Leipziger Zoo-Chef spricht in Nürnberg

Der Zoo Leipzig (gegründet 1878) hat sich in den letzten Jahren mit fast atemberaubendem Tempo zu einem der modernsten und attraktivsten Zoologischen Gärten in der Bundesrepublik entwickelt. Er hat eine ganze Reihe Highlights zu bieten: Die Menschenaffenaffenanlage „Pongoland“, wo die Max-Planck-Gesellschaft eine Forschungseinrichtung betreibt, die Löwen-Savanne „Makasi Simba“, die „Tiger-Taiga“, die Lippenbärenschlucht,  die weitläufige „Kiwara-Savanne“ für Giraffen, Antilopen, Zebras und Gazellen, gleich daneben den Okapi-Wald  und den umwerfenden Elefanten-Tempel „Ganesha Mandir“. Das sind die wichtigesten neuen Anlagen, die in den vergangenen Jahren neu entstanden sind.

Der ursprünglich als städtischer Eigenbetrieb geführte Zoo wurde im Jahr 2000 in eine GmbH umgewandelt. Geschäftsführender Direktor ist Jörg Junhold, der seit 1997 den Zoologischen Garten in Leipzig leitet. Junhold gilt in der Zoowelt als Visionär, der den Leipziger Zoo auf den Weg zum „Zoo der Zukunft“ bringt. Junhold (Jahrgang 1964) hatte schon als Kind den Traum, später einmal Zoodirektor zu werden. Er studierte  Tiermedizin und begann ein Forschungsstudium an der chirurgischen Tierklinik der Uni Leipzig. Nach seiner Promotion war er drei Jahre lang im Marketing-Management eines großen Tierfutter-Herstellers tätig, bevor er die Leitung des Leipziger Zoos übernahm.

Seine Fähigkeiten als Manager hat er beeindruckend unter Beweis gestellt. Innerhalb eines Jahrzehnts hat er den Zoo völlig umgekrempelt und zu riesigem Erfolg geführt. Dabei hat ihn der Mitteldeutsche Rundfunk allerdings auch tatkräftig unterstützt: Die im Leipziger Zoo gedrehte Doku-Soap „Elefant, Tiger & Co“, die 2003 erstmals gesendet wurde, erreichte bundesweit hohe Zuschauerzahlen und machte eine Riesen-Werbung für den Tierpark, die Junhold geschickt zu nutzen wusste.

Alle Zoo-Freunde im Großraum Nürnberg dürfte es daher wohl interessieren, wenn Jörg Junhold Einblick in seine Arbeit gibt. Der Zoo-Chef kommt am Mittwoch,  8. Oktober, zu einem Vortrag nach Nürnberg. Um 18 Uhr spricht er im Historischen Rathaussaal der Stadt Nürnberg über „Anspruch und Wirklichkeit eines Zoos im 21. Jahrhundert“. Der Vortrag ist öffentlich.