"Nürnberger Schnauzen": nicht aktuell, aber nett

Schon im vergangenen Jahr, bei der ersten Staffel der ZDF-Doku-Soap „Nürnberger Schnauzen“, hatten die Fernsehkollegen dieses Problem: Ihre Beiträge sind nicht aktuell. Das ist an sich nicht schlimm, weil sie trotzdem informativ sind und dem Zuschauer einen guten Einblick in die Arbeit hinter den Kulissen eines Zoologischen Gartens bieten.

Aber im Fall von Eisbärin Flocke, um die sich zumindest in der heutigen ersten Folge ein Großteil der Sendung drehte, macht sich die Zeitverschiebung zwischen den Filmaufnahmen und der Gegenwart doch überdeutlich bemerkbar. Klar, der Rest der Republik ist nicht so auf dem Laufenden wie die Menschen aus dem Großraum Nürnberg, die den Tiergarten öfter mal besuchen oder die Berichte über Flocke in ihrer Tageszeitung verfolgen.

Doch die Franken wissen halt nun mal, dass Flocke längst keine 65 Kilo mehr wiegt, sondern ungefähr das Doppelte. Sie wissen auch, dass es überholt ist, wenn es in der Sendung heißt: „Flocke und Vera, das ist im Moment die Nürnberger Eisbärenfamilie.“ Sie haben von Rasputin, dem neuen Spielgefährten von Flocke, gehört oder ihn selbst gesehen. In der Sendung aber, die etwa fünf Monate alte Bilder zeigt, ist von Rasputin natürlich längst noch nicht die Rede.  Ich zeige Euch/Ihnen hier in meinem Blog lieber nochmal ein (fast) aktuelles Bild von Flocke und Rasputin – weil die beiden gar so lustig zu beobachten sind!

Doch davon abgesehen: Die „Nürnberger Schnauzen“ zeigen schöne Bilder aus dem Tiergarten. Wenn das auch in den nächsten Folgen so bleibt, könnte die Serie durchaus dazu dienen, dem Zoo nach dem Rekordjahr 2008 heuer noch einmal ein Plus an Besuchern zu bescheren. Das kann allen nur recht sein. Der Tiergarten braucht schließlich Geld für sein ehrgeiziges Delfinlagunen-Projekt.

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