Braucht Nürnberg Taubenschläge?

Straßentauben haben in Nürnberg wie in allen Großstädten keinen guten Ruf. Die Bürgerinitiative „Ein Haus für Stefan B.“ will das ändern. Sie hat mittlerweile Rückhalt in der Stadtverwaltung dabei gefunden, erstmals einen betreuten Taubenschlag einzurichten, möglicherweise beim Quelle-Gelände. Darin würden Eier durch Gips-Attrappen austauscht und Futter angeboten, das die Tiere dann nicht mehr in der Stadt suchen. Durch die Pflege kranker und verletzter Exemplare wollen die Unterstützer gleichzeitig dem Tierschutz einen Dienst erweisen. Aus Sicht der Kritiker erreicht der ganze Aufwand erfahrungsgemäß aber nicht das Ziel, die Taubenpopulation in Schach zu halten.

Isabel Lauer

Braucht Nürnberg Taubenschläge?

Soll die Stadt Taubenfütterung strenger ahnden?

TaubendreckManche Menschen haben ein Herz für Tauben, anderen gelten sie als „Ratten der Lüfte“. Unab­hängig davon sind sie für die Städ­te ein Problem, schon alleine wegen ihrer Hinterlassenschaf­ten. Manche Kommunen versu­chen, die Ausbreitung der Tiere mit Hilfe von Taubenschlägen unter Kontrolle zu bringen. Dort werden die Eier mit Attrappen vertauscht. Auch Nürnberg hat es damit schon versucht. Vergeblich.

Die Stadt setzt auf ein Fütterungs­verbot. Wer dagegen verstößt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 1000 Euro rechnen. Doch offen­bar reicht alleine diese Aussicht nicht aus

Gabi Eisenack

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