Eisbären-Konkurrenz bei ARD und ZDF

Eisbären garantieren hohe Einschaltquoten. Und die sind auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen inzwischen längst wichtiger als Qualität oder Aktualität. Nun machen sich ARD und ZDF mit Deutschlands derzeit populärster Tierart gegenseitig Konkurrenz.

Seit Wochen entsendet das ZDF mit den „Nürnberger Schnauzen“ täglich unsere „Flocke“ als Botschafterin für den Tiergarten in die Wohnzimmer. Leider hinken die Filmbeiträge über das Knuddel-Baby, bei denen den Zuschauern suggeriert wird, sie seien aktuell, inzwischen der Realität fast vier Wochen hinterher. Die Zuschauer aus dem Großraum Nürnberg, die immer wieder die neuesten Fotos von dem inzwischen deutlich weiter entwickelten Bärchen in ihrer Zeitung sehen, werden einfach für blöd verkauft. Aber auch alle anderen müssen sich verschaukelt fühlen, denn im Internet haben sie ja jederzeit Zugriff auf den momentanen „Flocke“-Stand.

Die ARD bringt  ab heute die neueste Staffel ihrer Doku-Soap „Eisbär, Affe & Co.“ über die „Wilhelma“ in Stuttgart. Wahrscheinlich werden sich die Macher dabei bald auch den erst kürzlich bekannt gewordenen „Wilbär“ als Quotengaranten krallen. Mal schauen, ob das „Erste“ mehr auf Zack ist als das „Zweite“, mit dem man angeblich besser sieht.

Wer nichts Besseres zu tun hat, kann sich nun jedenfalls vor der Mattscheibe täglich stundenlang eisbärig berieseln lassen: Zwischen 15.15 und 16 Uhr im ZDF, dann gleich umschalten aufs Bayerische Fernsehen, wo um 16.05 Uhr das Magazin „Wir in Bayern“ mit dem kurzen „Flocke-Tagebuch“ beginnt, und den Nachmittag langsam ausklingen lassen bei der ARD von 16.10 bis 17 Uhr.  

2 Kommentare in “Eisbären-Konkurrenz bei ARD und ZDF

  1. Hallo uwo,
    gut, dass Sie zurück sind und uns wieder über Flocke und Tiergarten auf dem Laufenden halten.
    Ich werde mir heute die Wilhelma-Sendung mal ansehen. Mich stört die Inaktualität des ZDF übrigens auch. Mit ein bisschen redaktioneller Flexibilität könnte man hier dem Zuschauer aktuellere Infos geben.

  2. Film – Tipp
    für die Ostertage und für jeden anderen Tag.
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    Wer keinen Thriller braucht und gerne Tiere und schöne Bilder sieht, dem sei der Film „KNUT UND SEINE FREUNDE“ empfohlen. Er kommt ohne jegliche brutale Szene aus und verheimlicht dennoch nichts. Man muss auch kein Knut-Fan sein, um diesen Film zu lieben!

    Es werden ein Eisbär im Zoo, Knut, mit menschlichem Ziehvater, eine Eisbärenmutter mit ihren drei/zwei Jungen und zwei verwaiste Braunbärenkinder jeweils in der Wildnis vorgestellt und begleitet. Sehr schöne Naturaufnahmen und Panoramabilder von Berlin leiten von einer Lebenszone zur anderen über. Wunderschön. Als Bindeglied zwischen den einzelnen Protagonisten ist DER WIND als Erzähler eingesetzt – eine brillante Idee.

    Ideal für Kinder und ganze Familien, aber auch für Paare, Freundesgruppen und Einzelpersonen.

    Für den Film wurde leider viel zu wenig Werbung gemacht, so dass viele möglicherweise Interessierte gar nichts von seiner Existenz wissen. Seht Euch in Eurer Umgebung nach dem Kinoprogramm um – und dann: nichts wie rein, bevor er mangels Interesse abgesetzt wird. Wäre zuuuu schade.

    Zurücklehnen und genießen!

    RE

    [Dies ist eine reine Privatinitiative. Ich habe weder kommerzielle Absichten/Vorteile, noch bin ich von irgendjemandem beauftragt!]

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