Frauentaxi: Ist das eine gute Idee?

Die Meldung aus München hat in der vergangenen Woche auch in Nürnberg für Diskussionen gesorgt. In der Landeshauptstadt können Frauen ab März Taxi-Gutscheine bekommen. Zwischen 22 Uhr und 6 Uhr können sie pro Fahrt einen davon im Wert von 5 Euro einlösen, wenn sie sich zu einer Wohnadresse fahren lassen.

Die Taxi-Zentrale Nürnberg würde sich über ein solches Modell auch in Franken freuen. Reinhold Gast argumentiert, dass Frauen zwar bislang den Nightliner nehmen können, dann aber immer noch ein Stück zu Fuß gehen müssen. Ein Taxi hingegen bringt Frauen bis zur Haustür.

Die Idee hat aber auch Kritiker: Zum einen müsste die Stadt für solche Gutscheine tief in die Tasche greifen. Außerdem werden Frauen laut Statistik nachts seltener Opfer von Gewalt als Männer – ein Frauentaxi aber suggeriere, dass es nachts auf den Straßen für Frauen unsicher ist. Und überhaupt: Würde man einer Frau, die nicht ins Taxi steigt und Opfer wird, am Ende sogar vorwerfen, dass sie selbst schuld ist?

Julia Vogl

Frauentaxi: Ist das eine gute Idee?

Sollen Parks nachts geschlossen werden?

Anlieger von Grünflächen und Spielplätzen haben es oftmals in der Nacht schwer, ihre Ruhe zu finden, weil die freien Flächen Sammlungspunkte für Jugendliche sind. Dabei sind nicht nächtliche Gespräche das Problem, sondern lautstarke Aktionen mit musikalischer Begleitung. Die Klagen beim städtischen Beschwerdetelefon über massive nächtliche Ruhestörungen nehmen jedenfalls zu. Bürgermeister Horst Förther überlegt derzeit, ob die Stadt nicht ein Aufenthaltsverbot für Grünflächen und Spielplätze zwischen 23 und sechs Uhr einführen soll.
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