Postzustellung: Reicht dreimal pro Woche?

„Wenn der Postmann nur noch dreimal die Woche klingelt“, könnte in Anlehnung an einen Filmklassiker ein Modellversuch der Deutschen Post überschrieben werden. In 18 ausgewählten Bezirken in Deutschland können die Bürger wählen, ob sie die Post nur noch dreimal die Woche, einmal als Sammelzustellung oder weiterhin täglich bekommen wollen. Wer die Variante „täglich“ bevorzugt, bekommt seine Schreiben dann aber an den Arbeitsplatz geliefert – und auch nur noch fünfmal pro Woche.

Es sollen neue Zustelloptionen getestet werden, sagt das Unternehmen. Das klingt wie Schönfärberei für eine Sparaktion. Deswegen sieht die Gewerkschaft Verdi den Testlauf kritisch. Sie befürchtet, die Post wolle sich aus ihrem Auftrag der flächendeckenden Grundversorgung herausmogeln, und bangt um die Arbeitsplätze der Postboten.

Auf der anderen Seite scheint es nachvollziehbar, dass die Post angesichts einer sich verändernden Kommunikationspraxis neue Wege beschreiten will. Der Brief wird in Zeiten der elektronischen Kommunikation (E-Mail, SMS, Whats App) immer seltener benötigt. Verdi hält dem entgegen, dass der Briefmarkt bislang einigermaßen stabil sei – wenn die Post nun aber die Zustellungsfrequenz verringere, mache sie die Dienstleistung unattraktiver und säge sich den eigenen Ast ab.

Marco Puschner

Postzustellung: Reicht dreimal pro Woche?

Ist der Gewerbesteuer-Erlass für Karstadt richtig?

KarstadtNobel, nobel: Die Stadt Nürnberg erlässt Karstadt die Gewerbesteuer, wie andere deutsche Städte auch. Dieses Entgegenkommen soll zur Rettung der Warenhauskette beitragen – und damit zur Erhaltung der Arbeitsplätze. 600 sind das in den beiden Nürnberger Karstadt-Häusern an der Lorenzkirche und in Langwasser zusammengenommen. Wie hoch genau die Summe ist, die Nürnberg von Karstadt nicht verlangt, darüber schweigt sich Stadtkämmerer Harald Riedel (SPD) aus und beruft sich dabei auf das Steuergeheimnis. weiter lesen