Was in Zoos so alles passiert

Immer wieder mal soll in diesem Blog ein Blick in andere Zoos als den Nürnberger Tiergarten geworfen werden. Ich denke, es gibt wieder einmal Anlass dazu.

feuertiger.JPGZuerst ein freudiges Ereignis im Wuppertaler Zoo. Dort konnten sich die Mitarbeiter schon Ende Juli über Nachwuchs bei einer gefährdeten Tierart freuen: Zwei Asiatische Goldkatzen wurden damals geboren. Ein schöner Erfolg für den Zoo, denn im Europäischen Erhaltungszucht-Programm sind im Augenblick nur 19 Exemplare dieser seltenen Tiere verzeichnet. Ursprünglich stammen diese Katzen aus den Tropenwäldern von Nordostindien bis Malaysia. Die Tiere sind wegen ihres feuerroten, flauschigen Fells auch unter dem populäreren Namen „Feuertiger“ bekannt; im Erwachsenenalter verfärbt sich ihr Fell dann und wird goldglänzend. Die Zwillingskatzen von Wuppertal wurden nun vom Tierarzt untersucht. Nachdem die beiden Babys gesund und munter sind, hat man sie jetzt auch der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Zoobesucher sind sehr angetan von den niedlichen Katzenkindern, denn sie spielen in ihrem Gehege mit sich selbst und allem, was ihnen unter die kleinen Tatzen kommt. Der Wuppertaler Zoo ist zurzeit also durchaus eine Reise wert.

Und jetzt eine Katastrophenmeldung aus dem Zoo von Alice Springs in Australien. Dort richtete ein nur sieben Jahre alter Knirps ein wahres Blutbad unter einigen Zootieren an. Der Junge schaffte es, den Sicherheitszaun des Reptilienzentrums zu überwinden und dort einige Tierkäfige aufzubrechen. Er ließ Eidechsen, eine Schildkröte und einen fast zwei Meter langen Waran frei. Nicht aus Tierliebe, sondern, um sie gleich anschließend einem 200 Kilo schweren Krokodil zum Fraß vorzuwerfen. Das ließ sich die unverhoffte Beute auch gleich freudig schmecken. Das Kind hat offenbar echtes kriminelles Potenzial. Denn auf den Aufzeichnungen der Sicherheitskameras ist zu sehen, dass der Junge die ganze Zeit über grinste. Außerdem erkennt man, wie er vollkommen ungerührt einige Eidechsen brutal totschlug. Absurd an der grausigen Geschichte: Die Kameras zeichneten das Blutbad zwar auf,  aber niemand griff ein. Man vermutet nun, dass das Sicherheitssystem des Tierparks wegen der geringen Körpergröße des Siebenjährigen keinen Alarm schlug.    

3 Kommentare in “Was in Zoos so alles passiert

  1. Ich schlage vor, dass man mit diesem siebenjährigen Monstrum das gleiche macht: ihn dem Krokodil zum Fraß vorwerfen.
    Wieso wird eigentlich alles mit Kameras überwacht, wenn dann keiner eingreift? Ist das in Nürnberg auch so?

  2. @ Martina
    Das ist ja leider oft so mit Überwachungskameras: Sie hängen da und vermitteln dir den Eindruck von Sicherheit. Aber es gibt längst nicht genügend Sicherheitspersonal, das die Bildschirme alle tatsächlich überwachen kann. So werden viele Sachen erst später entdeckt, oder man kann die Aufzeichnungen wenigstens zur Identifizierung von Tätern verwenden. In Alice Springs war es wohl so, dass der Siebenjährige zu klein war, um vom Alarmsystem registriert zu werden.
    Im Nürnberger Tiergarten gibt es im großen und ganzen keine Überwachungskameras, nur manchmal bei bestimmten Tierarten, um ein ganzes Gehege im Blick zu haben – zuletzt zum Beispiel beim Eisbärbaby Flocke.

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