Vogelkinder im Tiergarten

Und wieder gibt es eine schöne Meldung aus dem Tiergarten Nürnberg: Bei den Sperbereulen und den Uralkäuzen, die auch Habichtskäuze genannt werden (Foto: Tiergarten Nürnberg), hat sich Nachwuchs eingestellt. Die Sperbereulen ziehen in diesem Jahr gleich sechs Jungvögel auf, die im April geschlüpft sind. Die Brutzeit beträgt etwa einen Monat, und die flauschigen Küken verlassen mit drei bis fünf Wochen das Nest. Die Elterntiere am Schmausenbuck stammen übrigens aus Rostock (das Weibchen) und aus Köln. Auch über den Zuchterfolg bei den Uralkäuzen freut man sich im Tiergarten. Die Käuze bringen es mit den beiden im April geschlüpften Jungen schon auf insgesamt 36 Nachkommen. Das Muttertier ist bereits 20 Jahre alt, der Vater der jungen Eulen 17 Jahre; er stammt aus dem Tierpark Berlin-Friedrichsfelde.

weiter lesen

Botanische Führung durch den Tiergarten

Ein ungewohntes Foto für ein Tier-Blog, passend für eine ungewöhnliche Führung durch den Tiergarten Nürnberg: Bei der Tour mit der Umweltpädagogin und Landschaftsplanerin Bettina Frenzke am Sonntag, 19. Mai, um 10 Uhr geht es in erster Linie nicht um Tiere, sondern um Pflanzen. Bei der etwa zweistündigen botanischen Führung erklärt Bettina Frenzke den Teilnehmern, welche Futterpflanzen auf dem Zoogelände für die Vegetarier unter den Zootieren angebaut werden. Die Besucher erfahren, welche Pflanzen nicht nur eine schöne grüne Kulisse bilden, sondern auch als Futter für die dort lebenden Tiere dienen. Für die Zoobesucher wird die Faszination der Gehölze und Kräuter erlebbar, die für die Zootiere eine gesunde oder wohlschmeckende Beilage liefern.

weiter lesen

Nala erobert die Besucherherzen

Große Freude im Tiergarten Nürnberg: Dort wurde nach fast einem halben Jahrhundert endlich wieder ein Kamel geboren. Am 26. April hat die zwölfjährige Stute Akiba ein weibliches Fohlen zur Welt gebracht (Foto: Eduard Weigert). Die Tierpfleger haben sich auf den Namen Nala geeinigt. Das Stutfohlen entwickelt sich sehr gut. In der vergangenen Woche hat Nala über drei Kilo zugelegt und bringt jetzt gut 33 Kilogramm auf die Waage. Bis sie vollständig ausgewachsen ist, dauert es mindestens vier Jahre. Bis dahin müssen sich auch ihre Höcker noch richtig entwickeln.

weiter lesen

Neu im Wüstenhaus: Vögel

Das Wüstenhaus im Tiergarten Nürnberg wird immer attraktiver für die Zoobesucher: Jetzt sind dort auch Vögel zu sehen, und zwar drei Vogelarten aus den Trockengebieten des nördlichen Afrika: Schmetterlingsfinken (Uraeginthus bengalus), Wüstengimpel (Bucanetes githagineus) und  – auf obigem Foto zu sehen – Senegalamaranten (Lagonosticta senegala, Foto: Tiergarten Nürnberg). Damit wird die Tierwelt im Wüstenhaus, das einen der Wüste nachempfundenen Lebensraum abbilden soll, um ein weiteres Stück komplettiert. Bisher werden in dem ehemaligen Nilpferdhaus Insekten wie Mistkäfer, kleine Säugetiere und Schuppenkriechtiere wie Atlasagamen, Oman-Dornschwanzagamen und Skorpionschwanzgeckos gehalten.

weiter lesen

Frühlingsfest im Tiergarten

Am kommenden Sonntag steigt das diesjährige Frühlingsfest im Tiergarten Nürnberg. Dabei geht es diesmal laut Veranstaltungsmotto „künstlerisch“ zu. Der Nürnberger Tiergarten wurde am 5. Mai 1939 am Schmausenbuck eröffnet (der vorherige Alte Tiergarten befand sich im Luitpoldhain). Am 5. Mai kann der Zoo also auch sein 80-jähriges Bestehen feiern. Heute leben dort über 5000 Tiere aus mehr als 300 Arten. Der Tiergarten beherbergt aber auch viele Kunstwerke: Skulpturen, Mosaike oder Installationen, die als Kunst im öffentlichen Raum von verschiedenen Künstlern aus verschiedenen Zeiten überall auf dem Zoogelände zu finden sind.

weiter lesen

Glückwunsch nach Hannover!

Eine hocherfreuliche Nachricht aus dem Zoo Hannover: Dort sind drei Sibirische Tigerbabys zur Welt gekommen. Das Foto zeigt einen Blick in die Wurfhöhle, wo Tiger-Mama Alexa ihre Drillinge säugt (Foto: Zoo Hannover/dpa). Ein besonders wertvoller Nachwuchs, denn Sibirische Tiger gelten als stark bedroht, auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN werden sie als gefährdet eingestuft. Noch sind die Jungtiere nicht für die Besucher zu sehen: Sie leben mit ihrer Mutter zurückgezogen in einer Wurfhöhle, wo das Geschehen in der Kinderstube von einer Videokamera aufgenommen und den Zoobesuchern in Ausschnitten gezeigt wird. Die drei Tigerbabys in Hannover haben die ersten zwei kritischen Wochen bereits überstanden. Das ist für den Zoo umso wichtiger, als im vergangenen Jahr zwei Tigerbabys kurz nach der Geburt gestorben waren.

Sibirische Tiger werden auch im Tiergarten Nürberg gehalten. Das Paar Katinka und Samur hatte im Jahr 2015 Nachwuchs: die beiden Kater Aljoscha und Volodya. Und wie ich gerade erfahre, ist Aljoscha der Vater von den Drillingen in Hannover. Da hat er sich ja mächtig ins Zeug gelegt, unser Nürnberger Buu!

Heute ist Welt-Pinguintag

Fast hätte ich es übersehen: Heute ist Welt-Pinguintag! Dieses Datum wurde dafür auserkoren, weil an diesem Tag die Adéliepinguine nach vielen Monaten auf See in ihre Brutkolonie an Land zurückkehren. Pinguine sind nicht nur ungemein beliebt und gehören in Zoologischen Gärten zu den absoluten Lieblingstieren (Foto: dpa). Nein, sie sind angesichts von Erderwärmung und Klimawandel auch wichtige Indikatoren für funktionierende oder nicht funktionierende Ökosysteme. „Wenn es einem Pinguin gut geht in seiner Umgebung, ist das Ökosystem weitestgehend in Ordnung“, so hat es der Pinguinforscher Klemens Pütz anlässlich des Welt-Pinguintages in einem Radio-Interview auf den Punkt gebracht.

Immer schwieriger wird es für Pinguine, die weit im Süden leben. An der antarktischen Halbinsel etwa ist die Temperatur innerhalb eines halben Jahrhunderts um fünf Grad angestiegen, mit der Folge, dass es dort nun öfter regnet und im Sommer nicht mehr schneit. Das wirkt sich wiederum auf die Meeresströmung aus und auf die Tierwelt im Meer, in der sich die Pinguine ihre Nahrung erjagen. Und so zieht Pütz zum Welt-Pinguintag eine aus meiner Sicht äußerst bedenkliche Bilanz: Man gehe davon aus, dass heute elf der 18 Pinguinarten weltweit unterschiedlich stark bedroht sind.

Alpaka-Wanderungen – ein sinnvoller Trend?

Alpakas und Lamas haben sich hierzulande, fernab ihrer Heimat, zu regelrechten Modetieren entwickelt. Überall in Deutschland trifft man auf Weiden mit diesen aus Lateinamerika stammenden Neuweltkamelen (Foto: dpa). Etwa 15.000 Lamas und Alpakas leben nach Schätzungen des Tierschutzbundes in Deutschland. Und Lama-Wanderungen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

Ich stehe solchen Trends eher kritisch gegenüber und frage mich, ob diese Tiere bei uns von der Mehrzahl der Privatbesitzer tatsächlich artgerecht gehalten werden. Meiner Meinung nach können Zoos das einfach besser. Mit meinen Zweifeln bin ich übrigens nicht allein – auch der Deutsche Tierschutzbund ist in dieser Hinsicht skeptisch. Er warnt davor, dass die Tiere bei falscher Haltung und Behandlung schnell eine Fehlgeprägung entwickeln können. Wenn das passiert, betrachten die Tiere Menschen als Artgenossen und spucken sie an, und es kann zu Rangkämpfen kommen. Ein solches Verhalten kann laut Tierschutzbund später nicht mehr korrigiert werden. Am Ende droht solchen Tieren die Einschläferung.

Es mag ja ganz nett sein, mit einem Lama oder Alpaka durch eine schöne Gegend zu wandern. Aber ich frage mich, ob das wirklich unbedingt notwendig ist, wenn man mal „runterkommen“ möchte. Das geben die meisten Leute, die schon einmal eine Lama-Wanderung gemacht haben, als hauptsächlichen Grund an, warum sie sich dafür entschieden haben. Ich finde, es ist ein Armutszeugnis, wenn man das nicht mehr aus eigener Kraft schafft!

Tiere anschauen und danach austoben

Für Besucher mit Kindern ist der Tiergarten Nürnberg jetzt noch attraktiver geworden, denn außer Tiere anschauen können sie jetzt im Zoo noch mehr spielen und toben. Zu Beginn der Osterferien wurde der dritte Jako-o Kinderspielplatz eröffnet. Er befindet sich im oberen Teil des Tiergartens, in unmittelbarer Nähe der Bartgeier-Großvoliere. Vorschüler vom „Haus für Kinder“ in Nürnberg-Zerzabelshof durften die neuen Spiel- und Klettergeräte zum Hangeln, Balancieren, Schaukeln und Klettern als erste testen (Foto: Matejka). Jako-o ist seit fast 20 Jahren Partner des Tiergartens und auch verantwortlich für die beiden Spielplätze am Jako-o Kinderzoo und in der Nähe der Luchse. Der neue Spielplatz ist etwa 1000 Quadratmeter groß und bietet nicht nur Spielgeräte, sondern auch eine Sandsteinmauer zum Klettern am Rand des Spielplatzes. Nun gibt es also auf jeder der drei Ebenen des Zoos am Schmausenbuck einen Platz zum Austoben für die Kinder.

Jetzt sind Nanuq und Vera ein Paar

Nanuq heißt der neue, elf Jahre alte und sehr imposante Eisbärenbulle im Tiergarten Nürnberg. Der Name stammt aus der Sprache der Inuit und bedeutet so viel wie „Meister des Eises“. Nanuq kommt aus dem Zoo Hannover, wo er zuletzt neun Jahre lang gelebt hat; geboren ist er im Wiener Tiergarten Schönbrunn. In Hannover lebte er zuerst mit seinem Bruder Arktos und dem gleichaltrigen Sprinter aus Rhenen (Niederlande) zusammen. Als das Weibchen Milana aus Moskau dazukam, zeigte sie nur Interesse an Sprinter – Nanuq musste zuschauen, wie die beiden sich blendend verstanden. Nun hat er mit Vera endlich auch ein Weibchen „abbekommen“. Er zeigt sich Vera gegenüber sehr freundlich, die beiden spielen und baden miteinander (Foto: Tiergarten Nürnberg).

Nun hoffen alle, dass es zwischen den beiden auch zur Paarung kommt. Bisher hatte Vera ja ausschließlich Felix als Partner, den Vater der in Nürnberg geborenen Eisbärin Flocke. Auch die Jungtiere Gregor, Aleut und Charlotte hatte Felix in Nürnberg gezeugt. Sollte Vera von Nanuq erfolgreich gedeckt werden, würde man sie nach dem jetzigen Stand der Planung ein letztes Mal Mutter werden lassen – die Polarbärin hat mit ihren 16 Jahren ein Alter erreicht, in dem das Thema Nachwuchs langsam aber sicher nicht mehr an erster Stelle steht. Auf jeden Fall soll die auch beim Publikum äußerst beliebte Bärin ihren Alterssitz in Nürnberg haben. Möglicherweise bekäme sie dann ein oder mehrere ältere Weibchen als Gefährtin(nen), damit sie ihren Lebensabend nicht einsam und allein verbringen muss.

Aber das ist im Moment noch alles Zukunftsmusik. Jetzt freuen wir uns erst einmal über den neuen, wirklich imposanten Eisbärenmann Nanuq – und möglicherweise niedliche Eisbärenbabys im nächsten Frühjahr!