Muss mehr Flocke ins Blatt?

Braunbaer.JPGKürzlich erreichte uns in der Redaktion der Anruf einer ärgerlichen Leserin. Tagelang schon, meinte die Frau, habe sie in der Nürnberger Zeitung nichts mehr Neues über Flocke gelesen. Dabei sei das Eisbärbaby doch das Einzige, was Nürnberg habe.

„Der Club, der bringt doch auch nix mehr“, schimpfte die Leserin. Sie komme nicht so oft in den Tiergarten und sei deswegen auf unsere Berichterstattung angewiesen.

Weissbaer.JPGUnseren Hinweis, dass einerseits auch andere Themen ins Blatt drängen und andererseits nicht alle Leser Flocke-Fans seien, ließ sie nicht gelten: „Die Menschen, die Flocke nicht mögen, sind hartherzig.“ Wir haben über die Ansicht der erbosten Leserin beraten und beschlossen: Sie hat Recht, Flocke muss wieder mal ins Blatt. Also ist unser Fotograf Harald Sippel in den Tiergarten gedüst und hat dort Flockes Wandel vom Braun- zum Weißbär nach einem beherzten Sprung ins Wasser beobachtet. Für ein schönes Bildmotiv, im Journalistenjargon „Schmuckbild“ genannt, ist Flocke immer gut, auch wenn sich der Text daneben oder drunter dann manchmal eben etwas in Grenzen hält.

Das grundsätzliche Problem, das die Kollegin Ute Wolf an dieser Stelle ja schon thematisiert hat, bleibt freilich: Uns gehen derzeit etwas die Flocke-Neuigkeiten aus, die Kleine wächst und gedeiht und dankenswerterweise gibt es keine Komplikationen. Aber vielleicht widerlegt ja der andere lokale Hoffnungsträger unsere Leserin: Beim 2:0 über Duisburg hat der Club jedenfalls mal wieder ein Lebenszeichen gegeben…

1 Kommentar in “Muss mehr Flocke ins Blatt?

  1. Ihre Leserin hat Recht: Ich pflichte ihr bei, dass die Berichterstattung über Flocke wieder etwas üppiger ausfallen könnte. Es würde durchaus genügen, wenn öfter einmal – wie Sie es nennen – „Schmuckbilder“ erscheinen würden. Es gibt schließlich ältere Leser, die möglicherweise zu gebrechlich sind, um selbst noch in den Tiergarten gehen zu können. Außerdem ist die Serie im Zweiten Deutschen Fernsehen, „Nürnberger Schnauzen“, seit einigen Tagen ebenfalls beendet. Und auch im Bayerischen Fernsehen gibt es nicht mehr das tägliche „Flocke-Tagebuch“.
    Also könnte sich Ihre Zeitung doch gut von der allgemeinen Entwicklung in anderen Medien absetzen. Wäre das nicht ein bedenkenswerter Ansatz?

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