Stellen Sie auf Ökostrom um?

Fukushima war ein Weckruf: Plötzlich tragen wir wieder Anti-Atomkraft-Anstecker wie in den 80er Jahren, für die man noch vor einigen Monaten müde belächelt worden wäre. Doch um auf Atomkraft langfristig verzichten zu können, muss in alternative Technologien investiert werden. Ein Weg, das zu unterstützen, führt über den Bezug von Ökostrom. Dafür jedoch braucht es ein wenig mehr Zeit und Mühe als für das bloße Lippenbekenntnis: „Atomkraft – nein danke!“.

Man muss Anbieter vergleichen, muss sich informieren, wo die Gebühren tatsächlich in die Forschung fließen. Und nicht zuletzt ist da auch noch die Frage nach dem lieben Geld: Klar sind wir für regenerative Energien, aber mehr Geld für Strom zahlen? Und die Frage zu klären, ob Ökostrom tatsächlich drastisch teurer sein muss, würde wiederum Zeit kosten – und wer hat die schon?

Wir wollen in unserer Leserfrage diesmal von Ihnen wissen: „Nach Fukushima: Stellen Sie auf Ökostrom um?“ Geben Sie Ihr Votum bitte hier ab.

Die Frage der vergangenen Woche lautete: „Preiserhöhung: Gehen Sie noch in den Tiergarten?“ Mit Ja antworteten 47 Prozent, mit Nein 53 Prozent. sieb

Soll der Atomausstieg beschleunigt werden?

Natürlich ist es richtig, erst einmal an die Menschen in Japan zu denken und zu versuchen, zu helfen, wo man helfen kann. Ungeachtet dessen ist nach der Katastrophe von Japan in Deutschland die Diskussion um den Ausstieg aus dem von der vorigen Bundesregierung beschlossenen Atomausstieg neu entbrannt.

Auch in Deutschland gibt es Reaktoren, die in erdbebengefährdeten Gebieten liegen. Auch gegen Terrorangriffe sind die alten Kraftwerke nicht genügend geschützt. Insbesondere um die drei Risiko-Reaktoren Neckarwestheim, Isar 1 und Biblis machen sich nicht nur die unmittelbaren Anwohner Sorgen.Die von der schwarz-gelben Bundesregierung beschlossene Laufzeitverlängerung wird deswegen erneut scharf kritisiert.

Mit der Verlängerung der Laufzeiten hat die Bundesregierung übrigens auch die Verpflichtung zur Nachrüstung der Altanlagen abgeschafft- und nicht zu vergessen: Die Verlängerung der Laufzeiten um durchschnittlich zwölf Jahre verursacht etwa 4400 Tonnen zusätzlichen Atommüll, für den es bisher keine Endlagerungsmöglichkeit gibt.

Wir wollen daher diesmal in unserer Leserfrage wissen: Soll der Atomausstieg beschleunigt werden? Geben Sie Ihr Votum bitte auf der NZ-Homepage ab.

Die Frage der vergangenen Woche lautete: „Gefallen Ihnen die Namen der Eisbären?“ Mit Ja antworteten 29 Prozent, mit Nein 71 Prozent.