus befand. 1999 ist das Gebäude eröffnet worden. Nun will es der Eigentümer, der Düsseldorfer Projektentwickler Development Partner, abreißen und durch einen Neubau ersetzen – untergebracht werden sollen Einzelhandel, Gastronomie, mehr Stellplätze und ein Hotel.

Nürnbergs Baureferent Daniel Ulrich sieht die Entscheidung positiv. Der Neubau, der optisch deutlich ansprechender ausfallen werde, bedeute eine Aufwertung der Innenstadt. Kritiker halten dagegen, dass damit Ressourcen und Energie verschwendet würden. „Die Wegwerfgesellschaft hat schon das Baugewerbe erfasst“, schreibt etwa ein Kommentator dazu im Internet.

Gabi Eisenack

City-Point: Ist der Abriss sinnvoll?

Altstadtfreunde: Lieber die Hotels abreißen!


Eigentlich wollte der Verein der Altstadtfreunde die Aktion als verspäteten Aprilscherz ignorieren. Nun hat er sich aber doch entschieden, sich zu dem provokanten Aufruf „Die Mauer muss weg!“ zu äußern.

Wie berichtet hat ein Bündnis von Kulturschaffenden dieser Tage mit dem Appell, die Nürnberger Stadtmauer als „Ausdruck einer in der Vergangenheit verhafteten Geisteshaltung“ abzureißen, für heftigen Wirbel gesorgt. Der Aufruf war nicht ernst gemeint, wurde aber vielfach ernst genommen und löste dementsprechend heftige Reaktionen aus. Die Altstadtfreunde hielten sich erst einmal mit Kommentaren zurück.

Jetzt aber haben sie sich doch noch zu Wort gemeldet. Schließlich, so der Vorsitzende der Altstadtfreunde, Karl-Heinz Enderle, gehörten dem Bündnis auch die „Freunde der Feinde der Altstadtfreunde“ an. „Wenn wir schon im Namen der Initiative genannt werden, dann dürfen wir auch mitlachen.“ Nicht ganz so gelassen wie der Verein selbst sähen den absurden Vorschlag allerdings die Nutzer der Altstadtfreunde-Facebook-Seite. Dort seien bislang schon 59 teils wütende Kommentare eingegangen.

Mit Hilfe ihrer Aktion hätten die „Künstler-Clowns“, so Enderle weiter, eine „progressive und innovative Architektur“ einfordern wollen. „Um die zu bewundern, muss man nicht gleich die Stadtmauer einreißen“, findet Enderle. „Die öden Hotelkisten in der Bahnhofstraße oder der im Zeitgeschmack der bewussten Hässlichkeit gestaltete Friedrich-Ebert-Platz zeigen, zu welchen Höchstleistungen sich moderne Architektur aufschwingen kann.“

Habt ihr noch andere Vorschläge, was man in Nürnberg abreißen könnte?

Dem Z-Bau droht das Aus

zbauDie Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer unter den Betreibern, Mietern und Freunden des Z-Baus: Das Kulturreferat empfiehlt, den Z-Bau zu schließen. Sogar ein Abriss des Gebäudes wurde ins Gespräch gebracht – und wird jetzt immer wahrscheinlicher.

Am Freitag, 30. April, sollte im Kulturausschuss die Zukunft des Z-Bau besiegelt werden. Grundlage für die Entscheidung, wie es mit dem Kulturzentrum weitergeht, bildete ein umfassendes Papier des Kulturreferates. weiter lesen