Abwrackprämie auch für Fahrräder?

Mit milliardenschweren Konjunkturpaketen und Steuergeldern für Banken will die Regierung der Wirtschaftskrise beikommen. Auch die Autobauer bekommen haufenweise Geld. Doch mit teuer subventionierten Neuwagen allein lässt sich die Krise nicht bekämpfen. Und der immer wieder beschworene Umweltschutz ist bei diesen Maßnahmen auch nur mit viel gutem Willen auszumachen.

Warum nicht Geld in kleinen Päckchen, bürger- und umweltfreundlich einsetzen? Mannheim macht es vor: Mit einer Abwrackprämie für Fahrräder. FDP, Freie Wähler und ÖDP im Stadtrat fordern nun, dass auch Nürnberg eine Prämie für alte Drahtesel zahlt. Diese sollen dann von der NOA aufgemöbelt werden. Das schafft Arbeit – und die so auf Vordermann gebrachten Räder sollen den Bürgern kostenfrei geliehen werden.

Ein Fahrrad am Bahnhof ausleihen und am Südbad wieder abgeben, noch dazu für lau – wäre das nicht was? So wie im spanischen Barcelona. 36 Verleihstationen für städtische Fahrräder gibt es dort. Um dieses Modell in der gesamten Bundesrepublik umzusetzen, würden schon zehn Millionen Euro reichen, rechnen die Stadträte vor. Und es würde – gerade im Innenstadtbereich – viele Bürger zum Umstieg auf’s Rad animieren. Das ist gesund und umweltfreundlich. Und die Fahrradläden und -werkstätten würden es auch danken.

Andererseits – ein paar Fahrradbauer können die Krise auch nicht aufhalten. Und der Umstieg auf ein Leihrad wäre wohl oft doch nur ergänzend zur Autofahrt. Wir wollen deshalb von Ihnen wissen: Soll es  eine Abwrackprämie auch für Fahrräder geben? Geben Sie Ihr Votum bitte hier ab.

Die Frage der vergangenen Woche lautete: Verunsichert Sie die neue Verpackungsverordnung? Mit Ja antworteten 86,3 Prozent, mit Nein 13,7 Prozent.     oelf