Wem gehört der Tierbauch?

Heute mal ein kleines Bilderrätsel: Was ist auf diesem Foto zu sehen? – Na? – Ein Bauch, stimmt.  Aber von welchem Tier? Eine kleine Hilfe: Es lebt im Nürnberger Tiergarten, und es ist kein Tapir. Und? Genau: Es ist der Bauch eines Nashorns, exakter: eines Panzernashorns. So eines, wie Albrecht Dürer es einst gezeichnet hat, ohne jemals im Leben selbst ein lebendiges Exemplar vor Augen gehabt zu haben. Ja, der Mann hatte was drauf!

Und was ist das Besondere an dem Nashorn-Bauch? Er ist dick, wie wahr. Panzernashorn-Dame Purana, der dieser Bauch gehört, hat nicht gerade die Figur eines Mannequins. Aber dafür, dass sie sozusagen in anderen Umständen ist, hält sich der Bauch direkt noch in Grenzen: Schon im Juli/August soll der fast zwei Tonnen schwere Koloss zum dritten Mal Nachwuchs bekommen. Die Babys sind bei dieser Tierart zwischen 60 und 80 Kilo schwer.

Nach Puranas beiden Söhnen Albrecht und Hans hofft man im Tiergarten nun auf ein „Mädchen“. Das könnte durchaus klappen, denn diesmal ist nicht Noel der Papa, sondern dessen Nachfolger am Schmausenbuck: Ropen. Der hat sich schon bei der Zeugung anders verhalten als Noel, mit dem Purana einige Jahre (bis zu seinem Tod) zusammengelebt und gut harmoniert hat. Ropen ist ein wenig schüchtern und hat im Gegensatz zu Noel viele Anläufe gebraucht, bis er seine Auserkorene erfolgreich decken konnte. Dann hat er mehrmals nachgedeckt. Das ist der Grund dafür, dass man den Geburtstermin nicht genauer vorausberechnen kann.

Egal – Purana erfreut sich bester Gesundheit und wird in diesen letzten Monaten ihrer Trächtigkeit von Pfleger Oliver Pürkel ein wenig verwöhnt: Mit Streicheleinheiten, aber auch mit Äpfeln, die sie besonders gern frisst, und mit jeder Menge Grünzeug. Tierärztin Katrin Baumgartner kümmert sich regelmäßig um die „Vorsorgeuntersuchungen“ und zapft dem Rhinozeros immer wieder Blut ab, um alle Werte zu überprüfen. Alle sind optimistisch, dass auch die dritte Geburt des Nashorn-Weibchens glatt über die Bühne gehen wird. Halten wir ihr die Daumen! – Auf dem Foto mit der Gesamtansicht von Purana, die ich meinen Lesern nicht vorenthalten will, wirkt der Bauch weniger dick als im Ausschnitt, finde ich.