Braucht der Tiergarten ein Elefantengehege?

Mehr als fünf Jahre ist es her, dass Elefantendame Yvonne im Nürnberger Tiergarten verabschiedet worden ist. Seitdem werden dort keine Elefanten mehr gehalten. Nun denkt der Tiergarten aber immer lauter darüber nach, wieder ein Gehege für Elefanten zu bauen.

 Immer wieder kommen Gedanken auf, wieder ein Gehege für Elefanten im Tiergarten Nürnberg zu bauen.

Immer wieder kommen Gedanken auf, wieder ein Gehege für Elefanten im Tiergarten Nürnberg zu bauen.

In einem Bericht an den Kulturausschuss der Stadt ist jetzt zu lesen, dass der Bau einer Elefantenanlage (Kosten: 50 Millionen Euro) die Eintrittspreise für den Tiergarten erheblich in die Höhe treiben würde. Sechs bis acht Euro mehr würde das Ticket für einen Erwachsenen dann kosten.

Angedacht ist der Bau einer überdachten und klimatisierten Fläche von rund 6500 Quadratmetern. Zusätzlich sollen sich die Elefanten in einer Außenanlage von einer Größe von mindestens zweieinhalb Hektar die Füße vertreten können.

Der Tiergarten spricht sich klar für den Bau einer solchen Anlage aus. „Es ist nur eine Frage der Finanzierung“, ist am Schmausenbuck zu vernehmen.

Dabei rechnet man schon heute damit, dass eine Realisierung des Projekts Tierschutzorganisationen aufbringen würde. „Am größten ist der Protest bei Delfinen“, sagt Tiergartendirektor Dag Encke, „dann kommen große Bären und Elefanten.“ Dem Tiergarten geht es beim Bau einer Elefantenanlage aber nicht darum, durch eine weitere Attraktion mehr Besucher anzulocken. „Wir haben einen klaren Bildungsauftrag“, sagt Encke.

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Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Gefallen Ihnen die Parks in Nürnberg?“ Teilgenommen haben 275 Leser. Mit Ja antworteten 31,6 Prozent, mit Nein 68,4 Prozent.

Ist der Tiergarten noch attraktiv genug?

In diesem Jahr feiert der Tiergarten ein besonderes Jubiläum, der Umzug an den Schmausenbuck jährt sich just am 5. Mai zum 75. Mal. Er ist nach wie vor ein beliebtes Ausflugsziel. Viele schätzen zum Beispiel die familiäre Atmosphäre und kurze Wege trotz der Größe des Tiergartens.

Doch immer wieder wird auch Kritik am Tiergarten laut. Besucher bemängeln, dass es keine Elefanten und zu wenig spektakuläre Tiere gebe. Im vergangenen Jahr blieben über weite Strecken die Besucher aus. Aber das lag wohl vor allem am schlechten Wetter — heuer strömen sie wieder Richtung Schmausenbuck.

Mit der im vergangenen Jahr neu eröffneten Erdmännchen-Anlage haben die Tiergarten-Verantwortlichen versucht, eine neue Attraktion zu bieten. Wölfe allerdings gibt es derzeit nicht mehr.

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Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Soll Bader gehen?“ Teilgenommen haben 816 Leser. Mit Ja antworteten 64,1 Prozent, mit Nein 35,9 Prozent.

Gefällt Ihnen die neue Delfinlagune?

Am Samstag durften die Tiergarten-Besucher zum ersten Mal die neue Delfinanlage bestaunen – viele Tiergartenfreunde zeigten sich begeistert von der Lagune. Die Großen Tümmler können nun unter freiem Himmel schwimmen und verfügen über wesentlich mehr Platz als früher.Die Besucher wiederum haben die Möglichkeit, vom Bistro Lagunenblick oder von der Zuschauertribüne aus Delfine und Seelöwen bei ihren Kunststücken zu bewundern.

Kritiker allerdings sagen, dass auch die Lagune die Grundbedürfnisse von Delfinen nicht annähernd erfüllt. Der Bewegungsdrang dieser Tiere sei so groß, dass sie ihn auch in der deutschlandweit ersten Freiluftanlage für Meeressäuger nicht ausleben könnten. Manche fragen auch, ob das Risiko eines über 24 Millionen Euro teuren Baus gerechtfertigt ist, wenn man nicht weiß, ob es in der neuen Anlage gelingt, Delfinnachwuchs zu züchten. Zudem wird der Tiergartenbesuch durch die Lagune auch teurer – zumindest für diejenigen Besucher, die früher kein Ticket für das Delfinarium gelöst haben.

Von Ihnen wollen wir diesmal in unserer Leserfrage wissen: „Gefällt Ihnen die neue Lagune?“

Preiserhöhung: Gehen Sie noch in den Tiergarten?

Es war schon lange klar, dass der Tiergartenbesuch nach der Eröffnung der Delfinlagune für diejenigen, die bisher nicht ins Delfinarium gingen, teurer wird. Nun liegen die Zahlen auf dem Tisch: Ein Erwachsener muss für eine Eintrittskarte künftig 4,50 Euro mehr als bisher zahlen. Derzeit müssen die Besucher neun Euro berappen, künftig sind es 13,50, die Erhöhung beträgt also satte 50 Prozent. Kritiker sagen, dass es gerade Familien schwer fallen wird, unter diesen Bedingungen noch in die Anlage am Schmausenbuck zu gehen.

Der spürbare Preisanstieg wird vor allem aber jenen sauer aufstoßen, die den Tiergarten mögen, aber dem Großprojekt Delfinlagune kritisch gegenüberstehen. 60 Prozent der Besucher verzichteten bisher auf die Delfin-Shows; und um die Lagune gab es immerhin heftige Debatten: Zum einen verschlingt der Bau 24 Millionen Euro, zum anderen ist die Zukunft der Delfinhaltung ungewiss: Nach den großen Erfolgen, die Nürnberg in den 90ern mit der Aufzucht junger Tiere hatte, gab es in den vergangenen Jahren nur Rückschläge und viele tote Delfinbabys.
Für Delfinariumsgänger wird der Eintritt nicht teurer

Andererseits sind die Tiergartenverantwortlichen überzeugt, mit der Lagune beste Voraussetzungen für die Delfinzucht geschaffen zu haben. Und der Tiergarten bietet den Besuchern natürlich nun auch wesentlich mehr als bisher: Für Freunde der Großen Tümmler könnte es sehr reizvoll sein, den 51-jährigen „Oldie“ Moby und seine Artgenossen in der Lagune zu erleben. Zudem sind zwei weitere Aspekte in der Preisdebatte wichtig: Für diejenigen, die die bisherige Zusatzgebühr fürs Delfinarium zahlten, wird der Tiergartenbesuch nicht teurer, die mussten nämlich bisher schon 13,50 Euro zahlen; und im Vergleich zu anderen Städten sind die Preise in Nürnberg ohnehin maßvoll. Auch die beiden anderen Tiergärten, die noch Delfine halten, verlangen mehr als Nürnberg: In Duisburg kostet der Eintritt 14,50 Euro, in Münster 14 Euro.

Bedenkt man, dass die schöne Anlage am Schmausenbuck viele andere Tiergärten in den Schatten stellt, ist eine Preiserhöhung vielleicht zu rechtfertigen, zumal der Tiergarten mit der Eisbärenfamilie noch eine weitere ganz besondere Attraktion zu bieten hat.

Wir wollen daher in unserer Leserfrage diesmal von Ihnen wissen: „Preiserhöhung: Gehen Sie noch in den Tiergarten?“

Gefallen ihnen die Namen der Eisbären?

In einer unaufgeregten Mitteilung ließ der Tiergarten die Welt wissen: Die beiden kleinen Eisbären, die am 2.Dezember geboren wurden, werden auf die Namen Gregor und Aleut getauft. Die Tierpfleger hatten Namensvorschläge einreichen dürfen – letztlich entschied das Los.

Um die Namensgebung von Nürnbergs berühmtestem Eisbären Flocke (geboren im Dezember 2007) hatte es noch ein riesiges Medienbrimborium gegeben. Eine Jury wählte damals Flocke aus.

Eine solche Aufmerksamkeit wollte Tiergartendirektor Dag Encke dieses Mal vermeiden. Der Grund: „Ich finde, Namen von Tieren sollten keine Nachrichten sein“, sagte er der NZ. Leider, sagt er, habe man aber nun das Gegenteil erreicht, wie die Zahl der erschienenen Artikel – und mancherlei Diskussion über die Namenswahl – zeigen.

Viele Menschen wissen vermutlich gar nicht, worauf sich Aleut bezieht und wie man den Namen ausspricht. Gesprochen wird der Name „A-Le-Ut“ und er erinnert an das Volk der Aleuten, die auf den gleichnamigen Inseln leben, die dem Nordwesten Amerikas vorgelagert sind. Warum er Gregor vorgeschlagen hat, weiß nur der Pfleger, der den Namen eingereicht hat.

Wir wollen in unserer Leserfrage diesmal von Ihnen wissen: „Gefallen Ihnen die Namen der Eisbären?“ Abstimmen können Sie auf der NZ-Homepage.

In der vergangenen Woche wollten wir wissen: „Ist das E10-Benzin reine Geldschneiderei?“ Mit Ja antworteten 95,0 Prozent, mit Nein 5,0 Prozent.

Soll die Eisbärenhaltung beendet werden?

Nach dem Tod der beiden Babys von Eisbärin Vera (Bild) im Nürnberger Tiergarten meldeten sich wieder einmal Tierschützer zu Wort: Die Eisbärenhaltung in Zoos solle eingestellt werden, forderte etwa der Tierschutzbund Bayern. Es sei schlichtweg nicht möglich, für diese Tiere in Zoologischen Gärten eine Umgebung herzustellen, die für die Aufzucht von Jungtieren geeignet sei. Auch nach dem Tod der zwei Jungtiere von Vilma im Januar dieses Jahres hatten Tierschützer schon ähnlich argumentiert.

Vergessen scheinen inzwischen die gelungenen Eisbärennachzuchten am Schmausenbuck in der Zeit zwischen 1948 und Anfang der 90er Jahre zu sein. Die machten damals allerdings auch nicht solche Schlagzeilen, wie es heutzutage beim Thema Eisbären der Fall ist. In jüngerer Zeit hat zum Beispiel bei Wilbär in der Stuttgarter Wilhelma die natürliche Aufzucht durch die Mutter funktioniert. Das fand jedoch in den Medien längst nicht ein so großes Echo wie die Handaufzuchten bei Knut und Flocke.

Der Nürnberger Tiergartenchef Dag Encke betont, dass auch in freier Wildbahn der Eisbärennachwuchs häufig kurz nach der Geburt stirbt, besonders wenn die Mütter noch jung und unerfahren sind, wie es auch bei Vera der Fall ist. Er ist überzeugt, dass Vera bei einem der nächsten Versuche ihre Kleinen erfolgreich großziehen wird. Eisbären gehören außerdem zu den beliebtesten Tieren und sind damit für Zoologische Gärten sehr attraktiv.

Wir wollen von Ihnen wissen:
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Die Frage der vergangenen Woche lautete: Ist das Trinkgeldverbot für Müllmänner übertrieben? Mit Ja antworteten 75,8 Prozent, mit Nein 24,2 Prozent.

Gefällt Ihnen "Flocke"?

OBN Maly gibt Eisbär-Namen bekanntDas Eisbär-Mädchen muss sich nicht umstellen. Seine Pfleger haben es ohnehin immer schon „Flocke“ genannt, so dass die Kleine sich um das Theater, das um die Namensfindung gemacht wurde, nicht weiter scheren muss.

Die großen Menschen können das kleine Bärlein wiederum endlich entsprechend vermarkten. Da gab es bei „Flocke“ zwar ein paar Hürden, die von der Jury aber offenbar als überwindbar angesehen wurden. So ist beispielsweise die Internetadresse flocke.de längst an einen Leipziger Schokoladenhersteller vergeben.  Ähnliche Schwierigkeiten hätten sich aber auch bei den anderen Namen ergeben.

Mit „Flocke“ wurde zudem jener Name gewählt, der auch bei der Bevölkerung am besten ankommt. In der NZ-Umfrage lag „Flocke“ weit vor „Bärbel“ und „Smilla“. Der im Wahlkampf stehende Oberbürgermeister Ulrich Maly, der zu Beginn  der Handaufzucht noch angekündigt hatte, die Nürnberger an der Namenswahl zu beteiligen, muss sich also nicht den Vorwurf gefallen lassen, selbstherrlich über die Bevölkerungsinteressen hinweg gegangen zu sein.

Doch es gab auch Kritik am Namen „Flocke“. Schließlich wachse der Name nicht mit, so dass das Bärchen in ein paar Monaten eigentlich in „Schneeball“ und später in „Lawine“ oder „der weiße Tod“ umgetauft werden müsste. Auch von der Gefahr, dass wie schon zuvor bei Knut, jetzt zahlreiche Eltern ihrem Nachwuchs den Tiernamen „Flocke“ verpassen, wurde gewarnt.

Wir wollen von Ihnen wissen, ob Sie mit dem Namen einverstanden sind. Natürlich wird die Namensgebung auch Thema unserer Leserfrage sein, die ab Montag auf der NZ-Webseite zu finden ist.

Die NZ und der Eisbär

EisbärchenNun gibt also auch „Senf dazu“ seinen Senf zum Eisbären dazu. Allerdings nur mit einem Hinweis zum Zurechtfinden. Den Tiergarten und somit auch den kleinen Bären behandelt weiterhin das NZ-Blog „Achtung, Wolf!“. Dort sind auch die zahlreichen Namensvorschläge nachzulesen. Aus diesen (aber auch den schriftlich oder per Mail eingegangenen) Vorschlägen hat die NZ-Lokalredaktion die 15  am häufigsten genannten herausgepickt und seit Montag zur Wahl gestellt. Bis Freitag können Sie noch abstimmen, dann will die Stadt Nürnberg den Namen bekannt geben.

Zudem gibt es eine eigene Eisbär-Seite, auf der die wichtigsten NZ-Beiträge zum Eisbär-Baby zusammengefasst sind. Dort ist natürlich auch das Video zu sehen, das die Kleine erstmals mit geöffneten Augen zeigt. Auch das NZ-Blog Vip-Raum hat einen Beitrag zum Thema Eisbär.

Sollten Sie im NZ-Angebot etwas vermissen oder sollte Ihnen die Eisbären-Mania langsam zu viel werden, dann können Sie uns hier gerne einen entsprechenden Kommentar hinterlassen.