Ist das Winterdorf eine gute Idee?

AugustinImmobilienentwickler Gerd Schmelzer will auf dem noch nicht bebauten Augustinerhof-Areal eine Eislaufbahn mit bis zu acht Verpflegungsbuden errichten. Losgehen soll es mit dem Winterdorf zum Beginn des Christkindlesmarkt. In der NZ-Redaktion gehen die Meinungen über diese Idee auseinander.

Pro: Was sollte gegen eine Eislaufbahn mitten in der Altstadt einzuwenden sein? Man stelle sich das nur einmal vor: Vor wunderschöner Kulisse Schlittschuhlaufen, hinterher einen wärmenden Becher Glühwein schlürfen.
Anders läge der Fall freilich, wenn Schmelzer eine Bierzelt-Disco mit lauter Musik planen würde. Doch das hat er ausdrücklich verneint. Und wer keine Lust auf noch mehr Weihnachtsstimmung in Nürnberg hat, geht einfach nicht hin. Um das Augustinerhof-Gelände kann man schließlich problemlos einen großen Bogen machen. sieb

Contra: Es geht nicht ums Eislaufen, denn damit kann man angesichts der hohen Energiekosten bei einem solchen Projekt keinen Gewinn machen. Die Eislaufbahn ist nur der Aufhänger, um noch mehr Buden mit Glühwein und Bratwürsten in der Altstadt unterzubringen. Es besteht die Gefahr, dass der sorgsam gepflegte Charakter des Christkindlesmarkts gestört wird. Noch mehr Klamauk und Gedudel im Umfeld würden nicht zur weihnachtlichen Stimmung passen. Ein Eventweihnachtsmarkt neben dem Christkindlesmarkt stört. Es sei denn er ist sehr gut gemacht und fügt sich ein. fis

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Die Leserfrage der vergangenen Woche lautete: Haben Sie Angst um Ihren Arbeitsplatz? Mit Ja antworteten 47,2 Prozent, mit Nein 52,8 Prozent.

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Eine Überraschung war das sicher nicht. Doch nun ist es amtlich: Der Berliner Architekt Volker Staab hat den Wettbewerb für die Bebauung des Augustinerhofs gewonnen. Staab hat mit dem für den Augustinerhof verantwortlichen Investor, dem früheren Club-Präsidenten Gerd Schmelzer, bereits bei den Sebalder Höfen zusammen gearbeitet. Von Staab stammen auch die Pläne für das Neue Museum in Nürnberg.

Staabs Entwurf zeich­net sich durch zwei nach Süden hin auseinanderlaufende Gebäudereihen aus. Vom Eingang in der Winkler­straße aus gesehen bildet sich ein trichterförmiger Platz Richtung Peg­nitz aus. Die Öffnung zum Haupt­markt soll ein in der Nacht gut ausge­leuchtetes, acht Meter hohes Portal bilden. Die Bebauung in der neuen Gasse hat keine einheitliche Trauf­höhe. Direkt gegenüber der neuaposto­lischen Kirche soll das neue Hotel ent­stehen. Zwischen 22 und 23 Meter hoch ist das Hotelgebäude – so hoch wie der zweite Entwurf von Jahn, der als „geplatzte Weißwurscht“ von der Bevölkerung abgelehnt wurde.

Kritik gab es aber bereits an den von Staab vorgeschlagenen Materia­lien für das Dach und die Fassade; konkret an den rot gestrichenen Glasziegel und den Sandstein­fliesen. Auch die Fens­terformate stießen auf wenig Zustimmung. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly freute sich dagegen darüber, dass „ein Stück Stadt, das in den Köp­fen der Fußgänger nicht vorhanden ist, wiederbelebt wird“. Von den 5230 Quadratmetern des Grundstücks seien immerhin 2300 Quadratmeter für die Öffentlichkeit zugänglich. Der OB lobte die ruhigen Bauformen und dass es gelungen sei, die „Südwest-Sonne hineinzuziehen“. Staabs Entwurf füge sich gut in die Umgebung ein, ohne sich auf den Boden zu werfen.

Auf dem lange brach liegenden und als „Rattenloch“ bezeichneten Areal sind neben einem Hotel mit 150 Zimmern, Läden, Büros und Appartements vorgesehen. Baubeginn für das 70 Millionen teure Vorhaben soll Ende 2009 sein.

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Die Frage der vergangenen Woche lautete: Soll das Rauchverbot gelockert werden? Mit Ja antworteten 26,8 Prozent, mit Nein 73,2 Prozent