Elefantenkuh "Yvonne" soll nach Rostock

YvonneZwar dreht sich derzeit alles um das Eisbär-Baby. Aber im Tiergarten gibt es noch viele andere Tiere, die im Augenblick fast ein wenig zu kurz kommen.

Sie hat 40 Jahre auf dem Buckel, ist auch schon vom Alter gezeichnet und fristet seit August letzten Jahres, als  ihre langjährige Gefährtin „Kiri“ eingeschläfert werden musste, ein einsames Dasein im Nürnberger Tiergarten: Elefantenkuh „Yvonne“. Nun soll sie hochbetagt noch eine letzte Reise antreten. Die Tiergartenleitung plant, sie im Sommer an den Zoo in Rostock abzugeben. Dort kann sie endlich wieder in Gesellschaft einer anderen Elefantenkuh leben.

Derzeit halten sich schon Elefantenpfleger aus Rostock am Schmausenbuck auf, um „Yvonne“ kennenzulernen und sie an sich zu gewöhnen, damit die Umstellung für die alte Elefantin nicht zu abrupt kommt. Keiner trennt sich gern von „Yvonne“, aber es wäre auch zu traurig, sie weiterhin allein in ihrem Gehege verkümmern zu lassen. Nun haben die Nürnberger und alle anderen Tiergartenbesucher bis zum Sommer Zeit, sich von ihr zu verabschieden.

Es gibt aber immerhin einen großen Trost: Die Elefantenhaltung im Tiergarten ist mit dem Wegzug von „Yvonne“ nicht beendet. Künftig will man dort jüngere Tiere ansiedeln – entweder Jungbullen, die noch nicht geschlechtsreif, dafür aber sehr lebhaft sind, oder sterile Elefantenkühe, die sich in anderen Herden nicht mehr gut behaupten können.

Die Sorge vieler Zoobesucher, im Tiergarten könnte bald eine elefantenlose Zukunft anbrechen, ist damit vom Tisch. Und wer „Yvonne“ so ins Herz geschlossen hat, der kann sie ja vielleicht mal in Rostock besuchen.

2 Kommentare in “Elefantenkuh "Yvonne" soll nach Rostock

  1. Ich finde es sehr schade, dass es keine andere Möglichkeit gibt. Ich frage mich, ob Yvonne so eine Umstellung überhaupt verkraftet, nachdem sie ihr ganzes Leben in Nürnberg verbracht hat. Und wie ich es verstanden habe, wird die jüngere Elefantenkuh, die außer dem 45 Jahre alten Tier noch in Rostock lebt, dann irgendwo in eine Herde integriert, was bedeutet, dass bei einem erneuten Todesfall wieder nur eine alte Elefantendame übrig bleibt. Und sollte das Yvonne sein, steht sie dann auch noch außerhalb ihrer lebenslang gewohnten Umgebung alleine rum. Obendrein entspricht die Elefantenanlage in Rostock noch weniger dem Standard, als die in Nürnberg. Der einzige Vorteil ist, dass der beschwerliche Weg vom Haus ins Gehege und zurück wegfällt. Aber ansonsten nicht wirklich befriedigend, diese Lösung.

  2. Der Tiergarten war und ist in meinem Leben ein wichtiger Ort.
    Unsere Elefanten, im Vergleich zu den Hagenbecks, machten psychisch nicht den glücklichsten Eindruck. Sicherlich wird es für die alte Dame eine Umstellung sein, aber jeder Neuanfang birgt auch eine Chance. Zumindest ist sie nicht mehr allein. Ich wünsche ihr alles Gute!!!

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