Klassik-Open-Air: Passt das Konzept für den Verkehr?

Die Polizei hat dieses Jahr zusammen mit der Stadt Nürnberg ein neues Verkehrskonzept für das Klassik-Open-Air erarbeitet. So wurden einige Straßen für den Durchgangsverkehr gesperrt und der Verkehr umgeleitet (Foto: Michael Matejka). Die Polizei und die Stadt Nürnberg sahen im neuen Verkehrskonzept wichtige Verbesserungen: Die Maßnahme sollte die Sicherheit der Veranstaltung erhöhen.

Außerdem versprachen sich die Verantwortlichen mehr Verkehrssicherheit für Fußgänger, die aufgrund der Zufahrtssperren die Straße einfach überqueren konnten. Andererseits erforderte die Umsetzung einen höheren Aufwand für die Polizei und einiges an Umstellungen für die Autofahrer, die nicht zum Klassik-Open-Air wollten. Ella Schindler

Klassik-Open-Air: Passt das Konzept für den Verkehr?

Soll das Sozialticket eingeführt werden?

Im vergangenen Jahr kam es zum großen Knall unter den Stadträten der Linken Liste, und Hans-Joachim Patzelt sowie seine einstigen Mitstreiterinnen Marion Padua sowie Eylem Gün gehen seither getrennte Wege. In einem ist sich das Trio aber nach wie vor einig: Die Stadt braucht ein Sozialticket, damit Menschen mit wenig Einkommen nicht von der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs ausgeschlossen werden.

Durch die nunmehr vom Stadtrat beschlossene Anhebung der Preise für Bus und Bahn um 30 Prozent bis 2015 erhält dieses Argument neue Nahrung. Auch die Jusos und die ÖDP sind für die Einführung eines solchen Tickets, mit dem sozial Benachteiligte die Verkehrsmittel der VAG verbilligt nutzen könnten. Die VAG sagt indes, es gebe bereits ein Sozialticket, auch wenn es offiziell nicht so heißt – immerhin dürften die Besitzer des Nürnberg-Passes, der Bedürftigen ausgestellt wird, eine Monatskarte der Tarifstufe 2 (Nürnberg, Fürth, Stein) für 30,80 Euro lösen (statt 50,50). Dieses Ticket sei auch nicht von den Erhöhungen betroffen.

Dennoch halten es die Sozialticket-Befürworter für zu teuer und 15 Euro für einen angemessenen Preis. Sie glauben, dass dadurch wesentlich mehr ärmere Menschen Bus und Bahn nutzen würden und so dieses Sozialticket der VAG auch keine Verluste bescheren würde. Derzeit läuft eine Studie, die bis 2012 die Wirtschaftlichkeit eines Sozialtickets ermitteln soll.

Wir wollen aber in unserer Leserfrage schon jetzt von Ihnen wissen: „Soll das Sozialticket eingeführt werden?“ Diskutieren Sie mit uns!

Soll Alkohol in Bussen und Bahnen verboten werden?

42372915Seit Monaten wird immer wieder über ein Ess- und Trinkverbot in Bussen und Bahnen diskutiert. Die VAG hat dazu im Sommer eine repräsentative Umfrage unter ihren Fahrgästen durchgeführt und feststellen müssen, dass Essen und Trinken bei der Mängelliste nicht an erster Stelle stehen. Wohl aber der Alkohol. 77 Prozent der befragten Fahrgäste sehen es negativ, wenn in Bussen und Bahnen Alkohol getrunken wird. Die VAG plant deshalb ein Alkoholverbot zum 1. Januar einzuzuführen. Sie verweist dabei auf gute Erfahrungen mit einem Verbot in Bamberg und München. Geplant sind Schwerpunktkontrollen mit der Polizei vor allem im Vorfeld von Fußballspielen. Auch erhofft sich die VAG mit dem Verbot, eine Handhabe gegen das „Vorglühen“ von Jugendlichen zu haben. Dem Alkohol-Verbot muss allerdings noch der Aufsichtsrat der VAG zustimmen.

Kritiker des Verbots wie SPD-Stadtrat Jürgen Fischer wenden ein, dass Verbote auch kontrolliert werden müssen und es schwierig sei, nachzuprüfen, was in den Flaschen sei, die mitgeführt werden. Auch helfe ein Verbot nicht, sich gegen Pöbeleien und schlechten Witzen von Betrunkenen in Bussen und Bahnen zu schützen. „Eine Fahrt in der U-Bahn ist doch schnell vorüber“, sagte Fischer im Verkehrsplanungsausschuss.
Wir wollen in unserer Leserfrage diesmal von Ihnen wissen: Soll Alkohol in Bussen und Bahnen verboten werden? Geben Sie Ihr Votum bitte hier ab.

Die Frage der vergangenen Woche lautete: Soll der Wöhrder See erhalten werden? Mit Ja antworteten 87,6 Prozent, mit Nein 12,4 Prozent. fis

Haben Sie noch Vertrauen in die Bahn?

urn:newsml:dpa.com:20090101:100722-99-01183Alle Wetter, die Bahn! Der einstige Werbeslogan hat einen ganz neuen Beigeschmack bekommen. Erst kapitulierten letzten Winter ICE-Züge reihenweise vor der Kälte. Jetzt bringt die Hitze das hochmoderne Reisegerät in Probleme. Die Klimaanlagen streiken – tausende Fahrgäste litten unter Sauna-Temperaturen, auf der Strecke Berlin-Köln kollabierten zahlreiche Reisende im Zug, in Bielefeld musste bald eine halbe Schulklasse ins Krankenhaus gebracht werden. Ein Desaster.

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Sind Sie mit der Bahn zufrieden?

Zugausfl.JPGNun, eigentlich gehört die Bahn ja uns Steuerzahlern. Doch das haben die Vorstände der Bahn sowie der mittlerweile als Lügner entlarvte Minister Wolfgang Tiefensee wohl aus dem Auge verloren. Aus dem Auge verloren haben sie aber auch die gegenwärtige Finanzkrise. Denn die Lehren, die sogar in Finanzfragen Unbeleckte daraus ziehen können, sind doch die: keine Börsengänge, Privatisierungen und Finanzanreize für Manager mehr. Vor allem nicht so, wie bei der Bahn praktiziert, dass man alles andere auch noch diesen, falschen Schritten unterordnet.

Der Fahrgast spielt nämlich bei der Verfolgung solch großer Ziele schon längst keine Rolle mehr. Da wird dann mit Herstellern von Zügen gepokert, werden gleichzeitig mit den Gehältern die Fahrpreise erhöht, werden Verspätungen, Zugausfälle, Unbequemlichkeiten  und Nervungen in Kauf genommen. Das Reisen mit der Bahn wird mehr und mehr zur Geduldsprobe. Die Radsätze der kompletten ICE-T-Reihe müssen auf Risse kontrolliert werden. Denn diese könnten schuld sein an der Entgleisung eines ICE in Köln vor einigen Wochen. Die Folge sind Zugausfälle oder der Einsatz von Ersatzzügen. Diese kommen jedoch häufig verspätet an, weil sie die ICE-Geschwindigkeiten nicht erreichen. Informieren können sich die Kunden bei Hotlines, am Bahnhof und im Internet. Trotzdem sieht man verzweifelte Menschen an den Gleisen. Bis Februar wird es durch die Kontrollen noch zu Einschränkungen kommen und schon jetzt liegen die Nerven blank. Ein weiteres Ärgernis: An den Preiserhöhung von bis zu sechs Prozent zum 14. Dezember will die Bahn trotz aller Probleme festhalten. Dennoch gibt es auch Stimmen, die sagen, man solle nicht ständig auf der Bahn herumhacken, in einem so großen Unternehmen könne nicht immer alles reibungslos ablaufen. Zudem hätte die Bahn beim letzten Streik  ein vorbildliches Krisenmanagement gezeigt

Wir wollen deshalb von Ihnen wissen: Sind Sie mit der Bahn zufrieden? Ihr Votum können Sie ab Montag hier abgeben.
Die Frage der vergangenen Woche lautete: Soll die GEZ abgeschafft werden? Mit Ja antworteten 78,9 Prozent, mit Nein 21,1 Prozent.

Nervt Sie der Streik der Lokführer?

streik-klein.jpgZurzeit werden sogar Nicht-Meldungen zu Schlagzeilen: „Für nächste Woche keine Streiks angekündigt“ oder „Bahn-Chaos blieb aus“. Denn die Lokführergewerkschaft GDL und die Deutsche Bahn (DB) streiten sich schon seit Monaten um einen Tarifvertrag. Die Folge: Immer wieder kommt es zu Streiks, immer wieder müssen sich Bahnkunden nach Notfahrplänen richten und manchmal stundenlang auf einen Zug warten. Seit neuestem ist auch der Güterverkehr von den Streiks betroffen.Und so wird es wohl noch lange bleiben: Der Tarifkonflikt ist extrem festgefahren. Nach den Streiks in der letzten Woche droht die GDL nun mit einer unbefristeten Arbeitsniederlegung, wenn die Bahn kein neues Angebot vorlegt. An den Verhandlungstisch wollen beide Parteien nur unter bestimmten Voraussetzungen, die der jeweils andere zu erfüllen habe.

Seltsam nur, dass GDL-Vorsitzender Manfred Schell und Bahn-Personalchefin Margret Suckale dazu bereit waren, sich in der Talkshow „Anne Will“ zu treffen.