Soll Nürnberg ein Wildtierverbot erlassen?

Die Frage, ob es in Ordnung ist, Löwen, Zebras oder Kamele in die Manege zu schicken, wird immer wieder mit Leidenschaft diskutiert, wenn ein Zirkus mit Wildtieren in Nürnberg gastiert. Derzeit ist es der Zirkus Krone, der auf dem Volksfestgelände sein Zelt aufgebaut hat.

Tierschützer sehen die Städte in der Pflicht und fordern, dass sie Gastspiele von Zirkussen mit Wildtieren auf öffentlichen Arealen verbieten. Eine Reihe von Kommunen hat bereits Verbote erlassen – die allerdings von Gerichten immer wieder gekippt werden. Unter anderem, weil die Künstler ein Recht auf Arbeit hätten. Zirkusbesitzer verweisen außerdem auf die Amtstierärzte, die streng kontrollierten, wie die Tiere gehalten und versorgt werden.

Gabi Eisenack

Soll Nürnberg ein Wildtierverbot erlassen?

Braucht Nürnberg Taubenschläge?

Straßentauben haben in Nürnberg wie in allen Großstädten keinen guten Ruf. Die Bürgerinitiative „Ein Haus für Stefan B.“ will das ändern. Sie hat mittlerweile Rückhalt in der Stadtverwaltung dabei gefunden, erstmals einen betreuten Taubenschlag einzurichten, möglicherweise beim Quelle-Gelände. Darin würden Eier durch Gips-Attrappen austauscht und Futter angeboten, das die Tiere dann nicht mehr in der Stadt suchen. Durch die Pflege kranker und verletzter Exemplare wollen die Unterstützer gleichzeitig dem Tierschutz einen Dienst erweisen. Aus Sicht der Kritiker erreicht der ganze Aufwand erfahrungsgemäß aber nicht das Ziel, die Taubenpopulation in Schach zu halten.

Isabel Lauer

Braucht Nürnberg Taubenschläge?

Gefällt Ihnen die neue Delfinlagune?

Am Samstag durften die Tiergarten-Besucher zum ersten Mal die neue Delfinanlage bestaunen – viele Tiergartenfreunde zeigten sich begeistert von der Lagune. Die Großen Tümmler können nun unter freiem Himmel schwimmen und verfügen über wesentlich mehr Platz als früher.Die Besucher wiederum haben die Möglichkeit, vom Bistro Lagunenblick oder von der Zuschauertribüne aus Delfine und Seelöwen bei ihren Kunststücken zu bewundern.

Kritiker allerdings sagen, dass auch die Lagune die Grundbedürfnisse von Delfinen nicht annähernd erfüllt. Der Bewegungsdrang dieser Tiere sei so groß, dass sie ihn auch in der deutschlandweit ersten Freiluftanlage für Meeressäuger nicht ausleben könnten. Manche fragen auch, ob das Risiko eines über 24 Millionen Euro teuren Baus gerechtfertigt ist, wenn man nicht weiß, ob es in der neuen Anlage gelingt, Delfinnachwuchs zu züchten. Zudem wird der Tiergartenbesuch durch die Lagune auch teurer – zumindest für diejenigen Besucher, die früher kein Ticket für das Delfinarium gelöst haben.

Von Ihnen wollen wir diesmal in unserer Leserfrage wissen: „Gefällt Ihnen die neue Lagune?“