Kälte macht den Pinguinen zu schaffen

Pinguine lieben Eis und Schnee: Der Meinung sind fälschlicherweise viele Leute. Sie wissen nicht, dass nur bestimmte Arten – zum Beispiel Kaiser- und Königspinguine – mit extremen Minustemperaturen in der Antarktis fertig werden. Viele Arten leben aber in Breiten mit gemäßigten Temperaturen bzw. sogar in ziemlich warmen Gebieten, wie etwa die im Nürnberger Tiergarten gehaltenen Brillen- und Humboldtpinguine, die ursprünglich aus Südafrika bzw. Chile/Peru stammen.
Die anhaltende Kälte setzt diesen Zootieren jetzt schwer zu: Sie schwächt ihr Immunsystem und macht sie sehr anfällig für Krankheiten. In Nürnberg sind schon fünf Pinguine an den Folgen einer Pilzerkrankung der Bronchien bzw. an der Vogelmalaria gestorben.
Damit gehören die Pinguine im Nürnberger Tiergarten zu den wenigen Tieren, die mit der Kälte ein Problem haben. Die Tierpfleger haben als Vorsichtsmaßnahme gegen eine Unterkühlung der schwarzweißen Frackträger den Zugang zum Wasserbecken mit einem Zaun abgesperrt und den Boden mit Stroh ausgelegt. Im Innenkäfig können sich die Pingus außerdem unter Wärmelampen aufwärmen. Hoffentlich fallen nicht noch mehr dieser possierlichen Vögel der Kälte zum Opfer!!

3 Kommentare in “Kälte macht den Pinguinen zu schaffen

  1. Das hätte ich nicht gedacht, dass gerade Pinguine kälteempfindlich sind. Aber Sie haben recht: es gibt ja welche aus ganz unterschiwedlichen Gegenden auf der Welt.
    Wie ist es aber mit den Eisbären oder den Tieren mit dickem Fell?Bereiten die sich besonders auf den Winter vor und leiden die dann unter Temperaturen von minus 15 Grad?

  2. @Thomas Schmidt
    Eisbären fressen sich vor dem Winter eine Speckschicht an, vor allem die in der freien Wildbahn lebenden Tiere, aber auch die im Zoo – zumindest ein bisschen. Sie leiden nicht unter der Kälte, die bei uns derzeit herrscht- schließlich gehen in ihrer ursprünglichen Heimat, am Nordpol, die Temperaturen wesentlich tiefer in den Keller.
    Zootiere, die unter der Kälte leiden würden, lassen die Pfleger im Winter einfach nicht ins Freigehege.

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