Turbos "Neue" aus Irland erwartet

gepard.JPGImmer wieder wundern sich Besucher im Nürnberger Tiergarten: Im schönen weitläufigen Geparden-Gehege „tigert“ ein einzelnes Tier allein umher: der sechsjährige Gepardenmann Turbo.

Im letzten Jahr war seine Partnerin Lulu an FSE (Feline spongiforme Enzephalopathie) gestorben, im Volksmund besser als „Katzenwahnsinn“ bekannt. Turbo hatte sie vorher mehrmals gedeckt, und zwar mit Erfolg: Lulu war tragend, das ergab die Obduktion.

Im Tiergarten hatte man sich große Hoffnungen gemacht, mit Turbo und Lulu an frühere Erfolge bei der Nachzucht von Geparden anknüpfen zu können. Die Nachzucht in Gefangenschaft gilt als nicht ganz einfach, aber in Nürnberg klappte sie früher ganz gut. So gab es im Jahr 2000 gleich Vierlinge am Schmausenbuck. Eines der Kleinen war ein „Königsgepard“: Durch eine genetische Veranlagung der Eltern bilden sich nicht die für Geparden typischen Punkte im Fell, sondern lange, schwarze Streifen auf dem Rücken und dunkle Flecken an den Seiten.

Um für Turbo nach dem Tod von Lulu eine neue Gefährtin zu finden, konnte die Tiergartenleitung nicht einfach so auf Partnersuche gehen. Denn Geparden gehören dem Europäischen Erhaltungszucht-Programm (EEP) an. Ein spezieller EEP-Koordinator musste deshalb eingeschaltet werden.

Der fand schließlich im „Fota Wildlife Park“ von Cork in Irland eine passende Dame für Turbo. Es waren aber einige bürokratische Hürden zu überwinden, so dass es – länger als ursprünglich gedacht – dauert, bis Turbos „Neue“ in Nürnberg eintrifft. Nun soll es im Herbst so weit sein. Hoffentlich funkt es zwischen den beiden dann auch. Bei Geparden ist es nämlich nicht selbstverständlich, dass jedes Männchen mit jedem Weibchen auch kann. Die Chemie muss da erst einmal stimmen.  

3 Kommentare in “Turbos "Neue" aus Irland erwartet

  1. Allmächd, ob der „Durbo“ sich wohl mit dera Dahme aus Gorg versteht?
    Aber wie heißt es so schee: „Ei spiek Inglisch weri well, bräcklersweis und gar ned schnell“.

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