Vergünstigtes VAG-Ticket für Senioren?

Die Grünen haben die Stadtverwaltung aufgefordert, auszurechnen, was ein verbilligtes Ticket für Senioren für den öffentlichen Nahverkehr kosten würde (Foto: Distler). Die Umweltpartei hatte dabei vor allem die wachsende Altersarmut im Blick. Aber könnte man nicht generell älteren Menschen einen ermäßigten Tarif für Bus und Bahn gewähren? Die Deutsche Bahn, hat ja auch eine Bahncard für über 60-Jährige im Angebot. Man würde die Lebensleistung der Senioren würdigen und vielleicht viele der Älteren dazu bewegen, vom Auto auf Bus und Bahn umzusteigen. Zudem wäre dies auch eine Reaktion auf eine älter werdende Stadtgesellschaft. Und das Ansinnen der Grünen, ärmeren Senioren durch günstige Fahrten im ÖPNV mehr gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, hat durchaus auch seine Berechtigung. Auf der anderen Seite gibt es auch viele gut betuchte Rentner, die auf solche Tickets nicht angewiesen sind. Und für ärmere Senioren existiert bereits ein verbilligtes Monatsticket, das sich zumindest für Vielfahrer rechnet. Außerdem müsste die Stadt die Einnahmeverluste der ohnehin rote Zahlen schreibenden VAG ausgleichen, die durch die Billigtickets vermutlich entstehen.

Marco Puschner

Vergünstigtes VAG-Ticket für Senioren?

Blogger verändern die Welt – nachhaltig

blogger_klein.jpgAuf der BioFach habe ich wieder einmal gestaunt, wie weit die Bio-Welt schon ist. Das war, bevor ich beim Treffen der nachhaltigen Blogger war: Denn dann wusste ich, dass die Bio-Welt noch viel weiter ist. Jedenfalls in Blogs. Im Pressecenter des CCN West traf sich am Freitag Abend eine verschworene Gemeinschaft, die sich aber größtenteils zum ersten Mal von Angesicht zu Angesicht sah: Kritische Konsumenten wie von den wundervollen Blogs http://www.karmakonsum.de/ und http://www.konsumguerilla.net/. Diese Leute sind so wichtig für die Bio-Branche, denn sie sind witzig, ideologiefrei und zeigen, dass bewusstes Handeln nix mit Freudlosigkeit zu tun hat.

Hedwig Danzer (http://nachhaltigkeit.blogs.com/) von den Möbelmachern hatte sich für dieses Treffen stark gemacht und wirklich die Creme de la creme der Menschen versammelt, denen es nicht egal ist, wie andere leben und wie ihr eigenes Leben in einigen Jahrzehnten aussehen wird. Die NürnbergMesse (http://www.nuernbergmesse.de/) hatte Raum, Essen und Manpower zur Verfügung gestellt – und Kommunikationschef Peter Ottmann gab zwar zu, noch nix zu verstehen von der Blogger-Welt, aber zu wissen, dass dieses Medium auch für die Messe von großer Bedeutung sein wird. Sein Mitarbeiter Geoffrey Glaser wird in Zukunft noch mehr zu tun haben.

Aber tatsächlich: Wer hätte gedacht, dass Leute ein Dorf mit nachhhaltiger Lebensweise in Österreich planen (http://www.lebensdorf.at/) oder eine Saftkelterei durch ihren Blog (http://www.saftblog.de/) bekannter wird als durch ihr eigentliches Produkt?

Dieses Bloggertreffen zeigte, dass es so viele Menschen gibt, deren Weg und Ziele ähnlich sind – und für die das Internet eine unglaublich tolle Plattform ist. Nach der Müsli-Revolution steht jetzt also die Blogger-Revolution bevor. Und auf der nächsten BioFach werden diese Menschen sicher eine noch größere Rolle spielen. Anfangen muss man halt mal.