Sollen Eltern bei der Rente bevorzugt werden?

Das Aufziehen eines Kindes kostet viel Geld. Wer würde da widersprechen? Und Kinder sind unsere Zukunft, auch klar. Und so fordert die bayerische Sozialministerin Christine Haderthauer höhere Renten für Eltern. Sie schlägt vor, dass Kinderlose die Vergünstigungen finanzieren sollen.

Haderthauer stellt sich vor, dass für jedes Kind bis zum zwölften Lebensjahr der Rentenbeitrag eines Elternteils um 50 Euro monatlich ermäßigt wird. Zudem solle im Alter das Rentenniveau von Eltern weniger stark abgesenkt werden, als es wegen der demografischen Entwicklung sonst geschähe. Die erwarteten Kosten von 5,5 Milliarden Euro jährlich sollen Haderthauer zufolge durch Umschichtungen in der Rentenkasse zu Lasten Kinderloser finanziert werden.

In Berlin stieß der Vorschlag aus Bayern auf wenig Gegenliebe. So warf der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP, Heinrich Kolb, Haderthauer „mangelnde sachpolitische Kenntnis“ vor. Die Rente sei eine Anwartschaft, kein staatliches Almosen. Er verwies auf das Äquivalenzprinzip, wonach sich die Höhe der Rente nach Höhe und Dauer der einbezahlten Beiträge richtet. Alternativ schlagen die Liberalen vor, Eltern beim Aufbau einer privaten Altervorsorge zu unterstützen.

Wir wollen nun von Ihnen in unserer Frage der Woche wissen: Sollen Eltern bei der Rente bevorzugt werden? Geben Sie Ihr Votum bitte hier de ab.

Die Frage der vergangenen Woche lautete: Sollen Club-Fans schärfer kontrolliert werden? Mit Ja antworteten 61,3 Prozent, mit Nein 38,7 Prozent. we