Meine erste Wildfütterung

Jetzt bin ich schon ein paar Tage aus meinem Urlaub am Dachstein zurück und habe meinen Blog-Lesern immer noch nicht mein beeindruckendstes Erlebnis von dort erzählt. Keine Angst, es braucht sich niemand an quälende Schulaufsätze erinnert zu fühlen!

Mein schönstes Urlaubs-Erlebnis dreht sich – wie sollte es anders sein – um Tiere. Ich hatte das große Glück, dass der Vermieter meiner Ferienwohnung im Gebiet der Ramsau einer der Wildhüter ist. Da gehört es zu seinen Aufgaben, im Winter das Rotwild zu füttern. Jeden Tag sorgen er und seine Kollegen dafür, dass rund 70 Rehe und Hirsche an einer bestimmten Stelle im Wald ihr Futter bekommen – vor allem Heu.

Und ich durfte bei einer solchen Fütterung mit ihm auf dem Hochsitz dabei sein, um die wunderschönen Waldbewohner zu beobachten. Ausgerüstet mit dicken Klamotten (es hatte ungefähr fünf Grad unter Null) und einem Fernglas stapften wir erst 20 Minuten durch den tief verschneiten Wald ein Stück den Rittisberg hoch, bis zu der Lichtung, an deren Rand der Hochsitz steht. Der ist geschlossen und innen an den Wänden mit Teppichboden ausgekleidet, damit es nicht durch die Ritzen zieht.

Ja, und dann haben wir gewartet und uns so ruhig wie möglich verhalten. Nach einer Dreiviertelstunde – ich hatte fast schon die Hoffnung aufgegeben – wagte sich das erste Reh unter den Bäumen am Hang hervor. Als es merkte, dass die Luft rein war, trauten sich nach und nach auch seine Artgenossen näher heran. Es kamen Jungtiere, aber auch starke Hirsche – sogar ein Vierzehnender! Und es wurden immer mehr, schließlich hatten sich 50 Tiere versammelt. Es mag vielleicht kitschig klingen, aber das war für mich wirklich ein erhebender Moment!

Natürlich habe ich mich in dieser Situation fotografieren lassen. Die Lichtverhältnisse waren sehr schwierig, und man durfte nicht blitzen, um das Wild nicht zu vertreiben. Ich denke aber, das Foto hat zumindest dokumentarischen Wert und passt daher hervorragend in so etwas wie ein Blog. Oder??

2 Kommentare in “Meine erste Wildfütterung

  1. Also, liebe uwo,
    da beneide ich Sie aber wirklich sehr um Ihr Erlebnis. So eine Wildfütterung muss hochinteressant sein. Das war Glück, dass Sie einen so netten Vermieter hatten, der Ihre Begeisterung für Tiere bestimmt schnell gespürt hat.

  2. Pingback: Achtung, Wolf! » Blog Archive » Nicht meine letzte Pferdeschlittenfahrt!

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