VAG-Preiserhöhung: Steigen Sie aufs Fahrrad um?

Um bis zu 30 Prozent will die VAG bis 2015 die Fahrpreise im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) erhöhen. Angesichts der Dichte des Netzes von Bussen und Bahnen, den neuen Fahrzeugen und der hohen Taktfrequenz mag die Erhöhung aus betriebswirtschaftlicher Sicht gut begründet sein.

Der ÖPNV hat aber auch einen öffentlichen Auftrag: Möglichst viele Verkehrsteilnehmer sollen umweltschonend befördert werden. Darüber hinaus soll auch denjenigen, die über keine eigenen Fahrzeuge verfügen, Mobilität garantiert werden. Wenn die Tarife aber sehr deutlich steigen, dann dürfte es gerade für die Bevölkerungsgruppe, die über wenig Geld verfügt, schwierig werden, sich noch die MobiCard zu leisten. Die einzige Alternative, sich noch günstiger fortzubewegen als mit Bussen und Bahnen, ist das Fahrrad. Das Auto ist in jedem Fall teurer als ein VAG-Ticket und deshalb keine Konkurrenz zum ÖPNV in der Stadt.

Wir wollen in unserer Leserfrage diesmal von Ihnen wissen: „Steigen Sie aufs Fahrrad um?“ Geben Sie Ihr Votum bitte  unter www.nz.de ab.

Die Frage der vergangenen Woche lautete: „Nach Fukushima: Stellen Sie auf Ökostrom um?“ Mit Ja antworteten 24 Prozent, mit Nein 76 Prozent.

 

Soll die Straßenbahn durch die Altstadt fahren?

StrabaIn der vergangenen Woche ging es im Verkehrsausschuss zwischen CSU auf der einen Seite und SPD sowie Grünen und ÖDP auf der anderen Seite wieder einmal hoch her. Umstritten war der Nahverkehrsentwicklungsplan den derzeit Fachleute aufstellen und mit dem festgelegt werden soll, welche Straßenbahn- und U-Bahnprojekte sinnvoll sind, um mehr Kundschaft an den Öffentlichen Personennahverkehr zu binden.

Bis zu 18.000 zusätzliche Fahrgäste, so schätzen Gutachter, könnten an die Straßenbahn zusätzlich gebunden werden, wenn Linien durch die Innenstadt geführt werden. Der Verlauf der Straßenbahnstrecke könnte über die Innere Laufer Gasse, Theresienstraße, Rathaus, Sebalduskirche, Augustinerstraße zum Hallertor erfolgen.

Ob die Strecke, die von zwei Linien bedient werden muss, damit die geschätzten Fahrgastzahlen zusammenkommen, überhaupt wirtschaftlich ist, wurde noch nicht untersucht.

Die CSU hält dem entgegen, dass solche Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen nicht mehr erfolgen sollen, weil die Stadt finanziell den Umbau gar nicht stemmen kann. Es sei deshalb völlig überflüssig, eine betriebswirtschaftliche Analyse vorzunehmen.
Wir wollen in unserer Leserfrage diesmal von Ihnen wissen: „Straßenbahnen durch die Altstadt?“

Abstimmen können Sie unter: www.nz.de.

Die Frage der vergangenen Woche lautete: Sparpaket: Ist der DGB-Protest berechtigt? Mit Ja antworteten 37 Prozent, mit Nein 63 Prozent.

Soll Alkohol in Bussen und Bahnen verboten werden?

42372915Seit Monaten wird immer wieder über ein Ess- und Trinkverbot in Bussen und Bahnen diskutiert. Die VAG hat dazu im Sommer eine repräsentative Umfrage unter ihren Fahrgästen durchgeführt und feststellen müssen, dass Essen und Trinken bei der Mängelliste nicht an erster Stelle stehen. Wohl aber der Alkohol. 77 Prozent der befragten Fahrgäste sehen es negativ, wenn in Bussen und Bahnen Alkohol getrunken wird. Die VAG plant deshalb ein Alkoholverbot zum 1. Januar einzuzuführen. Sie verweist dabei auf gute Erfahrungen mit einem Verbot in Bamberg und München. Geplant sind Schwerpunktkontrollen mit der Polizei vor allem im Vorfeld von Fußballspielen. Auch erhofft sich die VAG mit dem Verbot, eine Handhabe gegen das „Vorglühen“ von Jugendlichen zu haben. Dem Alkohol-Verbot muss allerdings noch der Aufsichtsrat der VAG zustimmen.

Kritiker des Verbots wie SPD-Stadtrat Jürgen Fischer wenden ein, dass Verbote auch kontrolliert werden müssen und es schwierig sei, nachzuprüfen, was in den Flaschen sei, die mitgeführt werden. Auch helfe ein Verbot nicht, sich gegen Pöbeleien und schlechten Witzen von Betrunkenen in Bussen und Bahnen zu schützen. „Eine Fahrt in der U-Bahn ist doch schnell vorüber“, sagte Fischer im Verkehrsplanungsausschuss.
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Die Frage der vergangenen Woche lautete: Soll der Wöhrder See erhalten werden? Mit Ja antworteten 87,6 Prozent, mit Nein 12,4 Prozent. fis

Haben Sie Verständnis für den Streik bei der VAG?

nas-nz-2009-02-00071Sie hatte einen monatelangen Arbeitskampf angekündigt, doch jetzt ist der Streik erst einmal vorbei: Das Landesarbeitsgericht hat den Ausstand, zu dem die Gewerkschaft der Lokomotiv-Führer (GDL) ihre Mitglieder aufgerufen hatte, für unrechtmäßig erklärt und gestoppt. Zumindest in Nürnberg fahren die öffentlichen Verkehrsmittel seit diesem Wochenende wieder in ihrem normalen Takt. Auch wenn der Notfall-Fahrplan der VAG recht gut funktionierte, ist das für die Fahrgäste doch eine Erleichterung. Denn das Gedränge in Bussen und Bahnen war groß und die Wartezeiten an den Haltestellen um einiges länger als sonst.

Die GDL, die in Bayern etwa 1000 Mitglieder hat, fordert für die Fahrer im öffentlichen Nahverkehr unter anderem fünf Prozent mehr Lohn und einen finanziellen Ausgleich für dienstplanbedingte überlange Pausen. Ver.di, die große Konkurrenzgewerkschaft, hat sich mit den Arbeitgebern schon geeinigt. Der Abschluss sieht bis zum Jahr 2012 eine Lohnerhöhung von 3,5 Prozent in zwei Schritten vor sowie eine einmalige Zahlung von 240 Euro. Der kleinen GDL reicht das nicht. Deshalb hat sie zum Streik aufgerufen. Kritiker werfen ihr vor, dass es ihr vor allem um einen Machtkampf mit ver.di geht. Dass sie nur die Muskeln spielen lassen will, um ver.di-Mitglieder auf ihre Seite zu ziehen.

Wir wollen in unserer Leserfrage diesmal von Ihnen wissen: Haben Sie Verständnis für den Streik bei der VAG? Diskutieren Sie mit und geben Sie Ihr Votum bitte unter www.nz.de ab.
Die Frage der vergangenen Woche lautete: Soll die Burka verboten werden? Mit Ja antworteten 86,6 Prozent, mit Nein 13,4 Prozent.

gs

Streik in der Krise: Macht das Sinn?

Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst wollen acht Prozent mehr Lohn, die Mitarbeiter des öffentlichen Nahverkehrs in Bayern fordern gar 9,5 Prozent. Mit Warnstreiks haben sie am Donnerstag und Freitag auch in Nürnberg ihre Forderungen untermauert.

Aber ist es in den dunklen Zeiten der Wirtschaftskrise nicht fahrlässig oder sogar anmaßend von den Beschäftigten, mehr Geld zu verlangen? Müssen sie nicht froh sein, überhaupt noch einen Arbeitsplatz zu haben?

Andererseits scheint es für Lohnerhöhungen nie einen geeigneten Zeitpunkt zu geben. Läuft die Konjunktur gut, mahnen die Arbeitgeber, den Aufschwung nicht durch solche Forderungen zu gefährden. In Krisenzeiten argumentieren sie dann, dass eine bessere Bezahlung der Beschäftigten die Erholung der Wirtschaft verhindern würde.

Lohnerhöhungen würden dazu führen, dass zumindest die weniger sparsamen Arbeitnehmer auch mehr ausgeben – der Konsum könnte die lahmende Wirtschaft wieder ankurbeln. Und es erscheint zudem fraglich, ob man die teilweise sehr niedrigen Gehälter der Beschäftigten im öffentlichen Dienst wirklich mit dem Verweis auf die von globalen Zockern verursachte Wirtschaftskrise rechtfertigen kann.

Wir wollen deshalb von Ihnen wissen: Streik in der Krise: Macht das Sinn? Geben Sie Ihr Votum bitte hier ab.

Die Frage der vergangenen Woche lautete: Staatshilfe für Schaeffler? Mit Ja antworteten 61,1 Prozent, mit Nein 38,9 Prozent.

Warnstreik: Ein Tag (fast) ohne VAG

Wegen eines Verdi-Warnstreiks wird Nürnberg am morgigen Dienstag ohne ÖPNV da stehen. Das heißt wahrscheinlich: Nicht bloß im Nahverkehr droht das Chaos, auch auf den Straßen, denn wenn nur ein Teil der VAG-Kunden aufs Auto umsteigt, dürften Staus programmiert sein.
Allerdings gibt es immerhin den ganzen Tag über einen Notfahrplan, den wir Ihnen hier (nachdem im Vorfeld der VAG-Server wegen Überlast ausfiel) noch einmal präsentieren. Im wesentlichen basiert er auf dem Nightlinerangebot (zur besseren Lesbarkeit bitte auf das Bild klicken):

Die Busse sollen alle 30 Minuten verkehren. Wegen des zu erwartenden Verkehrschaos dürften diese Zeiten aber kaum einzuhalten sein.

Fragen zur fahrerlosen U-Bahn

U-Bahn__1.JPGSeit Jahren fährt sie immer ein bisschen mehr: Nürnbergs fahrerlose U-Bahn. Jetzt wurde gerade die „finale Schnupperfahrt“ erfolgreich zu Ende gebracht. Nichts ist entgleist, niemand hat sich verfahren: Dem regelmäßigen Betrieb, der am 15. Juni beginnen soll, steht also nichts mehr im Wege.

Dennoch gibt es nach wie vor Bedenken, Sorgen und Fragen. Die NZ hat aus diesem Grund Experten eingeladen, die Rede und Antwort stehen sollen. Am 8. Mai werden die U-Bahn-Fachleute  zwischen 10.30 und 12 Uhr die Fragen im Rahmen einer Telefonaktion beantworten. Es können aber auch hier im Blog Fragen gestellt werden, die wir dann weiterreichen. Wer also etwas zur neuen fahrerlosen U-Bahn wissen will, kann seine Frage hier in der Kommentarspalte hinterlassen.