Soll die Eisbärenhaltung beendet werden?

Nach dem Tod der beiden Babys von Eisbärin Vera (Bild) im Nürnberger Tiergarten meldeten sich wieder einmal Tierschützer zu Wort: Die Eisbärenhaltung in Zoos solle eingestellt werden, forderte etwa der Tierschutzbund Bayern. Es sei schlichtweg nicht möglich, für diese Tiere in Zoologischen Gärten eine Umgebung herzustellen, die für die Aufzucht von Jungtieren geeignet sei. Auch nach dem Tod der zwei Jungtiere von Vilma im Januar dieses Jahres hatten Tierschützer schon ähnlich argumentiert.

Vergessen scheinen inzwischen die gelungenen Eisbärennachzuchten am Schmausenbuck in der Zeit zwischen 1948 und Anfang der 90er Jahre zu sein. Die machten damals allerdings auch nicht solche Schlagzeilen, wie es heutzutage beim Thema Eisbären der Fall ist. In jüngerer Zeit hat zum Beispiel bei Wilbär in der Stuttgarter Wilhelma die natürliche Aufzucht durch die Mutter funktioniert. Das fand jedoch in den Medien längst nicht ein so großes Echo wie die Handaufzuchten bei Knut und Flocke.

Der Nürnberger Tiergartenchef Dag Encke betont, dass auch in freier Wildbahn der Eisbärennachwuchs häufig kurz nach der Geburt stirbt, besonders wenn die Mütter noch jung und unerfahren sind, wie es auch bei Vera der Fall ist. Er ist überzeugt, dass Vera bei einem der nächsten Versuche ihre Kleinen erfolgreich großziehen wird. Eisbären gehören außerdem zu den beliebtesten Tieren und sind damit für Zoologische Gärten sehr attraktiv.

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