Nach der schrecklichen Meldung aus China zurück ins idyllische Franken. Heute mal wieder ein eher praktischer Tipp: Ab sofort und noch bis zum 21. März führt der Landesbund für Vogelschutz seine diesjährige Frühjahrs-Haus-und-Straßensamlung durch. Die hat inzwischen schon eine 30-jährige Tradition: 1980 hat der LBV in einigen Kreisgruppen damit angefangen. Mittlerweile hat sich dieses zarte Pflänzchen zu einer der erfolgreichsten bayernweiten Sammlungen für Natur- und Artenschutzprojekte sowie Umweltbildung entwickelt. In diesem Jahr wirbt nebenstehendes Plakat mit dem süßen Hamster für die Sammlung.
Für diese Sammlung engagieren sich viele Menschen in Bayern: In der Altersgruppe der 20- bis 40-jährigen war fast ein Viertel der Bevölkerung schon einmal mit der Sammeldose oder einer Freundesliste für den LBV Spenden unterwegs.
Ich glaube, das ist eine wichtige Sache für den Artenschutz in unserer unmittelbaren Umgebung, zu der jeder etwas beitragen kann. Gerade zum jetzigen Zeitpunkt, wo die internationale Artenschutzkonferenz noch tagt, müssten doch alle sehr motiviert sein, ihr eigenes Scherflein dazu beitragen zu können, oder?
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Die Chinesen treten nicht nur Menschenrechte willkürlich mit Füßen. Auch Tierrechte und Tierschutz – oder schlicht: der Respekt vor Lebewesen – gehen ihnen offenbar sonstwo vorbei. Ausgerechnet im chinesischen “Jahr des Tigers” hat man im Zoo von Shenyang elf sibirische Tiger Hungers sterben lassen. Und das, obwohl es in freier Wildbahn nur noch zwischen 350 und 450 von diesen königlichen Tieren gibt!
Der Zoo hatte offenbar kein Geld für die richtige Ernährung der Tiere. Die wunderschönen großen Raubkatzen wurden nur mit billigen Hühnerknochen gefüttert und gingen zuletzt jämmerlich an Unterernährung zugrunde. Das hat ein leitender Mitarbeiter der Station für den Schutz wilder Tiere in der Provinzhauptstadt von Liaoning der Öffentlichkeit mitgeteilt. Von Zooseite hatte es nämlich zunächst geheißen, die Tiger seien an Infektionskrankheiten gestorben.
Im November letzten Jahres hatten bereits zwei Tiger einen Wärter angefallen und schwer verletzt – aus Hunger! Was macht man mit solchen Tieren? Der Chinese erschießt sie natürlich! Nach dem Vorfall hat man dann die anderen Tiger kurzerhand in Käfige gesteckt. Das hat den sowieso schon geschwächten Tieren den Rest gegeben.
Nun könnte man natürlich einwenden, das sei alles in einem Privatzoo passiert, auf den der Staat keinen Einfluss hat. Aber das stimmt nicht: 15 Prozent der Zoo-Anteile befinden sich in Händen der Stadtregierung von Shenyang. Die hätte in jedem Fall einschreiten müssen.
Aber Tierquälerei ist eben im “Reich der Mitte” ebenso an der Tagesordnung wie Menschenquälerei. Das ist die Realität, und nicht das, was der Weltöffentlichkeit mit den Olympischen Spielen vorgegaukelt wurde!
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Im Dezember habe ich hier über die Freilassung von Meeresschildkröten auf den Seychellen geschrieben. Die Tiere waren im Frankfurter Zoo geschlüpft. Der Beitrag stieß auf großes Interesse, und Blog-Leserin “noske” hatte sich ein Foto von der Freilassung gewünscht. Es war nicht ganz einfach, aber für meine Leser scheue ich keine Mühe, und auch wenn es einige Zeit gedauert hat, konnte ich nun endlich ein solches Foto bekommen, das ich hiermit veröffentliche.
Geschickt hat mir das Bild Dirk Hausen vom Bundesamt für Naturschutz in Bonn, der die kleinen Karettschildkröten beim Flug von Frankfurt in ihre Heimat begleitet hat. Auf dem Foto ist Elke Talma von der Marine Conservation Society Seychelles zu sehen. Sie zeigt interessierten Kindern eine der kleinen Meeresschildkröten, die die Kinder sonst in dieser Größe nie zu Gesicht bekommen würden. Die Freilassungsaktion wurde von einem Fernsehteam aufgenommen.
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Die nächste Artenschutzkonferenz findet vom 13. bis 25. März in Dohar (Emirat Katar) statt. 175 Staaten nehmen daran teil. Im Mittelpunkt stehen diesmal Haie, Korallen, Eisbären und Elefanten. Ich habe hier kürzlich schon über das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) geschrieben, das den Handel mit bedrohtenTieren und Pflanzen begrenzt.
Besonders viele Anträge gibt es bei der diesjährigen Konferenz zum Thema gefährdete Meerestiere. Immerhin sind 75 Prozent der Fischbestände weltweit bedroht. Bereits die letzte Artenschutzkonferenz vor drei Jahren in Den Haag hatte für ein stärkeres CITES-Engangement beim Schutz von
Meeresfischen plädiert. In deutschen Gewässern sind der Dorn- und der Heringshai besonders schützenswert. Noch nie gehört? Kein Wunder: Sie dürften eher als Schillerlocke, Fish and Chips oder Hai-Steak bekannt sein. Unter diesen Namen landen sie nämlich auf dem Tisch. Auch die Jagd auf die begehrten Haiflossen führt dazu, dass viele Haiarten stark dezimiert wurden.
Um Elefanten bzw. um Elfenbein und Elfenbeinhandel streiten bei der Konferenz vor allem die Afrikaner. Kenia, Ghana, Ruanda und vier weitere Länder prophezeien, dass die Wilderei wieder zum Problem wird, wenn weiteres Elfenbein verkauft werden darf. Sie wollen den Handel deshalb für weitere 20 Jahre verbieten. Aber Tansania und Sambia möchten ihre Lager leer bekommen. Deutschland ist gegen den Elfenbeinhandel, die EU noch gespalten.
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Das war fast vorhersehbar: Der Film “Die Bucht” hat den “Oscar” für den besten Dokumentarfilm gewonnen. Der Streifen über das Delfin-Abschlachten in der japanischen Taiji-Bucht ist überall in den Kinos nach einer riesigen Werbekampagne angelaufen und hat – wie es beim Thema Delfine immer der Fall ist – große Emotionen und lebhafte Diskussionen ausgelöst.
Jetzt, nach der “Oscar”-Verleihung, steht das japanische Fischerdorf Taiji noch mehr im Mittelpunkt des Weltinteresses. Nicht unbedingt zur Freude der Einwohner: Sie fühlen sich als grausame Tierquäler an den Pranger gestellt. Dass die Delfinjagd und der Verzehr von Delfinfleisch zu den uralten Traditionen Japans und auch zur dortigen Kultur gehören, wird ihrer Meinung nach vernachlässigt.
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Wir haben es wirklich weit gebracht auf unserer Welt. Bisher war es ein Thema, dass viele Menschen Allergien gegen Tiere haben. Eines der prominentesten Beispiele dafür ist Malia, die Tochter des amerikanischen Präsidenten, die bekanntlich wegen ihrer Allergie gegen Hundehaare lange Zeit auf den “First Dog” warten musste.
Nun gibt es eine neue Entwicklung: Hunde leiden immer öfter unter Allergien. Vor allem Doggen, Labradore und West Highland Terrier sind betroffen. Sie müssen sich zwar nicht mit Heuschnupfen herumplagen wie wir Menschen, sondern oft mit einer Art “Heujucken”. Denn Allergien wirken sich bei Hunden weniger auf die Atemwege als auf die Haut aus.
Und was löst bei den Vierbeinern eine Allergie aus? Da geht es den Ärmsten ähnlich wie uns: Hausstaub, Milben oder Pollen sind häufige Ursachen. Auch schlechtes Futter kann Schuld an einer Allergie sein.
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Ich persönlich freue mich ja: Der Abschied von Eisbärin Flocke verschiebt sich nochmals weiter nach hinten. Flocke und ihr russischer Freund Rasputin bleiben jetzt über die ganzen Osterferien hinweg im Nürnberger Tiergarten. Wahrscheinlich freuen sich andere Flocke-Fans mit mir.
Momentan geht man davon aus, dass Flocke und Rasputin erst in der zweiten Aprilhälfte nach Südfrankreich umziehen. Der Grund für den erneuten Aufschub: Die Eisbärenanlage im „Marineland“ in Antibes wird nicht im geplanten Zeitrahmen fertig. Die Bauarbeiten haben sich durch den langen und ungewöhnlich schneereichen Winter an der Côte d’Azur verzögert und dauern noch an.
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Am 8. März ist Internationaler Frauentag – der Termin ist mittlerweile weit ins kollektive Bewusstsein vorgedrungen. Heute haben wir den 3. März. Und? Dieses Datum sagt Ihnen nichts? Macht nichts, dafür haben Sie ja mich, der Sie daran erinnert, dass der 3. März “Tag des Artenschutzes” ist.
Dieser Gedenktag erinnert an die Erstunterzeichnung des Washingtoner Artenschutzübereinkommens am – genau! – 3. März 1973. Das Abkommen verbietet den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen sowie mit aus ihnen hergestellten Produkten, dazu zählen auch ausgestopfte Tiere. 175 Staaten folgen dem Abkommen weltweit, die Bundesrepbilik seit 1976.
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Das war wirklich ein kurzes Zwischenspiel von Marco! Nun bin ich vom Urlaub zurück und kann “Achtung, Wolf!” wieder selbst betreuen. Leider habe ich diesmal keine Tiergeschichte aus Ramsau mitgebracht – ich glaube, meine intensive Begegnung mit dem Norovirus ist nicht unbedingt attraktiv genug, um hier darüber zu schreiben!
Sei´s drum, wenden wir uns interessanteren tierischen Begebenheiten zu! Da scheint sich ein Trend fortzusetzen, der schon vor ein paar Monaten begann und den ich hier schon mehrmals thematisiert habe: Immer öfter verbreiten die Medien Vorkommnisse, dass Tiere Menschen angreifen oder anderweitig bedrohen. So bot vor knapp einer Woche sogar am idyllischen Dachstein der tödliche Angriff eines Schwertwals auf seine Trainerin in einem Freizeitpark in Florida ausreichend Gesprächsstoff – und das, obwohl die Österreicher eigentlich ziemlich mit dem desaströsen Abschneiden ihrer Sportler bei den Olympischen Spielen beschäftigt waren. Aber mit Nachrichten aus der Tierwelt ist es wohl wie mit Sex: Sie gehen – medial betrachtet – immer.
Kaum bin ich wieder zu Hause und in der Redaktion, kommt heute die nächste Meldung, die gut in oben genannte Rubrik passt: Im Zoo von Adelaide hat Seelöwe Tasco seinen Pfleger vor den Augen der Zoobesucher in den Arm gebissen. Aus Rache, wie es scheint. Das Tier soll laut Zooleitung deshalb so aggresiv reagiert haben, weil seine Gespielin in ein anderes Gehege verlegt worden war. Offenbar wollte sich Tasco an seinem Betreuer rächen, den er kurzfristig für einen männlichen Rivalen hielt. Im Gegensatz zur Trainerin in Orlando überlebte der australische Zoo-Angestellte und soll schon bald seine Arbeit wieder aufnehmen; die Bisswunde wurde mit 30 Stichen in einer Klinik genäht.
Tja, ich bin mal gespannt, was sich als nächstes tut in Sachen “Tiere schlagen zu”.
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Asche über mein Haupt: Die Urlaubsvertretungen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Erst lassen sie sich mit ihrem Beitrag einige Tage Zeit, und dann kommen sie zu allem Überfluss auch noch mit einer schlechten Nachricht daher: Die Tiergartenpreise werden nämlich ab dem 1. April 2010 erhöht. Ein Erwachsener zahlt künftig 9 Euro statt bisher 8,50 Euro, für Kinder bis 13 steigt der Preis von 4,20 auf 4,50 Euro. Auch Nürnberg-Pass-Besitzer müssen künftig mehr berappen: Bei den Erwachsenen geht der Preis von 3,70 auf 4 Euro hoch, bei Kindern von 2 auf 2,20 Euro. Die Familienkarte für zwei Erwachsene mit Kindern kostet künftig 21 statt bisher 20 Euro.
Aber ein kleines Trostpflaster habe ich auch noch: Flockes Abschied verschiebt sich noch weiter nach hinten. Von der ursprünglichen Planung her hätte die Eisbärin ja schon im Januar nach Südfrankreich umziehen sollen, dann hieß es Mitte Februar, später war von Anfang März die Rede. Jetzt werden Flocke und ihr Gefährte Rasputin doch noch etwas länger am Schmausenbuck bleiben.
„Mitte März wird es auf jeden Fall“, sagte Tiergarten-Chef Dag Encke der Nürnberger Zeitung. Der Bau der neuen Meerwasser-Anlage in Antibes habe sich wegen des harten Winters verzögert. Während sich die Besucher freuen, sitzt die Tiergarten-Leitung nun aber inzwischen etwas auf heißen Kohlen. „Die Deckzeit wird immer knapper“, sagt Encke. Sobald Flocke und Rasputin in Richtung Frankreich unterwegs sind, will der Tiergarten bekanntlich Felix zurückholen. Bis Ende April könnte der derzeit in Aalborg (Dänemark) lebende Papa Flockes gemeinsam mit Vera wieder für Nachwuchs sorgen.
Immerhin müssen sich Felix und Vera nicht lange aneinander gewöhnen. Die beiden sind ja schon ein eingespieltes Paar.
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