Soll das alte Pellerhaus rekonstruiert werden?

Vor allem unter den NZ-Lesern ist das Interesse an der Diskussion um den Wiederaufbau des Pellerhauses groß, auch der NZ-Dialog zu diesem Thema in der vergangenen Woche war gut besucht. Altstadtfreunde- Chef Karl-Heinz Enderle sieht sich durch den erfolgreich rekonstruierten Pellerhof sicherlich bestätigt. Er hat – obwohl damals noch nicht Vorsitzender des Vereins – den Wiederaufbau des Pellerhauses wohl von Anfang an mitgedacht, wenn nicht gar mitgeplant. Und die Stadtspitze? Die hätte am liebsten gar kein grünes Licht für den Hof gegeben, weil ihr schon schwante, worauf das Ganze hinauslaufen würde: nämlich auf die Forderung, keine halben Sachen zu machen. Allerdings ist die Ausgangslage beim Pellerhaus eine andere als beim -hof. Bei Letzterem handelte es sich um den Wiederaufbau einer Ruine. Beim Haus müsste man erst einmal mit dem Abriss eines Gebäudes beginnen – obendrein eines denkmalgeschützten. Eigentlich sollte diese Tatsache einen Verein wie die Altstadtfreunde dazu zwingen, von dem ehrgeizigen Vorhaben abzulassen, ist doch der Erhalt historisch bedeutender Bauten eine seiner Herzensangelegenheiten. Doch das an der Stelle des einstigen, im Krieg fast komplett zerstörten Renaissance-Prachtbaus in den 50er Jahren errichtete Bibliotheksgebäude will manchem nicht als denkmalwürdig erscheinen. Zu kühl, zu nichtssagend ist ihnen die Mayer’sche Architektur. Mit einem in neuem Glanz erstrahlenden Nachbau möchten sie dem Platz auf dem Egidienberg wieder die Strahlkraft zurückgeben, die er einst besaß.

Ute Wolf

Soll das alte Pellerhaus rekonstruiert werden?

Wären Sie bereit, für das Volksbad zu spenden?

1994 war es mit dem Schwim­men im Volksbad (Visualisierung: Fritz Planung GmbH) vorbei. Viele Jahre nun schon fristet das Jugendstilgebäude an der Rothen­burger Straße ein tristes Dasein. Vorstellungen, was damit anzu­fangen wäre, gab es reichlich. Doch letztlich fehlte immer das Geld.

Nun liegt die Machbarkeits­studie vor, die die Stadt in Auf­trag gegeben hat. Wenn das Volks­bad wiederbelebt werden soll, dann zur „Nassnutzung“. So lau­tet die Prämisse. Die Bürger könn­ten dann auch im Westen der Stadt wieder ins Hallenbad gehen, Schulen und Vereine wären wieder mit Wasserflächen versorgt. Der Stadtteil würde pro­fitieren.

Doch all das kostet Geld, je nach Variante 47 oder 50 Millio­nen Euro. Finanzminister Markus Söder hat der Stadt zehn Millio­nen Euro Zuschuss für das Bad versprochen, der Bund wird über die Städtebauförderung auch noch etwas drauflegen. Trotzdem wird noch ein stolze Summe an der Stadt hängen bleiben. Bürger­meister Christian Vogel hat die Möglichkeit in den Raum gestellt, dass sich die Nürnberger finan­ziell am Wiederaufbau des Volks­bads beteiligen könnten – etwa in Form eines symbolischen Fliesen­kaufs. Schließlich wünschten sich viele Menschen das Schwimmbad in Plärrer-Nähe zurück.

Gabi Eisenack

 

Wären Sie bereit für das Volksbad zu spenden?