Soll das Christkind täglich auf der Empore erscheinen?

Um sich im Reigen europäischer Metropolregionen besser behaupten zu können, müsse nicht nur die Marke Metropolregion Nürnberg weiter aufgebaut und mit Leben erfüllt werden, um Bewerber von außerhalb anzuziehen; auch die Willkommenskultur – „sie beginnt im Kopf, äußert sich oft in Zwischentönen unserer Sprache“ – und die allgemeinen Lebensumstände (Job-Angebot für den Partner, kulturelles Angebot wie der Umgang mit jungen Menschen von Schule bis Beruf) trage dazu bei, die Anziehungskraft unserer Metropolregion zu steigern.

Blicke man auf die wirklichen Highlights und Leuchtturmfunktionen der Metropolregion, lande man zumindest in Nürnberg, so von Vopelius, immer auch beim Christkindlesmarkt. Deshalb plädiere er dafür, das Christkind, als Alleinstellungsmerkmal des Nürnberger Markts, in der Adventszeit stärker in Szene zu setzen, um sich auch künftig gegenüber zahlreichen, durchaus attraktiven Weihnachtsmarkt-Nachahmern abgrenzen zu können. „Das Bild, das um die Welt geht, ist das Christkind auf der Empore bei der Eröffnung.“

Um nun einerseits die Figur des Christkinds ein Stück weit geheimnisvoll zu entrücken, sie andererseits aber konsequenter erlebbar zu machen, schlägt Dirk von Vopelius vor, das Christkind während des Christkindlesmarkts  täglich um 17 Uhr auf der Empore, gut inszeniert, erscheinen und eine wechselnde Adventsbotschaft verkünden zu lassen. „Eine solche Einrichtung hätte eine ganz andere Zugkraft auf Familien, als ein noch so schöner Markt“, erklärte der IHK-Präsident im NZ-Gespräch.

An die Botschaft „hier ist das Christkind zu Hause“, müsse man anknüpfen und auch den Beweis dieser Behauptung antreten. „Das wäre ein Alleinstellungsmerkmal, das uns niemand wegnehmen könnte.“

Wir wollen in unserer Leserfrage diesmal von Ihnen wissen: „Soll das Christkind täglich auf der Empore erscheinen?“