Sind Autorennen noch zeitgemäß?

Das Norisring-Rennen (Foto: Ralf Rödel) gehört zu den Höhenpunkten des Sportjah­res in Nürnberg. Auch diesmal verfolgten wieder Zehntausende Besucher das Geschehen. Sie kommen, weil sie fasziniert sind von der Technik, von der (be­grenzten) Macht des Menschen über die Maschine, von der Geschwindigkeit. Wer einmal auf der Tribüne sitzt, kann sich dem Flair der Veranstaltung schwer­lich entziehen. Doch: Ist diese Art von Sport heute wirklich noch zeitgemäß? Die Menschen leiden unter dem Lärm in den Städten, sie leiden unter schlechter Luft. Warum also einer Faszination anhängen, die dazu beiträgt und dann auch noch gefährlich ist? Andererseits: Treibhausgase verursacht schließ­lich jeder, der mit dem Auto unter­wegs ist. Und lebensgefährlich kann auch Skifahren sein.

Gabi Eisenack

Sind Autorennen noch zeitgemäß?

Stören Sie die Skater auf dem Kornmarkt?

Eigentlich tun sie genau das, was wir wollen: Sie saufen und sie grölen nicht. Sie treiben Sport, sind ehrgeizig und motiviert. Und doch erregen sie Unmut: Die Skater auf dem Kornmarkt haben immer wieder Ärger. Weil es Geräusche macht, wenn sie mit ihren Brettern rollen, springen und landen. Und weil sie gerne das Inventar des Platzes für ihre Kunststücke nutzen. Doch ganz verjagen will sie offensichtlich auch niemand. Zumindest wurde das im Jugendhilfeausschuss von allen Seiten bekundet. Man wolle sich mit den Skatern zusammensetzen und einen Kompromiss finden.

Das klingt erfreulich, denn wäre es nicht schade, wenn die jungen Leute von ihrem Stammplatz verscheucht würden? Sie haben doch ohnehin kaum Möglichkeiten, im öffentlichen Raum ihren Hobbys nachzugehen. Immer heißt es gleich, sie seien zu laut und überhaupt irgendwie störend. Als ob es schön wäre, in einer schweigenden Stadt zu leben, in der nur noch Baustellen, Autos, Flugzeuge und Rettungsfahrzeuge Geräusche machen.

Freilich muss niemand Horden besoffener Partylöwen vor seiner Haustür akzeptieren. Die nerven, das ist klar. Aber darum geht es beim Kornmarkt-Streit auch gar nicht. Es geht um Jugendkultur in einer Großstadt. Von Ihnen wollen wir diesmal in unserer Leserfrage wissen: „Stören Sie die Skater auf dem Kornmarkt?“