Soll der Hauptmarkt ganz umgestaltet werden?

Der Hauptmarkt gilt gemeinhin als gute Stube der Stadt. Deshalb soll er nun – noch – schöner werden. Die Frage ist nur: wie?

Der Bund Naturschutz hätte gerne Bäume an der Nordseite stehen, die Neptunbrunnen-Freunde möchten das voluminöse Prachtstück aus dem Stadtpark entführen und an seinen angestammten Platz auf dem Hauptmarkt zurückholen. Das wird – schon allein aus Kostengründen – in absehbarer Zeit aber nicht geschehen.

Geschehen soll trotzdem etwas. Deshalb wird derzeit heftig über die Frage diskutiert, ob der Platz nun komplett neu gepflastert werden soll oder nicht. Das Baureferat will keine halben Sachen machen und plädiert für die Komplett-Variante. Wenn schon denn schon. Dem Kämmerer wiederum würde diese Entscheidung Schmerzen bereiten. Für die Sanierung des Obst- und des Hauptmarktes stehen der Stadt sechs Millionen Euro zur Verfügung. Würde die gute Stube komplett runderneuert, wäre für andere Projekte kein Geld mehr da. Auch Wirtschaftsreferent Roland Fleck ist deshalb für die kleine Lösung: Er hätte gerne die Westseite und den Bereich um die Frauenkirche – samt Brautkehre – erneuert. Dabei, sagte er kürzlich (die NZ berichtete), könnte die Stadt bis zu zwei Millionen Euro einsparen. Und diese freilich an anderer Stelle ausgeben. „Es gibt schließlich noch ganz viele Ideen für die Altstadt, etwa die Öffnung hin zur Pegnitz.“ Und außerdem sei es doch ganz schön, keine ganz ebenmäßige Fläche zu haben. „Ein bisschen Wölbung darf schon sein.“

Eigentlich sollte der Gestaltungswettbewerb für den Obst- und Hauptmarkt so bald wie möglich ausgeschrieben werden. Aber nach Flecks Meinung muss erst einmal im Stadtrat über das Thema Hauptmarktgestaltung debattiert werden. Soll er nun ganz gepflastert werden oder nicht? Von Ihnen wollen wir diesmal wissen: Soll der Hauptmarkt ganz umgestaltet werden? Geben Sie Ihr Votum bitte in der Votingbox in der rechten Spalte der NZ-Homepage ab.

Die Frage der vergangenen Woche lautete: „Soll der Club den Sponsor wechseln?“ Mit Ja antworteten 39 Prozent, mit Nein 61 Prozent.