Soll die CDU in Bayern zur Wahl antreten?

Wenn Angela Merkel geahnt hätte, welch heftige Turbulenzen sie in der großpolitischen Wetterlage über Deutschland mit ihrem Satz „Wir schaffen das!“ auslösen würde – sie hätte wahrscheinlich in ihrer sonst gewohnten Manier lieber die Lippen zusammengepresst. Das Gesagte stieß aber auch auf Gefallen – außer bei den Flüchtlingen selbst vor allem im gegnerischen politischen Lager. Immer wieder hört man Stimmen wie: „Eigentlich bin ich ja nicht für  die Merkel, aber in dem Fall finde ich ihre Haltung gut.“

Angesichts eher blasser SPD-Kanzlerkandidaten könnten sich solche Leute durchaus vorstellen, bei der nächsten Bundestagswahl anderswo ein Kreuz zu machen als üblich – nämlich bei der CDU, um die Bundeskanzlerin in der Flüchtlingspolitik zu unterstützen. Pech ist es dann nur, wenn sie in Bayern leben, wo das nicht geht.

Der Nürnberger Rechtsanwalt Rainer Roth (Foto) “ scheiterte  vergangenen Freitag vor dem Wiesbadener Verwaltungsgericht mit seinem Ansinnen, auch in Bayern die CDU wählen zu können. Weil seiner  Meinung nach das Recht auf freie Wahl im Freistaat durch die bisherige Regelung verletzt wird, kündigte er an, Verfassungsbeschwerde einzureichen.
Es dürfte zwar noch Jahre dauern, bis dieser Weg zu einer Entscheidung führt. Trotzdem wollen wir von Ihnen
in unserer Leserfrage der Woche  wissen:

Soll die CDU in Bayern zur Wahl antreten?

Vergangene Woche haben wir Sie gefragt: „Mehr Sicherheit durch mehr Telefonüberwachung?“. Teilgenommen haben 80 Leser. Mit Ja antworteten 88,75 Prozent, mit Nein 11,25 Prozent.

Ute Wolf

Club-Chaos: Hat die Vereinsführung versagt?

baderaro2.jpgAuch in der Zweiten Liga schafft es der Club, bundesweite Schlagzeilen zu schreiben. Der erzwungene Rücktritt von Trainer Thomas von Heesen nur zwei Spieltage nach Saisonbeginn war der erste große Paukenschlag dieser Spielzeit. Bei den meisten Fans des 1. FC Nürnberg war „Mr. Vollgas“ aber schon lange unten durch. Für sie war die „Verabschiedung“ längst überfällig. Tatsächlich müssen sich die Verantwortlichen, allen voran Sportdirektor Martin Bader und Präsident Michael A. Roth, fragen lassen: warum jetzt?

Hätte man von Heesen gleich nach dem Abstieg von dannen ziehen lassen, hätte ein neuer Trainer die Chance gehabt, die komplette Vorbereitung mit der Mannschaft zu absolvieren. Vor allem Roth bewies in Sachen Personalpolitik schon des öfteren kein sonderlich glückliches Händchen. Nicht weniger als 15 Übungsleiter hat der autokratische Vereinsboss in seiner Amtszeit schon verschlissen. Er selbst zog dagegen nie Konsequenzen. Wir wollen deshalb von Ihnen wissen: Chaos beim Club: Hat die Vereinsführung versagt?

Abstimmen können Sie (ab Montag) hier.

Das Ergebnis unserer letzten Frage, sie lautete „Soll die Stadt Kunstschätze verkaufen?“:  Ja 50,6 Prozent,  Nein 49,4 Prozent.