Sollen die Sommerferien verkürzt werden?

In Bayern ist die sechste und damit letzte Ferienwoche angebrochen. Manche Eltern zählen schon die Tage, bis die Schule endlich wieder losgeht. Wenn der Nachwuchs allmählich beginnt, sich zu langweilen, wird das Familienleben anstrengend.  Auch Aleksander aus Estland findet die Ferien zunehmend öde. Dieser Tage erreichte uns die Agenturnachricht aus Tallinn, dass der junge Mann einen Brief an die Regierung seines Landes geschrieben und sich über die zu lange Auszeit beklagt hat – die Sommerferien dauern in seiner Heimat drei Monate. Im Vergleich dazu sind unsere Sommerferien richtig kurz. Trotzdem hat Aleksander eine alte Diskussion wieder in Gang gebracht. Müssen die Sommerferien unbedingt sechs Wochen dauern? Klar, Kinder brauchen eine Pause, und auch Langeweile fördert die Fantasie.

Pädagogen hingegen werfen ein, dass die Schüler viel Stoff vergessen und zu Schuljahresbeginn eine Menge Auffrischungsarbeit nötig sei. Andere meinen, man könne die Sommerferien auf fünf Wochen kürzen und dafür die Herbstferien verlängern. Denkbare Varianten sind zahlreich.

Gabi Eisenack

 

Sollen die Sommerferien verkürzt werden?

Soll das Handyverbot an Schulen fallen?

Immer und überall klingelt es. Fortwährend spricht ein Mensch in ein Smartphone oder spielt damit herum. Ist es da nicht gut und richtig, dass wenigstens in der Schule Sendepause herrscht? Die Frage, ob die Handynutzung an Schulen erlaubt oder verboten werden soll, wird seit langem heftig diskutiert – auch jüngst erhitzte das Thema bei einer Podiumsdiskussion in Nürnberg die Gemüter. Die Zahl der Befürworter und Gegner hielt sich in etwa die Waage. Dass die Schüler für eine Freigabe sind, versteht sich. Aber es gibt auch Politiker, für die das Handy-Verbot abgeschafft gehört, so etwa Nürnbergs Schulbürgermeister Klemens Gsell. Befürworter des Verbots fürchten, dass es mit der Handy-Freigabe an Schulen zu Missbrauch kommt, dass zum Beispiel Mobbing betrieben wird, indem Schüler Aufnahmen von Klassenkameraden oder Lehrern ins Netz stellen. Auch sehen sie mit Skepsis die viele Aufmerksamkeit, die Smartphones auf sich ziehen. Rauben sie den Kindern nicht das letzte Bisschen Konzentrationsvermögen? Ist es nicht wichtig, gegen die permanente Ablenkung anzugehen und Pausen zu verordnen?

Nein, sagen die Gegner des Verbots. Sie halten die strikte Linie, die nicht nur in Bayern gilt, für antiquiert. Das Smartphone sei nun einmal ein Teil der Lebenswirklichkeit der jungen Leute, finden sie. Es sei doch besser, ihnen einen vernünftigen und verantwortungsvollen Umgang mit dem Gerät beizubringen, statt es zu verbannen. Bestimmte Regeln könnten außerdem einen ungebremsten Gebrauch im Unterricht eindämmen. Und schließlich: Möglichkeiten, dem Unterricht geistig fernzubleiben, gibt es auch jenseits des Mobiltelefons reichlich. Stichwort: Schiffeversenken.

Gabi Eisenack

Soll das Handyverbot an Schulen fallen?