Kaufen Sie jetzt mehr Eier aus der Region?

Die Lebensmittelbranche hat einen neuen Skandal: Nach Pferdefleisch-Lasagne und Listerien in der Wurst ist nun das Insektengift Fipronil in Eiern entdeckt worden. Das Mittel wurde offenbar in Belgien verbotenerweise einem Desinfektionsmittel für die Nutztierhaltung beigemischt – und kam auch in Ställen in den Niederlanden und in Deutschland zum Einsatz.

Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium schätzt, dass mehr als zehn Millionen aus den Niederlanden stammende belastete Eier in Deutschland verkauft worden seien. Hinzu kommen womöglich noch mehrere Zehntausende Eier aus Niedersachsen – dort war in vier Legehennenbetrieben Fipronil nachgewiesen worden. Auch Länder wie die Schweiz, Schweden und Großbritannien sind betroffen.

Für den Verbraucher besteht laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) durch den Verzehr von Eiern „keine konkrete“ Gesundheitsgefährdung. Bei Kindern sieht es anders aus: Beim Verzehr von zwei belasteten Eiern bestehe die Möglichkeit „einer gesundheitlichen Gefährdung“, heißt es. Inzwischen gab es auch die ersten Rückrufaktionen von Produkten mit verarbeiteten Eiern – betroffen waren Salate einer Firma aus Lübeck. Experten zufolge dürften auch in Mayonnaise und Eierlikör Fipronil-Rückstände zu finden sein.

Egal, welche Wendungen der aktuelle Eier-Skandal noch nimmt: Das Vertrauen in den globalisierten Lebensmittelmarkt ist wieder einmal erschüttert worden. Während mancher Verbraucher inzwischen resigniert hat, sind andere verängstigt und überdenken ihr Konsum- und Kaufverhalten. Bio-Betriebe in der Region melden bereits eine Nachfrage nach Eiern, die sie kaum noch bewältigen können. Der Betreiber eines Öko-Geflügelhofs im Nürnberger Land schätzt, dass in sechs bis acht Wochen alles wieder wie vorher ist – es bis dahin aber eine richtige Eierknappheit geben wird. Judith Horn; Foto: Udo Schuster

Kaufen Sie jetzt mehr Eier aus der Region?

Klassik-Open-Air: Passt das Konzept für den Verkehr?

Die Polizei hat dieses Jahr zusammen mit der Stadt Nürnberg ein neues Verkehrskonzept für das Klassik-Open-Air erarbeitet. So wurden einige Straßen für den Durchgangsverkehr gesperrt und der Verkehr umgeleitet (Foto: Michael Matejka). Die Polizei und die Stadt Nürnberg sahen im neuen Verkehrskonzept wichtige Verbesserungen: Die Maßnahme sollte die Sicherheit der Veranstaltung erhöhen.

Außerdem versprachen sich die Verantwortlichen mehr Verkehrssicherheit für Fußgänger, die aufgrund der Zufahrtssperren die Straße einfach überqueren konnten. Andererseits erforderte die Umsetzung einen höheren Aufwand für die Polizei und einiges an Umstellungen für die Autofahrer, die nicht zum Klassik-Open-Air wollten. Ella Schindler

Klassik-Open-Air: Passt das Konzept für den Verkehr?

Soll die Stadt Taubenfütterung strenger ahnden?

TaubendreckManche Menschen haben ein Herz für Tauben, anderen gelten sie als „Ratten der Lüfte“. Unab­hängig davon sind sie für die Städ­te ein Problem, schon alleine wegen ihrer Hinterlassenschaf­ten. Manche Kommunen versu­chen, die Ausbreitung der Tiere mit Hilfe von Taubenschlägen unter Kontrolle zu bringen. Dort werden die Eier mit Attrappen vertauscht. Auch Nürnberg hat es damit schon versucht. Vergeblich.

Die Stadt setzt auf ein Fütterungs­verbot. Wer dagegen verstößt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 1000 Euro rechnen. Doch offen­bar reicht alleine diese Aussicht nicht aus

Gabi Eisenack

Soll die Stadt Taubenfütterung strenger ahnden?

Braucht Nürnberg sonntags mehr Einkaufsmöglichkeiten?

LidlLange Schlangen an den Kassen und den Pfandautomaten, dichtes Gedränge in den Gängen. Die Lidl-Filiale im Hauptbahnhof erlebte am zweiten Weihnachtsfeiertag und am darauffolgenden Sonntag einen so großen Kundenansturm, dass Sicherheitskräfte die Eingänge zu den Verkaufsräumen zeitweise schlossen. Auffällig war, dass sich viele Familien mit Kindern auf den Weg zu dem Discounter mit den besonders langen Öffnungszeiten gemacht hatten.

Im Internet wurde über die Gründe des großen Konsumenteninteresses diskutiert. Kam Weihnachten heuer völlig überraschend? Haben die Nürnberger vor den Feiertagen zu knapp kalkuliert und standen bereits am zweiten Feiertag mit knurrenden Mägen vor dem leeren Kühlschrank? War das Fernsehprogramm so mies, dass Einkaufen im Discounter mehr Spannung versprach? Bieten Nürnberg und sein Umland keine besseren Freizeit-Angebote für den Familienausflug?

Viele Kommentatoren stellten in Frage, ob die Ladenöffnungszeiten in Bayern noch zeitgemäß sind und verlangten eine Freigabe. Befürworter einer Lockerung der strengen Regeln verweisen auf andere Bundesländer. Dort kann vielerorts von Montag bis Samstag vom frühen Morgen bis in die Nacht eingekauft werden. Allerdings gilt auch hier: Am Sonntag bleiben die Läden – bis auf wenige Ausnahmen — zu. Im Ausland kann man teilweise sogar sieben Tage die Woche und rund um die Uhr seinen Einkaufswagen durch Supermärkte schieben.

Befürworter von freien Ladenöffnungszeiten verweisen auf die anspruchsvollere Kundschaft. Leute, die es gewohnt sind, rund um die Uhr im Internet ihren Warenkorb zu füllen, müssten auch im Geschäft jederzeit – also auch sonntags – bedient werden, so die Argumentation. Arbeitszeiten seien heute in vielen Branchen extrem flexibel, da müsse auch der Handel nachziehen. Außerdem, so die Befürworter, könnten neue Arbeitsplätze entstehen: Läden, die länger öffnen, brauchen schließlich mehr Personal, so ihre Rechnung.

Gegner von Sonntagsöffnungszeiten bezweifeln, dass durch eine Lockerung mehr Geld in die Kassen der Händler fließt. Das verfügbare Einkommen des Großteils der Bevölkerung habe in den letzten Jahren nicht zugenommen. Sie befürchten, dass die oftmals in der Kritik stehenden Arbeitsbedingungen und -zeiten im Einzelhandel noch schlechter werden. Statt Vollzeitstellen würden eher Aushilfsjobs geschaffen, so die Befürchtung.

Egal ob für die Beschäftigten oder die Kunden: In einer immer hektischer werdenden Welt seien Ruhephasen wichtig; Zeit, in der man sich ohne Konsumterror erholen kann, in der Familien und Freundeskreise gemeinsam Zeit verbringen und in der es Raum gibt für Kultur, Sport und Ehrenamt.

Clara Grau

Wir wollen deshalb in unserer Leserfrage der Woche von Ihnen wissen:

Braucht Nürnberg sonntags mehr Einkaufsmöglichkeiten?

Halten Litfaßsäulen-WC’s vom Wildpinkeln ab?

Die neue Litfaß-Toilette auf dem Josephsplatz hat in der vergangenen Woche Furore gemacht. Einen Medienauftrieb wie selten in Nürnberg gab es schon zum Eröffnungstermin mit Bürgermeister Christian Vogel. Die NZ widmete dem Werbe-Klohäuschen die Schlagzeile am Aushang ihrer Zeitungsverkaufskästen, und auf nordbayern.de gehörte der Beitrag zu den meistgeklickten.

Als erster Benutzer zeigte sich der Bürgermeister begeistert. Die bei der Inbetriebnahme ebenfalls anwesenden „Klo-Aktivisten“ halten das Ding für „was Beispielgebendes“. Vogel war auch sehr stolz, dass schon aus zehn bayerischen Städten Anfragen und Glückwünsche kamen, dass es die Nürnberger zu dieser Errungenschaft gebracht haben.

Die genauen Standorte sind noch unbekannt, aber fest steht, dass zehn weitere Litfaß-WC’s in den nächsten drei Jahren innerhalb des Altstadtrings dazukommen sollen. Macht auf jeden Fall Kosten in Höhe von rund einer halben Million. Doch die Werbung auf der Litfaßsäule soll ja ebenso Geld einspielen wie die Benutzungsgebühr von 50 Cent pro Toilettengang. Und vor allem: Die lästige Wildpinkelei soll endlich eingedämmt werden.

Wir Franken wären aber keine Franken, wenn wir nicht gleich wieder skeptisch die Stirn runzeln und zweifeln würden: Werden die Bösewichte, die bisher frank und frei die nächstbeste Hauspassage aufsuchen, wenn ihre Blase drückt, künftig tatsächlich das Portemonnaie zücken und ordnungsgemäß die neue öffentliche Toilette nutzen? Kriegt es ein Mensch ab einer bestimmten Promille-Grenze überhaupt noch hin, die Münzen in den dafür vorgesehenen Schlitz zu stecken? Und kann er dann noch so lange warten, bis sich die Tür öffnet?

Wir wollen deshalb in unserer Leserfrage der Woche von Ihnen wissen: Halten Litfaßsäulen-WC’s vom Wildpinkeln ab?

Vergangene Woche haben wir gefragt: „Beachvolleyball – Verliert Maly an Glaubwürdigkeit?“ Teilgenommen haben 368 Leser. Mit Ja antworteten 84,2 Prozent, mit Nein 15,8 Prozent.

Ute Wolf

Halten Litfaßsäulen-WC's vom Wildpinkeln ab?

Beachvolleyball – Verliert Maly an Glaubwürdigkeit?

Die NZ titelte Mitte August dieses Jahres: Maly sprach Machtwort – Aus für Volleyball auf dem Hauptmarkt (Foto: Horst Linke). Drei Monate später lautet die Überschrift in der NZ so: Beachvolleyball-Turnier findet 2016 noch einmal auf dem Hauptmarkt statt – Sandspektakel geht in neue Runde. Der Bürgerverein Nürnberg-Altstadt ist nun sauer, aus der Zeitung zu erfahren, „dass alle bisherigen Zusagen, die Events auf dem Hauptmarkt künftig zu reduzieren, von der Stadtspitze nicht wirklich ernst gemeint waren“.
Aus einem „Machtwort“ des OB gegen das Beachvolleyball 2016 auf dem Hauptmarkt sei jetzt eine Ausweitung der Events geworden, die der Öffentlichkeit gar als „Kompromiss“ verkauft werden sollte. Für Elisabeth Most, Bürgervereinsvorsitzende der Altstadt, steht der „große Verlierer“ dieser Diskussion um den Öffentlichen Raum fest. Verloren hätte nämlich die „Glaubwürdigkeit öffentlicher Zusagen der Stadtspitze“. Und da sich an der Spitze der Stadtspitze Oberbürgermeister Ulrich Maly befindet, ist klar, in welche Richtung hier die Speerspitze gerichtet ist. Hier holt Maly auch das Wort „Machtwort“ wieder ein, das er zwar selber gar nicht benutzt hat, in diesem Zusammenhang aber eifrig verwendet wurde.

Wohl nicht ganz zu Unrecht. Versteht man unter „Machtwort“ doch die endgültige Entscheidung eines Entscheidungsträgers „am Ende einer fruchtlosen Diskussion“.
Viele jüngere Menschen waren von dem Beachvolleyball auf dem Hauptmarkt begeistert. Wohingegen die Begeisterung vieler älterer Nürnberger überschaubar war. Der Stadtverband Nürnberg der Jungen Union wiederum sprach sich für einen Hauptmarkt aus, der allen offenstehen und sich nicht auf die Bedürfnisse einer Gruppe beschränken sollte. Alles andere wäre „die Selbstverzwergung“ eines Großraums mit über einer halben Million Menschen.
Nun also im kommenden Jahr noch einmal – und letztmalig (?) – „der große Sandzwerg“ auf dem Hauptmarkt. Für den Bürgerverein Nürnberg Altstadt steht indes fest: „Ganz gleich, wie die Verhandlungen um Veranstaltungen auf dem Hauptmarkt auch immer ausgehen, waren die Aussagen andere, in der Öffentlichkeit, in Briefen oder in der Bürgersammlung.“
Wir wollen deshalb in unserer Frage der Woche von Ihnen wissen: Beachvolleyball – verliert Maly Glaubwürdigkeit? In unserem Blog „Senf dazu“ können Sie unter www.nz.de/senf im Internet über die Leserfrage abstimmen und diskutieren. Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „FSW: Soll die Stadt auf den BN zugehen?“ Teilgenommen haben 2162 Leser. Mit Ja antworteten 56,3 Prozent, mit Nein 43,7. Prozent.

Dieter Wegener

 

Beachvolleyball - Verliert Maly Glaubwürdigkeit?

Ein Zelt für Nachtschwärmer auf dem Volksfest?

Hermann Murr war schon immer für eine Überraschung gut. Diesmal hat der erfahrene Gastronom sogar langjährige Weggefährten, die ihn gut kennen, verdutzt: Im Juli kündigte der 65-Jährige das „Aus“ für sein Vorzeigeunternehmen „Rock-Zelt“ (Foto: Eduart Weigert) auf dem Volksfest an. In dieser Woche jedoch kam der Abschied vom Abschied: Das Zelt, das vor allem die jüngere Generation magisch anzieht, soll beim Frühlingsfest 2016 ein letztes Mal für Furore sorgen.
Gleichzeitig mit dieser Ankündigung warf Murr einen weiteren Hut in den Ring: Wenn das gastronomische Gefüge des Volksfestes ab 2017 neu geordnet wird, würde er gerne mit einem neuen Musikzelt-Konzept in den Ring steigen. Zu dessen Kerngedanken gehört, dieses Zelt an die Große Straße zu rücken und dessen Betrieb nach dem Volksfest-Zapfenstreich nachts noch etwas weiterlaufen zu lassen.
Murr argumentiert mit dem Ausgeh-Verhalten der jungen Generation, das sich ja spätestens mit dem Wegfall der behördlichen Sperrstunde sehr verändert hat. Spät weggehen, in den Morgenstunden heimkehren, lautet die Devise. Wenn Angebote wie das Rock-Zelt um 23 Uhr (freitags und samstags um 24 Uhr) schließen müssten, rechne sich das nicht mehr, sagt Murr.
Auf der anderen Seite gibt es die Anwohner des Dutzendteichs, die seit vielen Jahren unter einer immer größeren Flut von lärmintensiven Veranstaltungen leiden. Das Autorennen, Rock im Park, die regelmäßigen Club-Heimspiele und viele weitere Events gehören dazu. Wenn dann noch zum Frühlings- und zum Herbstvolksfest – also vier Wochen im Jahr – nächtlicher Party-Sound über den Dutzendteich donnern würde, könnte dem einen oder anderen Anwohner endgültig der Kragen platzen. Schon einmal war das Verwaltungsgericht in Ansbach mit der Veranstaltungsflut im Dutzendteich-Areal befasst. Damals gelang es den Schaustellern, eine gütliche, außergerichtliche Einigung mit den Anwohnern zu erzielen.

 

Tilman Grewe

 

Ein Zelt für Nachtschwärmer auf dem Volksfest?

 

Soll es auf Einwegbecher Pfand geben?

Nach der wohl nicht unberechtigten Aufregung um die Plastikbeutel ist jetzt das „Coffee to go“ im Pappbecher (Foto: Klaus-Dietmar Gabbert) im Brennpunkt der Kritik. „Coffee-to-go“ – bevor einige Leser, verständlicherweise, einen dicken Hals bekommen: Gemeint ist damit „Kaffee zum Mitnehmen“. Auch in Nürnberg ist dies, gerade in den Vormittagsstunden, häufig zu sehen. Auf dem Weg zur Arbeit marschieren viele Menschen mit dem Wegwerf-Kaffeebecher durch die Altstadt. Dieser landet dann später im Müll des Arbeitgebers oder in einem der städtischen Abfallbehälter.
Schlechtestenfalls finden sich diese, Jürgen Resch zufolge, „kunststoffbeschichteten Zombies“ in Parks, Flüssen und Seen wieder. Der Bundesgeschäftsführer Deutsche Umwelthilfe äußerte jüngst dazu: „Coffee-to-go-Becher sind ein wahrer Fluch für die Umwelt.“

Die aktuellen Zahlen lassen diesen Satz nicht übertrieben erscheinen. Stündlich landen 320 000 Pappbecher in Deutschland im Müll. Das sind also 7,68 Millionen am Tag. Am Ende eines Jahres kommt man auf die Zahl von 2,8 Milliarden. Resch rechnete aus, dass für die Produktion dieser Anzahl an Wegwerfbechern jährlich eine Energiemenge nötig sei, mit der man eine Kleinstadt versorgen könnte.
Einweg-Plastiktüten muss der Kunde mittlerweile in den meisten Geschäften extra bezahlen. Einige Abgeordnete und Umweltschützer haben nun bereits eine Abgabe von 20 Cent für den Wegwerf-Kaffeebecher gefordert. Davon sind natürlich die Verkäufer nicht begeistert – und viele Kunden auch nicht.
Bei der Bundesregierung hält sich der Zuspruch dafür ebenfalls in engen Grenzen. So will Bundesumweltministerin Barbara Hendricks keine Abgabe für Einwegbecher einführen. Dies könnte nach ihrer Meinung als Steuererhöhung gewertet werden. Wohingegen andere meinen, dies könnte als deutliches Signal gewertet werden, die Umwelt nicht noch mehr mit Kunststoff zu versauen.

Dieter Wegner

Soll es auf Einwegbecher Pfand geben?

Soll die Stadt mehr für den Fasching tun?

Verabschiedung FaschingsprinzenpaarAm 11. 11. stellt der Festausschuss Nürnberger Fastnacht das Prinzenpaar der neuen Faschingssaison vor, wie immer. Wie immer? Die Tradition, dass sich Karnevalsbegeisterte rechtzeitig freiwillig zur Verfügung stellen, bröckelt seit ein paar Jahren.

Nach 2007 und 2012 mussten die Organisatoren auch diesmal wieder in letzter Minute öffentlich um Kandidaten werben. Wer will’s machen? Es gibt auch keine Altersgrenze, keine Miss-Wahl-Jury, stattdessen Spaß, bitte, bitte!

Das klingt lustiger, als es für die 17 Nürnberger Faschingsgesellschaften ist. Als Vereine wollen sie das Brauchtum hochhalten, haben aber selbst Zeitnot und Nachwuchssorgen. Das Ehrenamt von Prinz und Prinzessin kostet nicht nur Extra-Zeit, sondern auch vierstellige Investitionen. Die Festgarderobe und die zu verteilenden Orden muss das Paar selbst bezahlen, von kleineren Zuschüssen abgesehen. Finanzierungssorgen plagen auch den Nürnberger Faschingszug und den mit ihm verwandten Schembartlauf, der immerhin aufs Spätmittelalter zurückgeht.

Fastnacht ist deutsches Kulturgut, und der vom Prinzenpaar angeführte Faschingszug unterhält jährlich Zehntausende Zuschauer. Müsste sich die Stadt Nürnberg diese Brauchtumspflege mehr kosten lassen? Mehr Öffentlichkeitsarbeit, mehr Gelder? Oder soll der organisierte Frohsinn Privatsache bleiben? Wir wollen von Ihnen diesmal wissen: „Soll die Stadt mehr für den Fasching tun?“ Geben Sie Ihr Votum bitte auf NZ.de auf der rechten Seite ab.

Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Braucht Nürnberg einen weiteren Fernbusbahnhof?“ Teilgenommen haben 335 Leser. Mit Ja antworteten 52,5 Prozent, mit Nein 47,5 Prozent.

Sollen Biergärten bis Mitternacht öffnen dürfen?

biergartenBislang müssen die meisten Biergärten in der Innenstadt spätestens um 23 Uhr schließen. Gerade im Hochsommer, wenn es auch spätabends noch angenehm warm ist, kommt es bei einigen Gästen nicht besonders gut an, wenn die Wirte schon um halb elf die letzten Bestellungen aufnehmen. Das findet auch Sebastian Brehm. Der CSU-Fraktionsvorsitzende will nun bei einem Probelauf im kommenden Jahr an den Wochenenden längere Öffnungszeiten testen.

Damit folgt er dem Beispiel der Landeshauptstadt. Dort wurden bislang gute Erfahrungen mit längeren Öffnungszeiten der Biergärten gemacht. „Seitens der Anwohner gab es nahezu keine Beschwerden“, so Brehm, der sich sicher ist, dass es in der Stadt einen breiten Konsens für seinen Vorschlag gibt. Ein entsprechender Antrag soll im Herbst im Stadtrat diskutiert werden.

Beim Bürgerverein Altstadt stößt Brehm mit seinem Vorschlag jedoch auf Unverständnis. In einer Mitteilung sprechen die Anwohner gar von einer „Gastrofizierung“ der Innenstadt, bei der die Rechte der Anwohner keine Rolle mehr spielten. Wir wollen von Ihnen in unserer Leserfrage diesmal wissen: „Sollen Biergärten bis Mitternacht öffnen dürfen?“

Geben Sie Ihr Votum bitte auf NZ.de auf der rechten Seite ab. Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Sollen Fußballklubs die Polizeieinsätze bezahlen?“ Teilgenommen haben 539 Leser. Mit Ja antworteten 86,1 Prozent, mit Nein 13,9 Prozent.