Gefallen Ihnen die Pläne zum Bahnhofsvorplatz?

Das Chaos vor dem Hauptbahn­hof soll ein Ende haben, das Tor zur Altstadt ein ordentliches Er­scheinungsbild bekommen. Wer künftig das Gebäude verlässt und ins Zentrum möchte, muss auch nicht mehr in die Unterwelt abtauchen, sondern kann gerade­wegs über den Platz gehen.
Lange hat es gedauert, bis die Stadtverwaltung nun ihre Pläne vorstellen konnte. Unter anderem werden die Taxis umziehen, wer seinen Pri­vatwagen abstellen will, soll nach Möglichkeit ins Parkhaus fahren und für alle, die mal eben jeman­den aus dem Auto aussteigen las­sen, gibt es auch einen speziellen Platz. Verändert wird, das war auch der Wunsch der Politik, das Beleuchtungskonzept. Der Bahn­hofsvorplatz (Foto: Claus Hirche, architektur & design) wird heller ange­strahlt, was der Sicherheit zuträg­lich sein soll.
Der ganz große Wurf hätte nach Meinung von Baureferent Daniel Ulrich anders ausgesehen. Unter anderem hätte man, wäre Nürn­berg eine wohlhabende Stadt, den Verkehr unter die Erde verlegen können. So aber ist eine kleine Lösung für die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes zustande ge­kommen.

Gabi Eisenack

Gefallen Ihnen die Pläne zum Bahnhofsvorplatz?

Bahnhofsplatz: Was halten Sie von den neuen Plänen?

Nuernberg, 10.03.2013 Sonntagsausflug , Tag der Offenen Tür / Tuer im Grandhotel , Blick von einer Suite auf den Bahnhofsplatz und den Hauptbahnhof Ressort:  Lokales  Foto: Stefan Hippel
Die meisten Nürnberger Plätze könnten besser gestaltet werden. Doch es mangelt an guten Ideen, aber auch am Geld. Für einen der hässlichsten Plätze im Stadtgebiet zeichnet sich jetzt aber Besserung ab: den Bahnhofsvorplatz. Die von Baureferent Daniel Ulrich und Verkehrsplaner Frank Jülich vorgestellten Pläne sind bei CSU und SPD bereits auf positive Resonanz gestoßen.

Es sei zwar nicht „der ganz große Wurf“, entschuldigt sich Ulrich. Bei diesem hätte man den Autoverkehr unter die Erde verbannt. Doch das hätte Hunderte von Millionen Euro gekostet. Angesichts der finanziellen Spielräume der Stadt sei das nicht fianzierbar.

Die jetzigen Pläne bringen etliche kleinere Verbesserungen am Vorplatz des Hauptbahnhofs (siehe auch Grafik unten):

1. Von der Mittelhalle des Hauptbahnhofs aus wird es einen ebenerdigen Fußweg über den Bahnhofsplatz zur Brücke des Handwerkerhofs geben. Für die Autofahrer wird dies kein weiteres Hindernis bedeuten, denn die Schaltung der Fußgängerampel lässt sich in die vorhandenen Ampelintervalle integrieren.

2. Die Parkplätze für Kurzparker sollen wegfallen. Den frei werdenden Raum sollen die Taxifahrer bekommen. Da das Bahnhofsparkhaus, das noch über freie Kapazitäten verfügt, sollen dort die Kurzparker aufgenommen werden. Für diejenigen, die nur jemanden am Bahnhof aus dem Auto kurz aussteigen lassen, werden sogenannte Kiss-and-Ride-Parkplätze auf dem jetzigen Taxistand angelegt.

3. Die VAG-Straßenbahninsel soll komplett barrierefrei umgebaut werden. Dafür fällt auch eine Abbiegespur Richtung Eilgutstraße, die schon in den vergangenen Monaten gesperrt war, und kaum mehr benutzt wird, weg.

4. Vor dem Grand Hotel soll ein zweispuriger Radweg angelegt werden. Der Platz ist vorhanden, weil die Rechtsabbiegespur in den Königstrograben, die kaum genutzt wird, wegfällt.

5. Am Frauentor ist geplant, den Fußgängerweg zu verbreitern. Dafür muss ein Brüstung abgesenkt werden. Vor dem Rundbau sind einige Taxiparkplätze geplant. Je nachdem, welcher Entwurf verwirklicht wird, der die ehemalige Hauptpost ersetzen soll, kann auch noch ein kleiner Platz entstehen.

Rund fünf Millionen Euro sollen die Einzelmaßnahmen kosten. Demnächst sollen sich die Stadträte in den zuständigen Ausschüssen um die Details kümmern.

Was halten Sie von den Plänen?

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