Soll das ZDF "Wetten, dass..?" einstellen?

Als Samuel Koch in der „Wetten, dass..?“-Sendung im vergangenen Dezember so schwer verunglückte, dass er eine Querschnittslähmung davontrug, war der Schock groß. Sowohl die Zuschauer als auch Moderator Thomas Gottschalk stellten sich die Frage, ob das Format nach diesem Unglück fortgesetzt werden kann. Gottschalk entschied, sich aus der Sendung zu verabschieden.
Am vergangenen Samstag lief nun die letzte reguläre Ausgabe der Familienunterhaltungsshow. Danach soll es nur noch eine Sommerausgabe und drei weitere Spezialausgaben geben. Die erste wird am 8.Oktober aus Nürnberg gesendet. Es folgen am 5.November Leipzig und am 3.Dezember Friedrichshafen am Bodensee.

Danach soll das Format, laut ZDF, mit einem anderen Moderator fortgesetzt werden. Dieser ist jedoch bis heute nicht gefunden, und es drängt sich die Frage auf, ob eine Weiterführung der Sendung überhaupt nötig ist. Manch einer glaubt, die besten Zeiten des Formats, vor 30 Jahren von Frank Elstner entwickelt, seien vorbei. Eifrig hatte sich der öffentlich-rechtliche Sender bemüht, mit der Verpflichtung von Moderations-Sternchen Michelle Hunziker (34) frischen Wind in den müde gewordenen Wett-Zirkus zu bringen.

Zudem ist fraglich, ob es überhaupt einen Moderator gibt, der es vermag, die Lücke zu füllen, die Gottschalk hinterlassen wird. Schließlich hat der heute 60-Jährige der Sendung in den vergangenen 24 Jahren seinen Stempel geradezu eingebrannt.

((Platzhalter))Vielleicht ist es aber auch ein Fehler, ein über so lange Zeit erfolgreiches Format, das sich dauerhaft auch gegen die private Konkurrenz behauptete, sterben zu lassen, bloß weil der Moderator geht.

Wir wollen daher in unserer Leserfrage diesmal von Ihnen wissen: „Soll das ZDF ,Wetten dass..?‘ einstellen?“

18 Euro monatlich für ARD und ZDF

Die Rundfunkgebühren sollen weiter steigen. Die Gebührenkommission hat eine Erhöhung um 95 Cent pro Monat vorgeschlagen und wie es aussieht, wird dieser Vorschlag abgenickt (in der Hoffnung, dass eh die meisten sagen: Ist ja nicht einmal ein Euro, was soll also die Aufregung). Knapp 18 Euro (17,98 Euro genau) werden dann monatlich als Fernsehgebühr abgebucht. Zwangsweise, denn eine Möglichkeit, auf die öffentlich-rechtlichen Sender zu verzichten und nur werbefinanzierte Sender zu schauen, hat man nicht.

In den NZ-Weblogs ist in den letzten Tagen wiederholt Kritik an ARD und ZDF geübt worden. Sei es beim seltsamen Verhalten der ARD in Sachen Tour de France, sei es bei der Unkenntnis der Sender in Bezug auf das Internet oder sei es wegen bezahlter Eigenwerbung jobsuchender Journalisten. Auch an teuren und ehrgeizigen Filmprojekten ließ der NZ-Kritiker kaum ein gutes Haar. Selbst wenn es um Berichte aus unserer Region geht, bleiben die gebührenfinanzierten Sender den Beweis schuldig, dass sie es besser hin bekommen.

Dabei wäre es augenblicklich nicht schwer, kompetenter und seriöser Programm zu machen als die Privaten mit ihren Gewinnspielen oder Dschungelcamps, zumal wenn man wie ARD und ZDF dafür 7,7 Milliarden Euro pro Jahr zur Verfügung hat.

Zugegeben, es gibt hin und wieder auch gute Sendungen bei den Öffentlich-Rechtlichen, aber sind die 18 Euro pro Monat wert?