Eventpalast: Was kommt da auf die Anwohner zu?

eventpalastDen Fluglärm müssen sie eh schon erdulden, jetzt befürchten die Anwohner in Almoshof und Lohe, dass sie künftig auch noch ständig Partylärm hören müssen. Warum? Weil die Eventagentur werk:b einen ganzjährigen „Eventpalast“ plant. Und weil eine andere Tageszeitung einen Artikel geschrieben hat, der den Eventpalast als lärmendes Monstrum erscheinen lässt. Bei einer Informationsveranstaltung bemühten sich die Veranstalter, Verantwortliche der Stadt und des Flughafens nun um einen echten Dialog mit den Bürgern. Keine Halligalli-Vollgas-Feiern, dafür viele Messen, Konferenzen und Ausstellungen – so stellen sich die Veranstalter ihr Projekt zumindest vor. Nur ab und zu soll das geplante Edelzelt (auf dem Foto sieht man schon mal, wie werk:b es sich vorstellt), das fünf Jahre lang am Flughafen bleiben soll, wirklich maximal ausgelastet werden. Maximal, das heißt mit 2500 Menschen. Sollten sich die Anwohner gestört fühlen, dürfen sie sich – wie zu WM-Zeiten auch – jederzeit an eine Beschwerde-Hotline wenden. Damit es gar nicht so weit kommt, will werk:b dafür sorgen, dass auf die Anwohner möglichst wenig Probleme zukommen. Günstige Parkmöglichkeiten sollen etwa verhindern, dass Gäste der Veranstaltungen ihre Autos irgendwo im Acker abstellen.

„In Nürnberg braucht es eine Veranstaltungsfläche in dieser Größe“, sagt Christian Kohlert von werk:b. Gibt es sie nicht, so könne es passieren, dass Veranstalter in andere Städte ausweichen. Welche Folgen das für die Anwohner tatsächlich hat, muss sich erst noch zeigen. Fürs erste zeigten sie sich nach der Informationsveranstaltung erst einmal beruhigt. Wie aber sehen Sie das? Was muss beim Bau des Edelzeltes unbedingt beachtet werden, um die Feierei für alle Seiten möglichst angenehm zu gestalten?

Julia Vogl