Sinnlose Nordspange?

Protest gegen sinnlosen Transrapid„Die ist so sinnlos wie der Transrapid.“ Dies ist die Meinung eines Bündnisses aus Bürger- und Umweltschutzgruppen zur geplanten Nordanbindung des Flughafens.

Das Straßenbau-Vorhaben, das mit einem Tunnel unter der Flughafen-Landebahn 60 Millionen Euro kosten soll, würde zu massiven Eingriffen in den Reichswald führen, glaubt Richard Mergner, Landesbeauftragter des Bundes Naturschutz. Dem Bau der neuen, knapp drei Kilometer langen Bundesstraße würden 10 bis 20 Hektar Wald im Nürnberger Norden zum Opfer fallen. Es drohe dadurch auch eine Absenkung des Grundwasserspiegels.

Unter verkehrstechnischen Gesichtspunkten bestehe sowieso keinerlei Notwendigkeit für eine direkte Anbindung des Flughafens an die Autobahn A3: Sie würde nur wenigen Fluggästen nützen, die auf der Autobahn aus Richtung Berlin zum Flughafen wollen (aber vielleicht sind das gerade die wichtigen). Für Fluggäste aus Richtung Würzburg sei die Anfahrt über die Ausfahrt Tennenlohe und die Bundesstraße 4 ausreichend. Außerdem laufe der Bau der Nordspange allen Bemühungen zur Verbesserung des Klimaschutzes zuwider.

Sowohl Vertreter des BN als auch Bürgervereinigungen aus Ziegelstein und Buchenbühl halten die geplante Trasse für ein Paradebeispiel verfehlter Verkehrspolitik. Sie glauben außerdem, dass die Straße eigentlich gar nicht der Flughafenanbindung dient, sondern dazu, ein rund 25 Hektar großes Güterverkehrszentrum östlich der Flughafenstraße für den Verkehr zu erschließen.