Klassik-Open-Air: Passt das Konzept für den Verkehr?

Die Polizei hat dieses Jahr zusammen mit der Stadt Nürnberg ein neues Verkehrskonzept für das Klassik-Open-Air erarbeitet. So wurden einige Straßen für den Durchgangsverkehr gesperrt und der Verkehr umgeleitet (Foto: Michael Matejka). Die Polizei und die Stadt Nürnberg sahen im neuen Verkehrskonzept wichtige Verbesserungen: Die Maßnahme sollte die Sicherheit der Veranstaltung erhöhen.

Außerdem versprachen sich die Verantwortlichen mehr Verkehrssicherheit für Fußgänger, die aufgrund der Zufahrtssperren die Straße einfach überqueren konnten. Andererseits erforderte die Umsetzung einen höheren Aufwand für die Polizei und einiges an Umstellungen für die Autofahrer, die nicht zum Klassik-Open-Air wollten. Ella Schindler

Klassik-Open-Air: Passt das Konzept für den Verkehr?

Klassik-Open-Air: Würden Sie Eintritt zahlen?

Seit 15 Jahren erfreut sich das Nürnberger Klassik-Open-Air (Foto: Stefan Hippel) riesiger Beliebtheit. Spielt das Wetter mit, bringt das Publikum dieser Sommer-Picknickkonzerte den Luitpoldhain an die Grenzen seiner Kapazität. Noch im hinterletzten Busch verstecken sich Zuhörer. Bereits am Morgen belegen die Ersten den Rasen. Klassikfans sind sie längst nicht alle.
Jetzt nur mal so ein Gedankenspiel: Was wäre eigentlich, wenn das Ganze Eintritt kosten würde? Dann kämen natürlich weniger Leute. Die Stadt Nürnberg als Veranstalter nähme vermutlich trotzdem erst mal mehr Geld ein. Heute sieht es so aus: Die zwei Klassik-Open-Airs – diesmal gibt es sogar drei – kosten sechsstellig. Zwei Fünftel des Budgets werden von Sponsoren getragen, weitere rund 20 Prozent durch den Verkauf von Ansteckern. Statistisch kaufte sich zu den besten Zeiten nur jeder neunte Besucher freiwillig so einen „Vogel-Pin“, der aktuell fünf Euro kostet. So bleiben also immer noch 40 Prozent der Ausgaben am Stadthaushalt hängen.
Ins Nürnberger Image freilich ist dieses Geschenk an die Bürger bestens investiert. Dennoch ließe sich auch eine moderate Eintrittsgebühr vertreten. Es treten schließlich Spitzenmusiker bei einzigartigem Flair auf – wo gibt’s die geschenkt? Auf dem Berliner Gendarmenmarkt und am Münchner Odeonsplatz muss man für ähnliche Open-Airs Karten kaufen, keine Frage. Ein Grund, warum Nürnberg davon absah, war immer auch, dass die Kosten für Absperrung, Kartenvertrieb und -kontrolle die Einnahmen wieder stark dezimieren oder sogar aufheben.
Eine schwierige Abwägung, die zuletzt auch noch vom Wetter abhängt. Das Rechenergebnis also erst mal ausgeblendet, wollen wir hier nur ein Gefühl abfragen.

Isabel Lauer

Klassik-Open-Air: Würden Sie Eintritt zahlen?