Quaks, melde dich!

Frankens Vogelfreunde stehen kopf: Sind sie normalerweise zu dieser Jahreszeit voll und ganz damit beschäftigt, den von ihrem Winterurlaub in unsere Gefielde zurückkehrenden Störchen nachzuspüren und jedes einzelne Paar zu zählen, kommt heuer eine irgendwie verrückte Aufgabe dazu: Sie verfolgen einen Pelikan – exakter: einen Rosapelikan, der sich urplötzlich unters Storchenvolk mischt. Er soll auf den Namen „Quaks“ hören.

Ende der Woche wurde er in Fürth-Vach gesichtet,  in bestem Einvernehmen mit dem Storchenpaar in einer Wohngemeinschaft lebend. Am Wochenende ist er anscheinend weitergezogen nach Erlangen bzw. Frauenaurach. Er hat sich auch mit Krähen angefreundet, scheint aber doch wieder Kontakt zu Störchen zu suchen.

Der Landesbund für Vogelschutz protokolliert auf seiner Homepage die aktuellsten Aufenthaltsorte des wunderlichen Vogels. Auch der Bayerische Rundfunk ist dem Gesellen schon auf der Spur und lässt es sich melden, wenn irgendjemand ihn irgendwann irgendwo sieht.

Es wird viel spekuliert über die Herkunft des Ruderfüßers, der eigentlich in wärmeren Gegenden als ausgerechnet Mittelfranken beheimatet ist – Klimawandel hin, Erderwärmung her. Bisher vermisst kein Zoo, der solche Wasservögel hält, eines seiner Exemplare, auch nicht der Nürnberger Tiergarten.

Ich hätte die Meldung über die wunderbare Vogelfreundschaft in der Zeitung fast für einen Aprilscherz gehalten – nur haben wir halt erst den 8. März. Es handelt sich, wie aus sicheren Quellen zu erfahren ist, auch nicht um einen verspäteten Faschingsscherz. Eher um eines der vielen Rätsel unseres Alltags, die sich vielleicht nie ganz auflösen lassen.

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