Werden Sie die Beachvolleyballer vermissen?

beachLange wurde darüber debattiert, ob die Beachvolleyballer auf den Hauptmarkt dürfen. Jetzt hat das Hickhack ein Ende. Die Sponsoren der Smart Beach Tour wollen mit ihrem Event nun plötzlich gar nicht mehr nach Nürnberg. Die Stadt, so der Vorwurf, habe sich nicht klar genug zu dem Event (Foto: Horst Linke) bekannt. Im Gegensatz zu Nürnberg würden andere Städte extra Pakete schnüren, um die Veranstaltung austragen zu dürfen, so Frank Mackerodt, der Organisator der sandigen Tour. Statt aber – wie andere Städte – Geld zu bezahlen oder geldwerte Vorteile zu gewähren, würde Nürnberg sogar eine Platzmiete für den Hauptmarkt verlangen. Das und die anhaltende Kritik an dem Spektakel, haben nun dazu geführt, dass die Tour nun doch nicht mehr in Nürnberg Station machen wird.

Sportbürgermeister Klemens Gsell machte seinem Ärger Luft: „Damit wird dokumentiert, dass die negative Diskussion im vergangenen Sommer dem Veranstaltungsstandort Nürnberg schwer geschadet hat.“ Damals hatte der Bürgerverein Nürnberg-Altstadt zusammen mit den Altstadtfreunden und der Stadtheimatpflegerin Kritik an der Veranstaltung geübt. Viel zu werblich und marktschreierisch sei das Spektakel, hieß es damals. Nachdem die Stadtspitze dann das Aus für die Veranstaltung beschlossen hatte, machte sie einen Rückzieher. Mit einem veränderten Konzept und weniger Werbung könne das Event 2016 noch einmal stattfinden, hieß es im Herbst. Dass die Veranstalter nun gar nicht mehr auf den Hauptmarkt wollen, findet Oberbürgermeister Ulrich Maly „bedauerlich“. Vor allem vor dem Hintergrund, dass man sich so viel Ärger eingehandelt habe, um die Veranstaltung doch ermöglichen zu können, sei die Entscheidung „sehr schade“.

Was meinen Sie? Werden Sie die Beachvolleyballer vermissen? Hat die Diskussion um die Eventisierung des Hauptmarktes der Stadt geschadet? Soll Nürnberg Geld bezahlen, um künftig für Großveranstaltungen attraktiver zu werden?

Julia Vogl

Soll der Wöhrder See erhalten werden?

e-nn-ha-20101005_170021-2Eine Pracht ist er nicht: Der Wöhrder See muffelt im Sommer, wenn die Algen im Wasser wuchern, die Wege rundherum sind am Wochenende voll wie die Autobahnen – Radler, Jogger, Spaziergänger, Skater, Kinderwagen-Schieber, Hunde-Ausführer teilen sich nicht immer gerade rücksichtsvoll die schmalen Spuren. Sitzgelegenheiten gibt es kaum, das Café am Wastl ist wegen der Bauarbeiten am Seniorenheim geschlossen und der Biergarten, der im Sommer am Fuße des Norikus steht, auch kein attraktiver Ort zum Verweilen.

Aber bei allen Schönheitsfehlern: Dieser See wird geliebt. Wer im Osten der Stadt wohnt, weiß seine Qualitäten zu schätzen. Raus aus dem Haus, rein ins Grüne. Vor allem morgens ist der See eine Idylle, wenn die Nebelschwaden noch tief hängen und die Wasservögel träge ihre Runden ziehen. Da fühlt sich der Alltag sehr nach Urlaub an.

Für das Wasserwirtschaftsamt ist der See allerdings längst zum Problemfall geworden. Nicht nur wegen der alljährlichen Algenplage, sondern auch wegen des Sands, der regelmäßig mit viel Aufwand weggebaggert werden muss. Nach Experten-Schätzung wird der See in 30 Jahren komplett verlandet sein. Kürzlich hat das Amt deshalb ein Konzept vorgestellt, wie der See gerettet, die Uferbereiche verschönert und die Aufenthaltsqualität für Mensch und Tier verbessert werden könnten. Der Bund Naturschutz hingegen möchte dem Lauf der Natur keinen Einhalt gebieten, den See lieber zurückzubauen und eine Auenlandschaft entstehen lassen.

Wir wollen in unserer Leserfrage diesmal von Ihnen wissen: Soll der Wöhrder See erhalten werden? Geben Sie Ihr Votum bitte hier ab.

Die Frage der vergangenen Woche lautete: Haben Sie Verständnis für den Streik bei der VAG? Mit Ja antworteten 26,3 Prozent, mit Nein 73,7 Prozent. gs